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Die plastische Chirurgie, um Z ein Gesicht zu geben
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Beitragvon Ikelos » Fr 10. Okt 2014, 22:41

Woche 1, Kontinent Z: Vampir, Aussichtsturm, Verehrung

Vampire
Die Vampire sind eine sehr einflussreiche Gruppe auf dem gesamten Kontinent. Es gibt sie in nicht allzu großer Zahl, aber sie beherrschen den Teil von Z, der unter den Wolken liegt und von daher nur sehr selten einmal Tageslicht abbekommt. Sie sind tatsächlich dem mythologischen Vampir nachempfunden und haben damit grundlegend bereits Attribute, die den normalen Vampir ausmachen. Sie trinken Blut und sie haben eine Abneigung zur Sonne, die auf Gegenseitigkeit beruht und zu ihrem Tod führt.

Wie es dazu kam, dass die Vampire zu den Herrschern des Kontinents wurden, ist in einer alten Geschichte überliefert. Einst gab es auf Z einen großen Sonnenkult, der Vecor verehrte. Es waren alte und primitive Zeiten, in denen die Stämme klein und die Kulturen gerade erst sesshaft geworden waren. Ein Teil jener Kulturen begann sich schließlich gegen die Herrschaft der Sonne aufzulehnen und wurde von Vecor damit bestraft, dass sie von ihm nur unter Schmerzen berührt werden können. Man sprach von den Häresien, und wahrscheinlich haben sie mehr als nur eine begangen, denn durch die Allergie auf Sonnenstrahlen hat Vecor diese Stämme aus seinem direkten Antlitz verbannt. Sie sollten die Sonne niemals wieder sehen. Es waren fünf Stämme von unterschiedlicher Art. Sie hatten alle eigene Spezialisierungen in den Fähigkeiten und ihre eigenen Schwächen. Sie ähnelten sich lediglich in ihren Ansichten den Göttern gegenüber. Schließlich wandten sie sich in ihrer Qual an einen wandernden Priester von Lania, welcher ihnen große Macht versprach, das Ende ihrer Leiden und die Herrschaft über all jene, welche sich der Sonne weiter verschrieben hatten. Der einzige Preis, den sie zu zahlen hatten, war die Dienerschaft in Lanias Namen und so gingen sie diesen Pakt ein und die fünf Stämme der Vampire von Z waren geboren. Da sie sich geographisch an unterschiedlichen Punkten angesiedelt haben, unterschieden sie sich nicht nur in den Fähigkeiten, sondern auch in der Kultur, die sich über Jahrhunderte entwickelt und gefestigt hat. So ist ein Vampir aus dem Norden des Kontinents ein anderer als der aus dem Süden, und zum Teil vermischen sich die Stämme auch.

Die Vampire beherrschen den Kontinent wie Könige und diese Machtposition nutzen sie, um sich Blut zu sichern, indem sie Nahrungsstämme von Menschen etc. anlegen. In sie nutzen Pakte und Verträge, um Tribute von der Oberwelt zu fordern und hüten die Unterwelt des Kontinents wie einen eigenen Schatz. Gleich von wo sie stammen: Sie sind erbarmungslose Jäger und ihr von Lania gefütterter Hass auf die Sonne treibt sie stets dazu an, sich zu verstärken.

Im Gegensatz zu den vorherrschenden Mythen gehen sie keine Beziehungen mit sterblichen Wesen ein, da sie diese Wesen als Nahrung ansehen, mit der Ausnahme der Erfüllung eines über die Jahrhunderte gewachsenen Machtkomplexes. Der Pakt, dass jährlich von jeder Plattform 100 Sterbliche an die Vampire als Tribut gezahlt werden müssen, nährt das Gefühl der Überlegenheit und hinderte die Vampire daran, sämtliche Nahrung zu töten und sich damit die Lebensgrundlage zu entziehen.


Aussichtsturm

Ein wichtiger Teil des Lebens auf den Hochplateaus von Z ist die Aufgabe der Aussichtstürme, die alle 100 Meter am Rand von den Plateaus errichtet werden. Sie funktionieren als Sicherheit gegenüber den Vampiren der „Unterwelt“, da von ihnen aus die gesamte Grenze überwacht werden und Alarm gegeben werden kann, falls sich einer der Blutsauer zu sehr nähert. Diese Plattformen sind mit Hörnern ausgestattet, mit denen Bescheid gegeben werden kann. Sie stehen bereits seit vielen Jahrhunderten und existieren auf jedem Plateau in unterschiedlichen kulturell bedingten Bauweisen. Ihre Aufgabe ist allerdings überall die gleiche.

Wie die Wachmannschaften aussehen, ist von Region zu Region unterschiedlich. Es gibt Gegenden, in denen die Aussichtstürme mit Strafgefangenen bestückt werden, die eine zweite Chance bekommen. In anderen Regionen wird es als eine große Ehre angesehen, das eigene Volk vor der Gefahr aus der Nacht zu beschützen und so gibt es ein großes Auswahlverfahren, um die neuen Wachmannschaften zu bestimmen. Ob auf die eine oder die andere Weise, Wachleute in den Aussichtstürmen genießen ein großes Ansehen, da sie für ein sicheres Gefühl in den Gesellschaften sorgen.

Die Türme sind zugleich kleinere Nachbauten von ungleich größeren Vorbildern aus einer alten Zeit, aus der der Zweck der Türme nicht überliefert werden konnte, da die zugehörigen Schriften verblasst sind. Aus mündlichen Erzählungen ist überliefert, dass damals auf das Meer gerichtet waren, um rechtzeitig Gefahren erkennen zu können. Diese alten Aussichtstürme tragen das Zeichen der Sonne auf der Seite zum Ozean hin und haben auf den Dächern große Lupenkonstruktionen, die mittlerweile zum größten Teil zerstört oder blind geworden sind. Hierzu gibt es die zwei Theorien: eine besagt, dass man durch die Lupengläser weiter entfernte Dinge schärfer erkennen wollte, andere wiederum besagen, dass man mit ihnen das Licht der Sonne bündeln und Vecors Zorn entfesseln könne. Sollte dies der Zweck gewesen sein, hat man diese Lupen jedoch absichtlich nicht in die neuen Türme mit eingebaut, da die Vampire eh in der Nacht kommen und somit keine Sonne nutzbar wäre. Zudem hat sich der Glaube auf der Insel verändert und Vecor ist nicht mehr der alleinige vorherrschende Glaube.

Das Aussehen der Türme variiert dabei je nach Kultur und teilweise auch innerhalb der Kulturen je danach, welche Materialien gerade zur Verfügung standen, als die Türme neu gebaut oder alte baufällige erneuert wurden. Dennoch sind sie alle etwa acht Meter hoch, um über Kilometer hinweg ein Blickfeld zu haben. Nach außen hin gibt es eine Gemeinsamkeit: Um die Vampire daran zu erinnern, dass dies das Gebiet des Tages ist, wurden den Vorbildern gleich große Sonnenscheiben an die Außenseite angebracht – unübersehbar für jeden Besucher der Plattformen über der Wolkendecke.


Verehrung:
Auf beiden Ebenen des Kontinents Z werden Aspekte von Lania in einer besonderen Weise verehrt. Auf der Ebene unter den Wolken ist Lania die Herrin der Vampire und ihr Aspekt des Blutes wird von den Vampiren gelebt. Durch die weite Verbreitung der Vampire ist das Blut in allen Gegenden verehrt und gleichermaßen (von den Nichtvampiren) gefürchtet. Für diese Verehrung ist das Land selbst maßgeblich. Aus Sicht der Vampire (und wahrscheinlich auch so einigen anderen) ist der Kontinent Z eine Verkörperung von der Göttin der Vampire. Die Form des Kontinents spielt da natürlich auch mit rein. So wird die Wolkendecke als ein Segen von Lania angesehen, damit ihre Kinder auf dem Kontinent auch eine Lebensgrundlage haben. Ein zweiter noch viel wichtigerer Punkt ist allerdings die Versorgung mit Blut. Jenes Blut stammt von den Lebenden, die auf den Bergen oberhalb der Wolkengrenze leben.

Damit ergibt sich nun ein geographisch-körperliches Gleichnis, welches aus der Ansicht, dass der Kontinent Lania verkörpere, entstanden ist: Die Plattformen, auf denen die Lebenden ihr Leben verbringen, werden von den Vampiren als ihre Brüste angesehen, von denen die Mutter Lania ihre Brut, die Vampire, nährt, denn durch die Tribute der Oberwelt an die Vampire bekommen sie von dort ihre Nahrung und die Lebensgrundlage.

Dass die Vampire den Kontinent als Lanias Verkörperung ansehen, gibt es noch eine weitere Konsequenz: Um die Fruchtbarkeit Lanias nicht zu verlieren und ihr ebenfalls Nahrung zukommen zu lassen, gibt es ein monatliches Ritual, welches zur Zeit des Blutmondes ausgeführt wird. Die Tage, in denen der Blutmond am Himmel steht, ist für die Vampire eine Fastenzeit, denn in dieser Spanne darf nur der Kontinent das Blut der Lebenden zu sich nehmen. Es findet eine Art wilde Jagd statt, in der die Vampire ausziehen und Lebewesen töten und ausbluten lassen, um ihre Verehrung der Göttin gegenüber zu zeigen. Dies ist besonders am letzten Tag der Jagd sehr gefährlich, da sie durch die fehlende Blutaufnahme stark geschwächt sind. Unter den Vampiren wird das als ein deutliches Zeichen der Selbstaufopferung angesehen und somit als eine der höchsten Ehrerbietungen Lania gegenüber.

Hinzu kommt, dass lediglich von Lania erwählte Lebewesen transformiert und zu Vampiren gemacht werden dürfen. Diese Lebewesen stammen von den Lebenden über der Wolkendecke und sind bei den Tributen, die von den Lebenden an die Vampire gemacht werden müssen. Es sind Geschenke Lanias und es heißt, dass rothaarigen unter ihnen vom Blut erwählt wurden und somit transformiert werden dürfen.

Auch an der „Oberwelt“ gibt es eine Verehrung Lanias. Jene Verehrung lässt die Lebenden regelmäßig Tribute an die Vampire abgeben. Dies sind Kinder, die gerade die Geschlechtsreife erlangt haben. Pro Plattform muss dabei in jedem Zeitraum ein rothaariges Kind abgegeben werden. Die Tribute werden nach jedem Blutmond abgegeben und sorgen dafür, dass die Vampire die oberen Welten weitestgehend in Frieden lassen. Es gibt oben teilweise auch Schreine, in welchen Lania dafür angebetet und gebeten wird, dass sie ein einigeraßen friedliches Leben ermöglicht.

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Re: Bearbeitete Begriffe

Beitragvon Ikelos » So 26. Okt 2014, 20:50

Nicolaj hat geschrieben:Woche 2, Kontinent Z: Made, Feldspat, Amok

Made
Der Kontinent Z besitzt in seiner unteren Ebene eine Problematik. Durch die Wolkendecke gedeiht hier unten zwar auch eine Flora, die für einen großen (Ur-)Wald angemessen ist, doch hat sich die Flora dabei maßgeblich gewandelt. Während es in den oberen Ebenen normales Nutzvieh gibt, hat sich auf der untere Ebene im Laufe der Jahrhunderte eine andere Lebensform durchgesetzt, welche sich an die Lebensverhältnisse angepasst hat. Es sind gewaltige Maden, welche aus der Unterwelt des Kontinents, genauer gesagt dem Innenleben, stammen.

Ursprünglich wurden die Maden von den Zwergen gezüchtet, da sie an den unterirdischen Raum perfekt angepasst sind, wenig Bedürfnisse haben und in entsprechender Größe ein möglicher Fleischlieferant sind, ohne an die Oberfläche zu müssen und sich dort den Vampiren auszusetzen. Normale Rinder lassen sich in ihren unterirdischen Reichen schlecht züchten, weswegen man auf diese Form der Fleischgewinnung zurückgegriffen hat. Im Laufe der Zeit wurden sie also größer und mit festerem Fleisch gezüchtet und man hat sie auch für Transportarbeiten in den Bergwerken eingesetzt. Es geschah dann irgendwann, dass die Maden sich durch einen schlichten Zufall den Weg in die Freiheit bahnen konnten.

Einmal ausgesetzt, haben sich die großen Maden weiter und weiter verbreitet. Dies war aufgrund einer Besonderheit möglich, die durch die besondere Zucht der Zwerge aufgetreten ist: Diese spezielle große Made des Kontinents Z wurde so gezüchtet, dass sie nicht die nächste Entwicklungsstufe erreichen kann und ihr Leben lang im Madenstadium verbringt. In der tiefen Ebene von Z hat sie sich dahin entwickelt, dass sie überleben kann. Das bedeutet, dass sie wie die Maden der Mücke kleine Stummelfüße haben, mit denen sie sich besser fortbewegen können und auch, dass sie eine härtere Schale entwickelt haben, mit der sie kleinere Fressfeinde abwehren können.

Mittlerweile haben sie sich in das normale Bild der Fauna eingefunden und sind ein fester Bestandteil von dieser. Die Maden, deren Größe zwischen der eines Mastschweins und eines Rinds schwankt, sind weit verbreitet und bestimmen dadurch auch das Bild des Kontinents. Man findet sie oft in feuchten Gebieten, und besonders häufig dort, wo Leichen liegen. Sie sind Aasfresser und orientieren sich an den Jagden von Vampiren.

Die zivilisierten Bewohner der unteren Ebene haben sich die Maden bereits zunutze gemacht. Sie haben den Versuch unternommen, die aus der Domestizierung entkommenen Maden erneut zu domestizieren und hatten dabei durchaus Erfolg. Mittlerweile werden sie auch dort in Notfällen zur Nahrungsgewinnung eingesetzt, da sie sehr reich an Proteinen sind und somit zumindest einen Grundbedarf decken können. In Reiseberichten will man aber auch schon gelesen haben, dass Maden vor Karren gespannt und als Lasttiere eingesetzt wurden. Auf diese Weise haben sie auch auf den Wohnplateaus Berühmtheit erlangt. Dort konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen, da man in diesen Regionen vermehrt auf die normalen Tiere aus der Zucht setzt, seien es Rinder, Hühner, Schweine oder Pferde. Dort schaut man mit Entsetzen und
Faszination herunter und ist noch einmal froh, dass man gesegneterweise über der Wolkendecke leben darf.


Feldspat
Der Feldspat an sich bildet im Grunde überall eine wichtige Rolle, da er (zumindest auf der Erde) eines der wichtigsten Gesteinsbildenden Minerale der Erdkruste ist. Dies bedeutet, dass die Zwerge bei ihren Arbeiten zwangläufig darüber gestolpert sind, wenn sie in eine bestimmte Tiefe gedrungen sind. Feldspate besitzen nun keinen besonders großen wert, sind aber relativ hart und durch ihre unterschiedlichen Farben und zum Teil auch Farbverläufe dazu geeignet, zur Zierde in der freien Wildbahn eingesetzt zu werden. In den Reichen der Zwerge wurde der Feldspat seltener genutzt, da er eben kaum einen Wert hat.

In einer Zeit, in der die Wolkendecke noch nicht vorhanden war, haben hauptsächlich die Zwerge den Kontinent bevölkert und waren auch stark außerhalb ihrer unterirdischen Reiche vertreten. Es gab oberirdische Reisen und auf den größten Bergen, in denen damals die großen Zwergenreiche zu finden waren, hat man aus den Feldspaten auf diesen Reichen, auf den flachen Bergrücken wo heute die Menschen etc. leben, große Konstruktionen errichtet, die ihrem Gott Astak gewidmet waren. Diese Konstruktionen waren gigantische Zwergenrunen, in die man Tempel gebaut hat. Sie hatten damals einen Zweck: Diese Runen waren in ihrer Gesamtwirkung verantwortlich für die Macht und den Einfluss der damaligen Zwerge. Sie verliehen ihnen Stärke und waren dafür verantwortlich, dass sie den Reichtum des Landes für sich hatten. Erst, als die Runen anfangs noch vernachlässigt und später von Neidern und Zwisten innerhalb der Zwerge beschädigt wurden, begann der Einfluss der Zwerge zu schwinden und nach und nach zogen sie sich in ihre (noch heute existenten) Machtzentren in den Bergen zurück. Eine andere Geschichte erzählt, dass die Runen nach dem Einschlag von Drakhtar auf der Enwe und die dadurch entstehenden Beben und Vibration so erschüttert wurden, dass sie einfach zersprungen sind.

Was blieb sind die Überreste der Runen. Sie sind natürlich nicht mehr in dem Maße existent wie einst, doch kann man die Ruinen der Runen vielerorts finden. Für die Theorie von Drakhtars Einschlag spricht, dass im Land unter den Wolken überall weit verbreitet große Brocken von bearbeitetem Feldspat zu finden sind. Zum Teil wurden sie absichtlich dort gesetzt und als eine Art Wegweiser benutzt, zum Teil stammen sie aber auch von den Runen. Mal sind sie klein, mal sind sie einige Meter groß, doch immer kann man noch eine leichte Magie spüren, die von ihnen ausgeht.

Heute ist der Ursprung der Feldspate meist vergessen, doch es gibt eine Legende. Es heißt, dass die Herrschaft der Vampire gebrochen werden kann, wenn auch nur eine einzige der Runen wieder aus den Splittern zusammengesetzt wird. Dazu ist lediglich nötig, dass ein Großteil, also über die Hälfte der Runen, aus den ursprünglichen Feldspaten wieder zusammengesetzt wird und die andere Hälfte aus neu gewonnen erstellt wird. Sobald dieser Zustand eingetreten ist, werden die Zwerge sich mit ihrer neuen alten Macht und Stärke erheben und die Herrschaft der Vampire beenden. Sollten die Vampire dieses Geheimnis jedoch erfahren, ist es wohl wahrscheinlich, dass der trügerische Frieden brechen wird und sie alles daran setzen, diesen Umstand zu verhindern.


Amok
In der Welt unter den Wolken gibt es einen Geheimbund, welcher „Wurzelwerk der Macht“ genannt wird. Gemäß dem Begriff Wurzelwerk ist auch dieser Geheimbund weit verzweigt und quasi in allen Ecken des Kontinents zu finden. Das „Wurzelwerk der Macht“ ist ein Bund, welcher Menthir verehrt und danach strebt, die Herrschaft der Vampire zu beenden. Zu diesem Zweck gibt es eine Organisation, welche einen inneren und einen äußeren Zirkel umfasst. Der innere Zirkel des Bundes ist sich bewusst, dass er im Namen Menthirs handelt, und es ist das ausgesprochene Ziel, selbst irgendwann die Macht auf dem Kontinent an sich zu reißen, oder zumindest ein Machtvakuum zu erzeugen, in dem man selbst möglichst viel davon ansammeln kann.

Nach außen hin gibt man sich als ein Orden von Phrenesis, welcher die Vampire zerschmettern will, da auch die Methoden mehr zu Phrenesis als zu Menthir passen. Im Namen von Phrenesis sammelt man Jünger, welche man schließlich dazu bringt, dass sie endlich im Kampf gegen die Vampire eingesetzt werden können. Da sie allerdings nur kleine Fußsoldaten sind, sind sie ersetzbar, wenn auch emotional aufgeladen in den Kampf geschickt.

Schließlich, wenn sie in den Einsatz geschickt werden, geht es darum, bei den Vampiren unter wenig Achtung des eigenen Lebens möglichst viel Schaden zu verursachen. Es sind Himmelsfahrtkommandos, von denen keiner mehr zurückkehrt. Um die Hemmungen dabei zu verlieren, werden vor dem Einsatz Drogen genommen, die den Geist benebeln. Unter Opiaten werden die Gotteskrieger dann losgeschickt und haben schon so manchen Schaden angerichtet und die Vampire damit in Angst und Schrecken versetzt. Sie sind stets wachsam und werden damit in ihrem Handlungsspielraum zumindest eingeschränkt.

Das „Wurzelwerk der Macht“ schärft allen seinen Kriegern des äußeren Zirkels ein, dass sie nichts verraten dürfen. Dass sie auf Drogen gesetzt werden und damit bis zum Tod kämpfen ist auch ein Teil der Verschleierung der wahren Ursprünge dieser Angriffe, damit nicht nach ihnen geforscht werden kann und die Drahtzieher unter einem Deckmantel sitzen.

Die Amokläufe werden meistens von Gruppen von 20-30 Leuten durchgeführt. Man nimmt dafür die verzweifelten Leute der Gesellschaft, die selbst schon Verluste erlitten haben und somit leichter für den Kampf aufzuwühlen sind. Ein gerne gewählter Zeitpunkt für die Anwerbung neuer Mitglieder ist nach den Blutmonden, wenn die Vampire Jagd gemacht und viele Hinterbliebene erzeugt haben. Vielen werden die Angriffe auch als Racheaktionen verkauft, weshalb die meisten Leute auch nicht nach dem Decknamen Phrenesis fragen.

Menthirs innerer Zirkel des „Wurzelwerks der Macht“ umfasst etwa 900 Mitglieder, welche etwa 100 Enklaven über den ganzen Kontinent haben. Die Vampire zu vertreiben ist eines der Ziele des Bundes, ein weiteres Ziel, welches allerdings nur wenige Mitglieder kennen, ist die Wolkendecke zu vertreiben, da Menthirs Schleier der Tabula Rasa der einzige ist, der von Menthir geduldet wird. Man hofft, dass mit dem Verschwinden der Vampire auch die Wolkenschicht verschwindet.

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Re: Bearbeitete Begriffe

Beitragvon Ikelos » So 26. Okt 2014, 20:51

Nicolaj hat geschrieben:Woche 3, Kontinent Z: Seefisch, Setzer, Beleidigung

Seefisch
Einst war der Kontinent Z umgeben von vielen reichhaltigen Fischgründen. Es gab unterschiedlichste Sorten und ein beinahe unerschöpfliches Vermehrungspotential. Es war eine wichtige Nahrungsquelle, und mit der Zeit besonders für das Volk der Zwerge. Xorax selbst hatte die Zwerge auf diese Nahrungsvorkommen aufmerksam gemacht und sie auf das Meer herausgeführt, weg von dem Schoße ihrer Berge. Astak war unglücklich darüber und es entbrannte ein Streit, ob die Zwerge zur See fahren sollten. Die Xorax-Zwerge lieferten jedoch gute Argumente in Form von endlosen Fischlieferungen, mit denen sie den Kontinent zu versorgen wussten.

Schließlich war es soweit. Eines Tages fuhren die Zwerge auf die Wasser hinaus, um neue Beute zu machen, doch sie fanden keine Schwärme mehr. Keine Kupferbrassen, keine Goldsalmler, und keine Hammerschmerlen, die sich in ihren Netzen verfingen, nicht einmal die tranig schmeckenden großen Fassflössler waren aufzutreiben. Tagelang ging es so, dass die Zwerge nach den Schwärmen suchten, doch je weiter sie sich auf das Wasser hinauswagten, desto weiter schienen die Fische zu verschwinden, ganz so wie ein Fluch, der die Fische von den Zwergen des Kontinents abstößt. Und nicht nur auf den Ozeanen war es so, auch in den Flüssen und Meeren auf dem Kontinent selbst war kein Fisch mehr zu finden. Die Fische, die nicht verschwinden konnten, schienen an einer rätselhaften Krankheit zugrunde gegangen zu sein. Niemand konnte dies erklären, und zugleich war dies auch der Niedergang des Glaubens an Xorax, denn er konnte seine Anhänger nicht mehr in dem Maße versorgen, welches sie erwarteten, und so waren sie enttäuscht und kehrten in den Schoß der Berge zurück, aus welchem sie entrückt waren.

Im Laufe der Jahre gab es ein Lebensraumvakuum, welches sich anderweitig gefüllt hat. Noch heute sind die Fische nicht zurückgekehrt, aber andere Lebewesen haben den Weg in die Gewässer gefunden, denn andere Tiere waren noch vorhanden. Meeresbewohner wie Muscheln, Krebse oder Hummer, ebenso wie Plankton. Es entwickelten sich auch neue, nicht genießbare Wesen, die Jagd auf die kleineren Seebewohner machten, und wenn diese einmal den Hunger nicht stillten, wurden andere Jäger zu gejagten.

Die Gewässer sind ein gefährlicher Raum geworden. Lebensfeindlich für alle, die nicht vorbereitet sind. Und doch gibt es wagemutige, die den Seeweg auskundschaften wollen, um versunkene Schiffe ausfindig zu machen, auf denen Schätze zu finden sein sollen, welche niemals die innerkontinentalen Anlegestellen erreicht haben. Die See bietet Schätze und Gefahren. Und wenn schon Fisch, dann tödlichen Fisch.

Und doch gibt es ein Geheimnis um das Verschwinden der Fische, welches, so offengelegt, die Zwerge des Kontinents in große Ungnade stürzen wird. Selbst von den heutigen Zwergen weiß kaum noch einer davon, doch in einer tief verborgenen Kammer des Heiligtums von Astak befindet sich eine heilige Reliquie von Xorax, welche der Endlose Fische genannt wurde. Sie ist eingesperrt und korrumpiert worden, und es heißt, dass erst nach ihrer Läuterung die normalen Fische wieder zurückkehren und die See bevölkern werden. Geschichten sprechen auch davon, dass Xorax seinen Vater mit der Einkehr der neuen Seebewohner strafen wollte. Vielleicht wird diese Strafe dann auch beendet sein und die See wieder ein ruhiger Ort


Druckfehlerteufel (Saetter)
Trotz jeglicher Unwirtlichkeiten ist Z ein Kontinent, welcher schon so manche Form der Zivilisation erringen konnte, so um Beispiel den Buchdruck. Bücher sind ein teures Gut, aber sie sind vorhanden und zumindest ungebundene Botschaften werden immer wieder gedruckt und als Briefe unter der gebildeten Bevölkerung verschickt. Bücher selbst werden in Kirchengemeinden und an Horten des Wissens benötigt und auch in großer Zahl gekauft, aber es gibt auch private Liebhaber der Bücher und einige Sammler mit großen Bibliotheken, welche einige tausend Silberlinge wert sind.

Und wie es so oft ist, ist auch die Erfindung der Buchdruckkunst einem glücklichen Zufall geschuldet. Bei einer Expedition in die tiefen Ebenen von Z wurde abgelegen in einer kleinen Höhle eines alten längst verlassenen Gnomenreichs eine Maschine gefunden, die alle den Setzer nannten. Den Sinn und Zweck dieses Setzers hat man erst lange Zeit später entdeckt, doch seitdem werden nach dem Vorbild des Setzers neue Maschinen der gleichen Art gebaut. Der Setzer ist der Urtypus und das Vorbild der heutigen Druckmaschinen, und wie bei den großen Aussichtstürmen sind die Kopien des Setzers nur kleinere Formen, die aber dennoch ihren Zweck verrichten. Es scheint ein Leitbild des Kontinents zu sein, dass man sich den Errungenschaften aus der Vergangenheit bedient und diese in der aktuellen Zeit neuentdeckt. Lässt sich hier eine Art Renaissance feststellen?

Der Setzer verhalf den Zivilisationen über den Wolken zu einem neuen Schritt in der Technologie und das geschriebene Wort sorgte dafür, dass sich Wissen deutlich schneller verbreiten kann. Aufgrund des Setzers ist auf den Hochebenen von Z eine Hochkultur entstanden, deren technologischen Fortschritten sich unnatürlich schnell verbreiten und zu ungeahnten Höhen führen.

Zu ungeahnten Höhen? Und warum ist das Gnomenvolk des Setzers dann zugrunde gegangen? Nein, der Setzer ist eine Maschine mit großem Potential, doch ist der Schöpfer der Gnome Erep Ised, und er hat seine Finger mit drin in dieser Maschine. Es war nicht boshaft, eher als ein Scherz gemeint, dass der Setzer keine perfekte Maschine ist, aber sie hat einen Makel von ihm bekommen. Dann und wann, wenn Schriften gedruckt und vervielfältigt werden, schleicht sich in den Apparatus ein göttlicher Druckfehlerteufel ein und macht die kopierten Schriften durch kleine Abänderungen zu wertlosem Gefasel, oder gar zu gefährlichen Anleitungen für das eigene Verderben. Es passiert unregelmäßig, aber durch das genaue kopieren des Setzers kann es an jedem kleineren Setzer ebenfalls vorkommen. Niemand weiß genau, warum es passiert. Und meistens passiert es in den Büchern, die nicht nach dem Druck Probe gelesen werden, ob auch alles stimmt, und so gehen viele wertvolle Informationen, viel wertvolles Wissen verloren.

Der Druckfehlerteufel ist jedoch bekannt, und man versucht bereits seit einiger Zeit, eigene, zuverlässige Apparaturen zu entwickeln, die jenen Teufel nicht beinhalten. Doch Erep Ised sitzt noch immer der Schalk im Nacken und so ist es ungewiss, wann die Druckkunst in großer Breite zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen wird.


Beleidigung (offense)
In früheren Zeiten des Kontinents war der Glaube auf Z stark monotheistisch geprägt und Vecor hatte sehr viele Anhänger, da er die Sonne am Himmel ist und damit von jedem gesehen wird und jeden erreicht. Zu der Zeit hat sich auch der Glaube entwickelt, dass Vecor die Menschen und anderen Lebewesen erschaffen habe und diese am Leben erhält. Es waren also seine Schöpfungen, und er als Gott schien unfehlbar und allmächtig zu sein.

In dieser Zeit entwickelten sich eine Sitte und ein Grundsatz. Es gab Möglichkeiten, andere zu bekämpfen und einen Streit mit ihnen auszuführen, doch war es unter Strafe verboten, jemand anderes zu beleidigen, denn wer jemand anderes beleidigt, setzte diesen herab. Man deutete also an, dass das Wesen unvollkommen und schlecht ist, und somit ging diese Beleidigung auf den Schöpfer des Wesens zurück – auf Vecor, welcher sich selbst nicht beleidigen ließ und somit seinen Priestern die Aufgabe stellte, jene die beleidigten zu jagen und als Häretiker zu bestrafen.

Es klingt nach einer sehr harten Strafe, doch hat sich dieser Umgang miteinander auch in den späteren Zeiten durchgesetzt und Beleidigungen wurden nur sehr selten ausgestoßen. Im Gegensatz zu unserer eigenen Welt sind Beleidigungen starke Begriffe und Angriffe, die das Gegenüber verletzen und herabsetzen sollen. Sie gilt als legitimer Grund, eine Fehde auszulösen und wird dafür auch oft genutzt. Die harte Sitte, jemanden als Häretiker zu bestrafen, hat sich dann zurückgezogen, als der Kontinent sich für weitere Götter öffnete und es klar wurde, dass Vecor nicht der einzig wahre Schöpfer und allmächtige sein kann.

Eine unachtsam ausgestoßene Beleidung steht dennoch unter Strafe, und wer dabei erwischt wird, dass er jemand anders ohne guten Grund beleidigt (was von der Art der Beleidigung abhängt, und fadenscheinige Erklärungen werden gleich abgeschmettert), muss er eine Kompensation leisten und seinen guten Namen bewahren und eine Zahlung leisten, die von der Schwere der Beleidigung abhängig ist.

Es gibt jedoch nicht nur normale Beleidigungen, sondern auch mit Macht gesprochene Beleidigungen. Aus dem alten Glauben, nicht nur den Menschen, sondern auch den Gott dahinter zu beleidigen, ist ein Zweig der Magie entstanden, welcher Beleidigungen als ausgestoßene Diktate benutzt und Menschen eines anderen Glaubens, so die eigene Überzeugung groß ist, durch diese Beleidigung in Zweifel geraten lässt und sie sogar körperlich schwächen kann. Eine Beleidigung mit Macht zu versehen, macht einen wahren Kraftausdruck daraus, welcher sein gegenüber arg ins Wanken bringt.

Man darf sich nicht vorstellen, dass nun jeder Priester den ganzen Tag Verwünschungen sprechen kann, und damit die Leute schwächt. Vielmehr funktioniert die Magie durch die starken Gefühle, die in einem entstehen und durch die Beleidigung ausgestoßen werden. Auch ist es so, dass nicht nur Priester diese Macht erlangen können, aber sie sind empfänglicher für diese Macht, da der Ursprung der Beleidigung aus dem göttlichen Ziel entstanden ist. Es ist allerdings lediglich Priestern in einem gewissen Rahmen erlaubt, da sie es in einem göttlichen Auftrag tun und man ihnen nicht zuschreibt, dass sie unbedacht in ihren Handlungen wären. Diese Magie ist eine Besonderheit von Z, denn sie ist aus der Überzeugung einer alten Tradition entstanden und hat sich so noch nirgendwo anders entwickelt.


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