Exilierung der Murinoide

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«Der Tag, an dem zehntausend Nadeln aus dem Himmel fielen, ist ein besonderer Tag für die Murinoide. Er ist der Tag der Freiheit, der Tag der Unabhängigkeit, der Bruch mit dem vorherigen Leben. Die Seher der Murinoiden hatten die Zeichen des Himmels wahrlich verstanden, der ewige Winter würde bald einbrechen, so wie es in den Prophezeiung des großen Barafu hieß. Barafu, das war der Name ihres Feindes. Ein gigantischer Drache von schier unendlicher Macht, ihr Stammvater, ihr Knechter, ihr Herr und ihr Bestrafer. Die Rattlinge hassten ihn, sie waren Barafus Köder, Leibeigene und zuweilen auch Leibspeise. Besonders Delf verspürte unendlichen Hass auf dieses drakonische Wesen, doch Delf war ein besonders schlaues Exemplar seines Volkes, weshalb er die Prophezeiung studierte und auch verstand. Der große Drache war nicht mehr einverstanden mit seinen "Bissen", wie er sein Volk stets nannte, und er wollte sein Volk bestrafen, weil es zu schlau geworden war, zu widerstrebend. Barafu verfluchte den Umstand, dass er den Rattlingen zugestanden hatte, lesen zu dürfen. Delf hatte ein Teil seines Volkes mobilisiert und ohne das Wissen des Drachen hatten sie im nördlichsten Gebiet des großen weiten Landes, welches sie bewohnten, begonnen eine riesige unterirdische Stadt zu schaffen und nach Jahren der Entbehrung und der Heimlichkeit war es ihnen auch gelungen. Dann war es dieser wundersame Tag, an dessen Morgen die ersten Eisspitzen vom Himmel fielen und das einstmals grüne und saftige Land begann zu verfrieren. Delf sammelte seine Jünger zusammen und gemeinsam schritten sie in die Unterwelt in ihre neue Stadt, welche sie Ghar Ajab (Seltsames Haus) nannten und so entgingen sie der Strafe des Drachen, der sie ausrotten wollte. An diesem Tag begannen die Murinoiden ihre eigene Zeitrechnung. Es war der erste Tag des ersten Jahres. Der Tag, an dem zehntausend Nadeln aus dem Himmel fielen. Und sie kannten nur einen Fixpunkt für ihre Zeitrechnung. Die Freiheit.»