Die Antagonisten des seltsamen Hauses

"Das Volk, welches die Macht ausübt, ist nicht immer dasselbe Volk wie das, über welches sie ausgeübt wird." - John Stuart Mill, Über die Freiheit
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Die Antagonisten des seltsamen Hauses

Beitragvon Marnarn » Fr 30. Sep 2011, 08:53

Original von Marnarn vom 19.10.2009

In dieser Postreihe geht es erst einmal nur darum, schonmal die vielen Feinde der Murinoide darzustellen und einen kurzen Überblick zu geben, wie man solche Feinde aufbauen und nutzen kann.
Ich werde den Anfang mit den Kobolden machen.

I. Die Kobolde

Da wir bereits vernommen haben, dass Barafu der Feind der Murinoide ist, erscheint es mir sinnvoll, ihn auch als solchen zu erhalten. Barafu, der zum Herr des Eises geworden ist, wohnt auch immer noch innerhalb der Eiswüste. Natürlich hat er keinen persönlichen Zugang zum seltsamen Haus, dennoch ist es ihm möglich eigene Diener einzusetzen, um den Murinoiden das Leben schwer zu machen.
Und deswegen habe ich mich mit dem Gedanken herumgetragen, wer diese Rolle wahrnehmen könnte und ich bin relativ schnell zu dem Entschluss gekommen, dass es im Idealfall die Kobolde sein sollten, welche ja meist als Diener der Drachen gelten.
Kobolde bieten dabei auch ein ideales Anforderungsprofil für diese bestimmte Umgebung, da sie zum einen hervorragende Minenarbeiter sind, ebenfalls im Dunkeln sehen können und, zum anderen aber hinterhältig und gemeinschaftlich genug sind, um ein dauerhaftes Problem für die Murinoiden darzustellen. Nicht zuletzt sind sie hervorragende Fallensteller.
Wenn wir also diese Punkte zusammenziehen, empfinde ich die Kobolde als ziemlich passend.

Ihre Entstehung könnte ebenso geschehen sein wie die der Murinoide. Kobolde sind bekannt für ihre bellende, ja eher noch kläffende, Stimme und auch ihr wachsames Verhalten lässt sich doch sehr auf die Darstellung eines Hundes brechen. Nehmen wir also einen Hütehund als grobe Skizze für das Urwesen des Kobolds. Diese Wesen macht eine ähnliche Entwicklung/Evolution wie die Ratte durch und bekommt sowas wie einen humanoiden Intellekt in sehr roher Form. Da Barafu sieht, dass das mit den Rattlingen langsam zum Desaster wird und sie zu eigenständig werden, gibt Barafu etwas von seinem Blut in das Volk (dadurch werden sie drakonisiert), um es an sich per Blutbund zu binden. Ihre Form nimmt drakonische Züge an, und sie dienen dem Drachen treu, jedoch lassen sich noch vereinzelt die Urzüge des Hütehundes in dem Wesen erkennen. So kläfft er in seiner Sprache und der Wachtrieb ist noch immer stark ausgeprägt.
Das könnte eine grobe Skizzierung des Kobolds sein.

Sein Aussehen ist dabei etwas zu unterscheiden vom Standardkobold, da durch den Einfluss des weißen Drachen die Schuppen des Koboldes in einer weißlichen Farbe sein könnte, oder auch die ein dunklerer Erdton gegeben sein könnte, welcher mit weißer Deckfarbe aufgehellt scheint. Unter Umständen wäre auch ein eiskristallines Klitzern auf der schuppigen Haut vertretbar. Es kann da von bis reichen, würde ich sagen. Die Augenfarbe könnte natürlich passend in eisigen Farben dargestellt sein. Ansonsten dürfen diese Kobolde den Standardkobolden gleichen, obwohl sicherlich die geringste Kälterresistenz diesen Wesen zugerechnet werden darf.

Der Nutzen der Kobolde für Barafu ist eindeutig, er nutzt sie, um das Unterreich der Murinoide zu infiltrieren, da sie ebenso bewandert sind im Umgang mit dem Erdreich wie die Rattlinge. Vielleicht sogar in der Bearbeitung der Erdschichten noch ein wenig mehr, wenn man den reinen Wert nimmt. Der Sinn besteht vor allem auch darin, den Rattlingen eine Vergrößerung des Ghar Ajab nicht zu ermöglichen und ein Gegengewicht in der Unterwelt zu bilden. Da Kobolde sehr territoriale Wesen sind, durchschnittlich intelligent und sehr ordnungsliebend, ist es sogar möglich den Kobolden ein eigenes unterirdisches Reich zu geben, welches sie wie Hunde hüten und pflegen. Im Gegensatz dazu haben Kobolde bei D&D ja meistens nur eine verlumpte Höhle oder einen Dachsbau eingenommen.

Ich empfinde die Kobolde als Gegengewicht sehr interessant, da sie sich doch von den Goblins und Orks der Standardwerken unterscheiden, auch wenn sie leider selten so genutzt werden. Doch das gedenke ich zu verändern und so wird das erste Koboldreich unserer Spielrunden geboren werden. Ich hoffe, dass die Kobolde als Erzfeind gut umzusetzen sein werden und ebenfalls einen gewissen Anklang finden werden. So viel für den Moment.
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Re: Die Antagonisten des seltsamen Hauses

Beitragvon Marnarn » Fr 7. Sep 2012, 12:04

Nur als kurze Notiz. Im Moment gibt es keine Kobolde mehr auf der Enwe. Deswegen fallen sie als natürliche Feinde der Murinoide weg. Ich lasse den Gesamtbeitrag jedoch stehen, um mich daran zu erinnern. Vielleicht kommt es auch noch dazu, dass die Kobolde eine Renaissance feiern. Auf jeden Fall nicht im D&D-Gewand.
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