Khem'Rath - Von den Storchenmenschen

"Bald werdet ihr das Land überfluten wie die Flüsse, die nach einem plötzlichen Regen die Schluchten hinunterstürzen. Aber mein Volk ist eine versiegende Ebbe, wir werden niemals wiederkehren." - Seattle, Die Rede des Indianerhäuptlings Seattle
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Marnarn
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Khem'Rath - Von den Storchenmenschen

Beitragvon Marnarn » So 10. Dez 2017, 20:24

  • Name(n): Ciconoiide, Storkmen, Khem'Rath

  • Körperliche Beschreibung (+Lebensdauer): storchenartige Humanoide, in der Regel über um die 2,50m Meter groß, wobei etwa die Hälfte der Höhe von den zwei schmalen Beinen belegt ist. Meist weiß-buntes, grau-buntes, rot-buntes oder schwarz-buntes Federkleid. Khem'Raths mit weitestgehend einheitlichem Federkleid gelten als besonders gesegnet. Unter den Flügel sind verborgen zwei mäßig ausgeprägte Arme, welche krallenhaft, humanoid wirken. Der Kopf ist vogelartig, wobei die unterschiedlichen Volksstämme sich vor allem anhand des Schnabels unterscheiden. Von schmalen Langschnäbeln bis zu sehr großen Langschnäbeln gibt es viele Zwischenschritte. Khem'Rath erreichen in etwa dasselbe Lebensalter wie Menschen.
  • Wesen (Persönlichkeit): Khem'Raths sind kalkulierende Wesen, die ähnlich wie Störche meist in sehr enger Beziehung zum geschlechtlichen Gegenpart leben. Es ist ein an sich nomadisches Volk, welches anhand der Jahreszeiten über den Kontinent zieht, wobei sie insgesamt gemäßigtes Klima bevorzugen. Die meistem Khem'Raths leben nur innerhalb ihrer Kleinstfamilie, lediglich auf den jahreszeitlichen Zügen schließen sie sich zu größeren Gruppen zusammen. Sie sind sehr territorial und verteidigen ihren Nachwuchs mit einigem Eifer, unterscheiden sich von den klassischen Vögeln aber dadurch, dass sie sich fast ausschließlich fleischfressend ernähren. Besonders bevorzugt sind kleinwüchsige Menschen, aber auch größere Menschen können in den Fokus einer hungrigen Familie kommen. Allerdings sind die meisten Storchmenschen Aasfresser und greifen selten größere Menschenvereinigungen an.
    Khem'Raths sind eher wild und folgen schmanistischen Traditionen, die meist im Zusammenhang mit dem Element Luft stehen. Es gibt aber Hinweise darauf, dass die Khem'Raths einstmals eine größere Zivilisation stellten und ein friedliebendes Volk mit eigenen Kulturleistungen gewesen sind, ehe sich ihre Wege mit denen der Riesen und Menschen kreuzten. Die Überlebenden dieses Krieges sind verwildert, aber haben überlebt.
    Khem'Raths scheuen bewaffnete Konflikte und neigen dazu, auszuweichen bis sie ihren Gegner in einer gefährlichen und vorteilhaften Situation haben. Während sie zwar groß, aber im Ganzen etwas schwächlich und ungeschickt mit dem Armen sind, besitzen sie geschickte Schnäbel, eine große Ausdauer und einen hinterhältig wie scharfsinnigen Geist.
  • Familiengröße/Familienleben (+Erziehung)[Gesammelter Begriff: Familie]: Khem'Raths leben in Kleinfamilien und in aller Regel mit einem festen Partner für das ganze Leben. Sie sind Überlebensgemeinschaften und zeugen in der Regeln zwei Kinder, sobald sie erwachsen sind. Wobei die ganze Aufmerksamkeit immer nur einem Kind gilt. Es wird ein Kind geboren, bis zum Erwachsenenalter erzogen und geschützt, und sobald es seinen eigenen Weg geht, wird noch ein zweites Kind gezeugt und erzogen. Sobald dieses zweite Kind erwachsen ist, vollzieht sich oftmals eine charakterliche Wandlung der Khem'Raths. Sie beenden, was auch immer sie sich für ihr Leben vorgenommen haben, sammeln sich an einem für die Störchenmenschen mystischen Ort namens Mishk'Alas und harren dort, bis sie einen inneren Ruf hören. Ein Khem'Rath ist mit etwa 16 Jahren erwachsen und zeugt in der Zeit auch sein erstes Kind. Mit etwa 32 Jahren das zweite. Sobald das Kind ihn um das 48-50 Lebensjahr verlässt, bricht ein Khem'Rath nach Mishk'Alas auf.
    Jedes Jahr mit Beginn des Herbstes tun sich in Mishk'Alas die ältesten Khem'Rath zusammen und fliegen gemeinsam "den letzten Flug in den Süden" und brechen auf über das Onyxmeer, nur um nie wieder gesehen zu werden.
  • Verteilung auf der Welt: Die Khem'Rath kommen nur auf dem Kontinent Kerajaan Kamatayon vor.
  • [Länder der [Rasse], Hierarchie und Architektur, Art des Wohnen und Lebens, Kultur und Kunst (nur die wichtigsten Punkte, gesammelt genannt:)] Gesellschaft: Die Khem'Rath leben den Großteil ihres Lebens nomadisch, in saisonalen Nestern, die gut vor Bodenbewohnern geschützt sind durch Höhe und schwere Zugänglichkeit. Diese Nester, die mehr hochgelegene Strohhütten sind, erfahren in der Zeit der Anwesenheit viel Pflege und werde am Ende immer so hergerichtet, dass sie nicht ohne Weiteres betreten werden können.
    Ihre Spätzeit verbringen sie in Mishk'Alas, der einzig bekannten Stadt der Khem'Rath. Hier leben sie in einer hochgelegenen Klippenstadt, in der es keinen individuellen Besitz gibt. Hier wird gemeinsam gejagt, gesammelt und darauf gewartet, dass sie den letzten Flug in den Süden antreten können. An diesem Ort befinden sich auch die Bildungseinrichtungen dieses Volkes. Erst im hohen Alter beschäftigt sich ein Khem'Rath mit der Bildung. Dort werden vor allem Störchenmenschen, die sich versündigt haben, eingesetzt als Lehrer für die nach Süden strebenden Alten. Sie bringen Ihnen alles wissenswerte über die Routen, das Onyxmeer und die Zeit danach bei, lehren ihnen Gottesfürchtigkeit und dergleichen. Damit können diese gefallenen Khem'Rath ihre Ehre wiederherstellen. Ein Khem'Rath verliert diese, wenn seine beiden Kinder vor dem Erwachsenwerden sterben, oder wenn er seine Flugfähigkeit verliert.
  • Mythologie und Glauben: Die meisten Khem'Rath glauben an Thalafar, als Gott der ihren natürlichen Wanderzyklus vorgibt und ihnen den Wind unter die Schwingen treibt. Dabei ist dies aber kein kanonisierter Glauben, sondern umfasst eher schamanistische Aspekte. Erst im hohen Alter lernen die Khem'Rath den höheren Glaubenskanon Thalafars in Vorbereitung auf ihren letzten Flug nach Süden.
  • Magie (umfasst natürliche Zugang zu Magiescherben und Anfälligkeiten): Die Khem'Rath haben einen natürlichen Zugang zur Scherbe des Windes, doch immer wieder werden auch Khem'Rath geboren, die Splitter der Verwesung in sich tragen. Diese leben häufig als Kulturfolger der Riesen, da sie auch Müll und lange verdorbenes Fressen verdauen können. - Khem'Rath sind besonders anfällig für die Scherbe der Lähmung und fürchten sich ungemein vor jeglicher Magie, die ihnen die Kontrolle über ihre Kinder nimmt.
  • Sprache: Die Khem'rath sprechen keine eigene Sprache mehr, die ist verloren gegangen. Stattdessen sprechen sie einen Dialekt der Riesensprache. Diese deutet daraufhin, dass sie einstmals wie die Menschen Sklaven der Riesen gewesen sind.
  • Âventiure: Diese Wesen sind selten Abenteurer, doch Khem'Rath, die ihre beiden Kinder verloren haben und noch nicht das entsprechende Alter erreicht haben, kommen als Abenteurer vor. Sie sind im Dienste Mishk'Alas unterwegs, auf der Suche nach Wissen. Einige von ihnen werden auch Nestfinder, also eine besondere Form des Kundschafters, der Khem'Rath-Nistplätze ausmacht, um diese nach Mishk'Alas zu führen und ihnen den Weg zu weisen und vor Gefahren zu warnen. Diese Nestfinder sind häufig auch ausgebildete Heiler, die kranke Kinder vor dem Ende bewahren. Zuletzt gibt es noch die Trauernden. Khem'Raths, die mehr als zwei Kinder bekommen haben oder keine Kinder bekommen können, sind von ihrem Aussehen sehr typisch. Ihr Körper nimmt selbstständig eine tiefschwarze Komplettfärbung an, wenn dieser Zustand eintritt. Auf ihnen lastet ein alter Fluch, der sie durch die Riesen befiel. Die Hintergründe sind oftmals vergessen und es gibt nur wenige Trauernde. Diese sind aus der Gemeinschaft Mishk'Alas ausgeschlossen und dürfen diesen Ort nicht betreten. Oft sind sie völlig auf sich allein gestellt, aber die Überlebenskünstler unter ihnen tauchen als Abenteurer überall auf dem Kontinent auf. Es heißt aber, dass es keine 100 von ihnen pro Generation gäbe.
  • Beispielaspekte für die Rasse, das Volk:
    Bald auf dem letzten Flug nach Süden
    Die Menschen haben Schuld an unserem Schicksal
    Ich werde meine Kinder mit meinem Leben schützen!
    Schwarze Flügel, schwarzes Bein, der Kinder Schicksal brachte mir die Pein!
"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana

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