Drachen-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

"Come not between the dragon, and his wrath." - William Shakespeare, in King Lear
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Marnarn
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Drachen-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

Beitragvon Marnarn » Di 23. Sep 2014, 17:25

Die Bewertungsschablone:

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[u][size=150]Bewertung - Drache "Hier Name" (Woche Nr. X)[/size][/u]

[u]Punktevergabe[/u]

[i]Abgegebener Drache:[/i] x/1

[i]Erstellte Aspekte:[/i] x/6

[i]Erstellte Gaben und Talent:[/i] x/2

[i]Zusatzpunkt ([i]overall quality[/i]):[/i] x/1

[i]Zusatzpunkt (Bester Drache):[/i] x/1

[i]Kritikpunkte:[/i]
[list=1][*]
[*]
[*][/list]

[i]Kommentar:[/i]


Des Weiteren schlage ich vor, dass wir am Ende die Punkte in einer übersichtlichen Tabelle zusammenfassen. Ich stelle sie in Code und Umsetzungsform vor.

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Viel Erfolg in der Bewertungsphase! :)
"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana

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Re: Drachen-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

Beitragvon Marnarn » Fr 26. Sep 2014, 19:31

Bewertung - Drache "Covis bor M‘Kantto" (Woche Nr. 1)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Ich fand zuerst befremdlich, dass du einen Drachen als erste Abgabe formuliert hast, der so allem widersprach, was du als Drachen in unseren ersten Diskussionen zu den Schuppenechsen und ihren Eigenarten formuliert hast. Der Drache hätte trotz dieser Abkehr dies dennoch erfüllen können, in dem ein Zusammenhang hergestellt worden wäre. Hätte dieser zum sonstigen Drachenwesen existiert, hätte er ein noch viel beeindruckenderer Drache werden können.
  2. Dass aus dem eisernen Kanzler ein kleinkarierter, weil nur stadtstaat-basierender rostiger Kanzler wird, fand ich einen sehr schönen Twist.
  3. Der Status quo ist sicherlich der deutlichste Bezug zu Bismarcks späterer Außen- und zum Teil auch Innenpolitik. Ich finde es gelungen, dass es dennoch kein bismarckscher Status quo ist, sondern nur eine Anleihe, will Covis doch eben keinen Krieg, während Bismarck das Gleichgewicht der Kräfte eher in einem Spannungsverhältnis sieht.
  4. Das lebende Vertragswerk finde ich ebenso gelungen, hätte mir hier jedoch vielleicht noch einen Absatz zur Geheimdiplomatie gewünscht. Das hätte dem Ganzen noch einen weiteren Anstrich des 19. Jahrhunderts verpasst, und trotzdem Möglichkeiten der Differenzierung gegeben.
  5. Wesen der Flamme – Ich hatte in meinem ersten Kommentar bereits geschrieben, dass du hier viel Potenzial durch einen nicht aufgelösten Widerspruch verschenkt hast. Wesen der Flamme und Ruhepol? Das hätte vielleicht die letzten 60 Worte gebrauchen können, die du überhattest. Eine Anmerkung am Rande: Wir scheinen instinktiv viele Drachen mit Feuer und vor allem Vulkanen zu verbinden: Das könnte ein entscheidender Hinweis auf die Erstentstehung der Drachen geben!
  6. Ich kann den Nutzen des Wahrheitsaspektes nachvollziehen und sehe ihn im Rahmen des Drachen als sehr passend an. Allerdings finde ich ihn etwas dröge. Vielleicht hätte ein integrierter Konflikt etwas geholfen.
  7. Der Tyrannenaspekt bildet den Bezug zu dem Drachen, wie du ihn mir einstmals vorgestellt hast und hat mich im Gesamtkonzept sehr beruhigt, da der Drache ansonsten wenig chaotisch, wenig imperialistisch-expansiv oder zerstörerisch wirkt. Vielleicht hätte es den Drachen aufgewertet, in der Hinsicht der Schlussproblematik seines möglichen Ablebens, dass er vielleicht tödlich krank ist?
  8. Der Stoaaspekt stellt den Drachen, trotz seines jungen Alters, als Epitom des Denkers hin. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, er durchschaut Lügen und Wahrheit. Er ist vielleicht sowas wie das Idealbild des Herrschers, das gleichwohl unter Menschen eher irreale Idealbild. Insofern gelungen, weil es ihn nochmals vom sehr emotionalen Bismarck entfernt. Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt war, aber den Schluss, diese Schlusslüge, dass er sich frei von der Herrschaft der Aspekte mache, fand ich auf Metaebene sehr gelungen, weil so augenscheinlich unwahr.
  9. Die beiden Gaben ergänzen das Konstrukt gut. Ich hätte mir für eine Topbewertung gewünscht, dass sie nicht immer nur auf den Wahrheitsaspekt anspielen, da er ja doch etwas mehr bietet. Aber es ist dennoch gut.

Kommentar: Ein guter Beginn für diese Challenge, ein interessanter Drache, der sehr vielseitig genutzt werden kann, auch ab von seinem Stadtstaat, jedoch mir am Ende etwas sehr auf diesen Wahrheitsaspekt eingeengt wurde durch die Gaben. Hat freilich ein interessantes Vorbild, ohne ihm zu strikt zu folgen und lässt Platz für eine breite, eigene Interpretation. Die Gesamtqualität ist hochwertig, jedoch fehlt ein wenig zum besten Drachen der Challenge, da ein paar Widersprüche nicht aufgelöst werden.

Bewertung - Drache "Dissipatus" (Woche Nr. 2)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Dissipatus hat eine interessante Beschreibung. Zwei Drachen, die ersten beiden in Rottönen. Hat das eine Bedeutung? Magst du die Farbe für Drachen? Die geographische Beschreibung fand ich etwas fad.
  2. Der Hirte in fremden Herden – Wie dieser Aspektname wohl entstanden ist? ;) Ich finde diesen Aspekt sehr gelungen. Gibt einen lebhaften modus operandi wieder.
  3. Du tust gut daran, Manfred von Richt...äh, den roten Baron als Namen im nächsten Aspekt zu erklären, sonst hätte das gefehlt im ersten Aspekt. Das ist für mich schonmal wertvoll. Den Verweis auf den ersten Weltkriegsflieger (neben dem blauen Max) fand ich sehr sinnig. Allerdings hätte hier noch ein bisschen Pep oder eine kurze Anekdote gut getan.
  4. Ein Feuer braucht Nahrung. Feuer, das zentrale Element, wie es scheint. Finde den Aspekt gut, gerade in Hinblick auf die Seelenjagd und seinen eigenen Namen.
  5. Dracotopia ist für mich ein Aspekt, der per se spannend ist, aber an dem vielleicht die Feile ranmüsste. Wie stellt er sich das genau vor? Oder zumindest ein Nebensatz darüber, wie viele Drachen dort leben oder ob er alleine ist, wäre sinnig gewesen, um dem Ganzen eine greifbare Dimension zu verleihen. Wenn Dracotopia nur Herrschaft der Drachen oder eines Drachen unter der Verachtung der Götter ist, fände ich den Begriff etwas verschenkt.
  6. Wie heizt er seine Höhle? Ich fand den Rückgriff auf christliche Bilder interessant, aber im Enwekanon nicht endlos gelungen. Die Schlange hat hier keine Erkenntnis geschenkt, denn dieses Bild haben wir mit Menthir bewusst umgedreht, zudem ist die Schlange hier nicht göttlich-inspirierter Akteur. Das ändert nichts daran, dass ich dem Aspekt etwas abgewinnen kann. Da er auch wirklich mal ein einschränkender Aspekt ist.
  7. Bezüglich der Gaben war hier bei dem Drachen zum einen etwas enttäuscht, zum anderen belustigt. Die Elmsfeuergabe finde ich nicht überzeugend, weil ich unter Elmsfeuer keine wirklichen Brände verstehe, zudem fand ich die Umschreibung der Zahlung von Schicksalspunkte nicht übermäßig gelungen, weil in diesem Part sonst immer eher Regelsprache herrschte. Den Gottesbekrieger fand ich als Wort gelungen, und durch die simple Darstellung auch eingängig.

Kommentar: Auch den zweiten Drachen finde ich qualitativ gut, was sich in der Punktvergabe widerspiegelt, doch auch hier hast du durch Kürzungen an manchen Stellen etwas Potenzial verschenkt, gerade beim roten Baron und der Schlange, sodass ich ihn nicht zum besten Drachen küren werde. Ich denke, dass seine geographische Ausgangslage sich nicht in seinen Aspekten aussagekräftig wiederfindet. Vielleicht wäre es aussagekräftiger gewesen, wenn er in den Ruinen einer alten Drachenfeste lebte, welche Drachen allenenthalben anzieht und mit der Dracotopia verbunden ist?

Bewertung - Drache "Ru Chou" (Woche Nr. 3)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Der erste Gedanke bei Ru Chou kommt vom Aussehen her nahe an Shenron heran. Das finde ich als Dragonball-Fanboy natürlich sehr schön. Allerdings habe ich hier auch gleich eine kleine, qualitative Anmerkungen: Du nutzt zwei Schreibweisen, wahrscheinlich weil du nicht aufgepasst hast. Ru Chou und Ro Chou. Ich werde ihn im Weiteren dennoch Ru Chou nennen, auch wenn du das nicht auflöst.
  2. Sehr schön verstehst du es abermals, nicht nur neue Fakten für die Welt zu schaffen, sondern bestehende mit aufzunehmen. Dass du ihn nach Chuang versetzt und ihn mit der Storm of Vengeance-Kampagne verbindest, finde ich sehr schön. Das drückt der erste Aspekt sehr gut aus, der auch gleich restriktiv für den Drachen ist. Sehr gelungen.
  3. Die Zwei-Welten-Philosophie macht es sehr naheliegend, die Illusion zu nutzen. Spannend wäre, ob die Delilik-Gläubigen deswegen gefeit sind vor dieser Ablenkung? Auch ein sehr gelungener Aspekt.
  4. Im dritten Aspekt ist der Verweis auf Gilheritat sicher ein Eyecatcher, aber letztendlich machst du wenig aus dem Aspekt. Wenn er zu Höherem geboren ist, würde man vielleicht eine proaktivere Auslegung erwarten, und warum er sich so fühlt oder was das im Umgang mit anderen Lebewesen bedeutet. Insofern finde ich den Aspektnamen nicht gut gewählt.
  5. Sein Kinderaspekt ist gut und ist sowohl restriktiv als auch motivierend. Ich hätte ihn noch stärker eingeschätzt, wenn du ihn mit seinem Aspekt, der ihn zu etwas Erwählten machen könnte, verbunden hättest, sodass zwei widersprechende Aspekte entstanden wäre: Was seine hohe Geburt von ihm erwartet / seine Loyalität zu seinem Nachwuchs.
  6. Im Elefantengourmetaspekt liegt in etwa das Gleiche vor wie im dritten Aspekt. Der Ansatz ist gut und du nutzt ihn als Eyecatcher, aber wenn du ihn in einen engeren Zusammenhang gestellt hättest, wäre er noch schlagender gewesen, weil auch hier das Widerspruchspotenzial zu Aspekt 3 ist. Das hätte also etwas ineinandergreifender sein können.
  7. Sein Verhaltensaspekt finde ich problematisch, weil es ihn recht schwer nutzbar macht zum einen, zum anderen weil ich den Namen in seiner eigentlich Bedeutung misslungen finde. Der ursprüngliche Spruch bedeutet ja genau das Gegenteil. Das hätte ich dann hier zuerst auf erwartet. Wenn man den Namen ändert, sehe ich dennoch das Potenzial, ihn eher als Nebenerscheinung auftreten zu lassen oder das über seine Kinnerchens aufzuziehen. Ich würde also letztendlich den Aspekt für sich stehen lassen und den Namen ändern, dann könnte ich gut damit leben.
  8. Die Talente finde ich stilistisch passend gewählt. Jedoch finde ich das zweite Talent um einen Punkt zu stark, wenn man in der normalen Reichweite von Malmsturm bliebe und das erste Talent ist einfach eine Dopplung des zweiten Aspektes ohne den Aspektteil. Anders ausgedrückt: Warum das Talent nutzen, wenn er das sowieso über den Aspekt lösen wird (mit besserem und spannenderem Ausgang)? Das mag nur an mir liegen, ich finde das Talent jedoch redundant.

Kommentar: Trotz meiner Kritikpunkte finde ich Ru Chou (oder Ro Chou, wie du später vereinheitlichst) gelungen. Er ist nahe an den bestehenden Kanon angebaut und kommt damit eher zum Leben. Leider hast du auch hier wieder genügend Potenzial liegen lassen, dass er nicht zum besten Drachen werden wird, weil du einen Teil der Verpflanzungen in die Spielwelt eher auf Eyecatcher-Maßnahmen beschränkst statt wirklich was daraus zu entwickeln. An sich aber ein spannender Drache, der mit etwas mehr aktiver Einbindung in die Spielwelt sehr viel Potenzial haben dürfte, gerade in dieser zwei-Welten-Theorie, die ja bekanntlich eines bedeutet: Wahnsinn.

Bewertung - Drache "Raspad" (Woche Nr. 4)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 0/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Raspad, der Name hat aufgrund eines Filmes über Tschernobyl gewisse Erwartungen bei mir geweckt. Du hast ihn wahrscheinlich eher als direkte Übersetzung von Zerfall oder ähnliches genutzt. Das ist absolut in Ordnung. Das finde ich sogar witzig in Zusammenhang mit dem Bild (welches ich persönlich geschmacklich nicht mag), aber in dem Zusammenhang aussieht wie My little Pony gone bad.
  2. Den ersten Aspekt schwächst du durch den letzten Halbsatz unnötig ab, wie ich finde. An sich finde ich den Aspekt gut, allerdings sehe ich die Drachen ja sowieso als Seelenjagdpartei, sodass mich der Aufhänger nicht überzeugt, und auch gegen die Götter offen vorgegangen zu sein, ist mir etwas sehr oberflächlich. Vielleicht hätte es geholfen, zumindest festzulegen, welche Gottheit ihn so bestrafte (Ùldna?)?
  3. Das große Spiel finde ich aus demselben Grund auch wenig überzeugend, weil wir die Enwe ja sowieso als Partei festgelegt hatten. Zwar werden die hauptsächlich durch Todesriesen vertreten, doch die Drachen hatten wir zumindest mündlich mal sehr stark daran angelehnt. Ich denke also, dass ein Hinweis darauf, warum es für ihn so persönlich geworden ist, spannender gewesen wäre. Nicht zuletzt ist diese rein persönliche Nutzung der Seelen ja das Besondere und dahingehend hätte auch eine Nennung der Gegner geholfen, es nicht so oberflächlich wirken zu lassen.
  4. Der Krankheitsaspekt reißt mich persönlich nicht, und dass liegt an folgender enwe-eigener Geschichte: Wir haben zwei Pestilenzgötter mit Dagur und Kraa, zudem zählt Ùldna da im weitesten Sinne auch mit rein. Große Krankheiten haben in der Vergangenheit in den Challenges immer wieder eine Rolle gespielt, nicht zuletzt fand mit der Zombiechallenge ein krankheitsbasierender Wettbewerb statt, sodass sich diese einfache Darstellung zwischen Pest und Cholera wie zum dritten Mal aufgewärmte, panierte Pilze anfühlt. Das bedeutet nicht, dass es grundsätzlich falsch ist, dieses Thema aufzugreifen, ganz und gar nicht, aber dass man es etwas ausdifferenzieren muss, um es spannend zu halten. Vielleicht wäre hier eine Anknüpfung an die Zombiechallenge oder eine Abgrenzung zu den Pestgöttern sinnvoll gewesen. So wirkt es oberflächlich und da wir da viel abgedeckt haben, reizt mich Raspad bisher nicht.
  5. In dem Kraaaspekt lässt sich immerhin eine solche Vertiefung finden, dafür einen Daumen hoch. Allerdings fehlt mir hier der restriktive Part. Interessant wäre hier, ob Kraa so den Drachen auch ausbeuten kann (außer durch das Augenscheinliche, dass er Krankheiten verbreitet) oder ob er gar in der Schlinge hängt. Hier wäre wieder nützlich zu wissen, wer ihn in seinen Zustand befördert hat; war es sogar Kraa, sodass sie irgendwie aneinandergebunden sind?
  6. Der Ansatz des Hassaspektes gefällt mir, aber hier hättest du das Erreichbare artikulieren sollen. Damit hat man eine Sanduhr und Kampagnenaufhänger zusammen. Worauf ist der Hass gerichtet? Ist es vielleicht sogar Selbsthass? Hass auf die Götter (dann wird er sein Ziel nie erreichen und der Aspekt macht wohl wenig Sinn), auf einen Gott, auf einen Landstrich, auf andere Drachen, die ihn vielleicht als Sündenbock opferten, um dem Groll der Götter zu entgehen?
  7. Im Verhaltensaspekt gehst du näher darauf ein, was du im Aspekt davor meinen könntest. Das macht einen dieser Aspekte redundant, aber auch hier ist das alles sehr oberflächlich dargestellt mit dem Irgendwann und Sowieso. Zudem bringt der Aspekt auch im Weiteren keine neuen Impulse und ist weitestgehend eine Zusammenfassung seiner anderen Aspekte.
  8. Die Talente/Gaben sind stilistisch wieder passend, aber wie beim Drachen davor, ist die Keimzelle (als Name nett) redundant, weil er genau diese Fähigkeit durch "Zwischen Pest und Cholera" bereits hat. Den Seelenatem würde ich nicht so teuer machen, die Reichweite erhöhen und dafür die Anzahl von Seelen begrenzen (auf jene, die er braucht, um einen Tag zu überleben), sodass es eine Art Nahrungsaufnahme ist, die ihm viel Kraft kostet, um nicht weiter zu zerfallen.

Kommentar: Qualitativ liegt dieser Drache unter deinen vorherigen Drachen. Das liegt für mich daran, dass wir diese Krankheitsgeschichte wiederholt (auch als Kampagnenaufhänger oder Szenenaufhänger oder gar als Challengeaufhänger) hatten. Dadurch ist der "sense of wonder" etwas abgestumpft und die Bearbeitung des Themas benötigt etwas Innovatives oder etwas Spezifizierendes, und das fehlt mir bei diesem Drachen wegen der Oberflächlichkeit. Du reißt alle Themen ein wenig an, wirst aber nirgendwo konkret, sodass sich mir kein wirkliches Bild von dem Drachen ergeben hat, außer dass er ein - und das fand ich witzig - zerfallendes little pony ist. Deswegen kann ich leider keinen Qualitätspunkt geben.

Bewertung - Drache "Ostagara, der Herr der Tiere" (Woche Nr. 5)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Ostagara finde ich auf den ersten Blick gelungen aufgrund seiner Nähe zum Kontinent. Vielleicht wäre ich beim Namen noch weiter gegangen und hätte ihm zum Sinnbild der Natur dort gemacht, also Ostadarra selbst. Wir hatten mal von Ostadarra als Lebensfunke der Enwe gesprochen und das bisher verworfen, weil dann klar wäre, wie man die Welt tötet. Aber das könnte man auf Ostagara vielleicht noch umsatteln.
  2. In der geographischen Beschreibung schreibst du vom Rande seiner Zivilisation. Das ist sicher etwas, was man im Zusammenhang mit dem Gesamtwerk erklären sollte, gerade weil du in Aspekt 1 wieder vom unzivilisierten Land sprichst.
  3. Den ersten Aspekt als eine Art Geburtsaspekt zu wählen finde ich sehr gut. Vielleicht hätte man die Geburtsmacht als eine gewisse Übertragung von einem Teil der Mächte Drakthars auf Ostagara interpretieren können, um es noch enger an die Gesamtchose der Enwemythologie zu knüpfen.
  4. Den zweiten Aspekt mag ich in Hinblick auf die alte Idee, mal ein erwachsenes Pokemonsetting zu entwerfen. An diese Form der Evolutions erinnerte mich dieser Aspekt. Ihn mag ihn, hätte aber dennoch vielleicht einen erklärenden Halbsatz gebrauchen können, in dem ein Beispiel dieser Anpassung gegeben wird. Beispielsweise dass er sich in Zeiten der Trockenheit oder des Nahrungsmangels in eine kleinere Variante verändert oder sowas in der Art. Oder dass er auch vom Fleischfresser dann zum Pflanzenfresser werden kann oder zum Steinbeißer oder, oder, oder. :)
  5. Der dritte Aspekt gefällt mir wegen seiner variablen Nutzung und der möglicherweise sehr schnell schwankenden Verbündetenstatus. Das macht den Drachen schön unvorhersehbar und lässt alles noch in seinem natürlichen Zustand und spricht auch für die nur kurzfristigen Pläne, die Ostagara aufstellt. Ich weiß nicht, ob der Aspektname dafür der Ideale ist, aber sicherlich mag man Könige finden, auf die ein ähnliches Verhalten zutreffen mag. Ich kann mich damit anfreunden, werde aber ein wenig Gewöhnung brauchen.
  6. Bei der Metapher des Soldaten tu ich mich etwas schwer, weil ein Soldat immer im Zusammenhang mit Sold steht und ein Soldat seine Bedeutung nicht in einer Zeit des Friedens verliert, solange kein ewiger Friede irgendeiner Art herrscht. Davon ab finde ich den Aspekt aber klasse, ich hätte ihn vielleicht nur als Epitom des Konfliktes bezeichnet oder irgendwas in der Art, dass er das Gefühl hat, dass er den Konflikt braucht etc.
  7. Das Erbe der Natur? ist für mich der schwächste Aspekt des Drachen, da er nichts ausdrückt, außer dass er festlegt, dass die Enwe ihm absichtlich oder nicht einen Teil ihrer Essenz auch gegeben hat. Dieses Faktum hätte im Geburtsaspekt besser gepasst. Da er selbst keine Handlungsweisen, keine Vorteile und keine Nachteile aus dem Aspekt zieht (oder nur mit zusätzlichen Erklärungen), finde ich diesen Aspekt fast etwas redundant. Vielleicht kannst du mir ihn aber auch erklären und ich sehe ich dann besser.
  8. Den Verhaltensaspekt finde ich gut. Hätte vielleicht noch etwas mehr in die Richtung beschrieben werden können, dass er Furcht riechen kann und immer durch das Unterholz schleicht und dergleichen. Den Effekt kann man damit aber leicht erzeugen, insofern guter Aspekt.
  9. Du hast eine Angewohnheit mit Gaben/Talenten nochmal zu formulieren, was du mit einem Aspekt längst festgelegt hast. Vielleicht willst du es einfach nochmal besser ausformulieren, aber was auch der Grund sei: Die Stimme des Königs ist wegen des Aspekts "Der König und seine Vasallen" schlichtweg redundant. Das kann der Aspekt viel besser. :) Dasselbe gilt im Übrigen auch für den Evolutionsfunken im Gegensatz zum Evolutionsschub. Das einzige, was du tust, ist hier, dass du den Zeitansatz spezifizierst. Das kann man aber alles über den Aspekt regeln.

Kommentar: Ich habe mich schwer getan, gebe aber dennoch den Qualitätspunkt, obwohl ein Aspekt scheinbar und zwei Talente garantiert redundant sind. Aber einen Drachen mit einem ganzen Kontinent zu verbinden, finde ich so gut, dass die Grundidee den Ausschlag gibt. Ich würde dich bitten, bei den Talente beizeiten nochmal nachzubessern und mir den Aspekt zu erklären, wenn ich seinen Sinngehalt nicht ausreichend erfasst habe. Wegen dieser Mängel ist es jedoch nicht der beste Drache dieser Challenge.

Bewertung - Drache "Kimairos" (Woche Nr. 6)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 1/1

Kritikpunkte:
  1. Die ursprüngliche Form des Drachen zu verändern und der Chimäre anzupassen, fand ich gut. Dadurch variiert das Ganze ein wenig, ohne in blobartige Julia Conrad-Wesen überzugehen. Die Beschreibung find ich insofern gelungen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mir unter dem Begriff Behemot für sich stehend nicht viel vorstellen kann und es auf klassiche Beschreibungen des biblischen Behemots beziehe: Das heißt, ich habe ein Flusspferd vor Augen trotz deines mitgelieferten Bildes.
  2. Beim ersten Aspekt bin ich indifferent. Ich hätte mir im Gesamtbild erwartet, dass das Befreien nicht bedeutet, dass sie von der göttlichen Tyrannis in die des Kimairos überginge, sondern dass er vielleicht sogar den göttlich-geschöpften Körper als Gefängnis ansähe und das Versuchskaninchendasein die eigentliche Befreiung ist, das Gehen in den neuen Körper oder wie auch immer. Eine Wechsel der Aggregatszustände vom falschen ins richtige Leben, wenn man so will. Das wäre noch stärker gewesen, finde ich. Aber guter Ansatz.
  3. Wieder ein Krankheitsaspekt (wir sehen, diese Thematik kommt wirklich oft in unseren Runden und Gedanken vor) und hier deutlich besser geregelt im Gegensatz zu Raspad, denn wir haben hier eine andere und detaillierte Zielsetzung. Zudem liegt hier Segen und Fluch sehr nahe beieinander, was ihn vielfach anwenden lässt.
  4. Im alchemischen Aspekt habe ich auch nur eine Ergänzung. Da er die Magie so ablehnt, wäre es gut zu wissen, ob er aus den weltlichen Lehren der Alchemie etwas abgeleitet hat, was ihn auch gegen Magie schützt. Also einen unmagischen Weg zu gehen, hätte ich vielleicht noch etwas stärker rausgestellt, ansonsten netter Aspekt. Und gibt ein Zwinkern dafür, dass du es geschafft hast, irgendwo wieder einen Vampir unterzubringen. ;)
  5. Den Aspekt mit dem eigenen Wald verbunden finde ich am besten an dem Drachen, obwohl er sehr kurz ist. Das liegt daran, dass er ausreicht, um sich ein Bild zu machen und die Phantasie anzuregen. Ich stelle mir diese surrealen Landschaften vor meinem innere Auge vor und genau das ist das, was ein Aspekt mit der Kurzbeschreibung leisten soll.
  6. Den Aspekt über die alchemistischen Halblebenseinheiten finde ich auch sehr schön, da er so auch andere Dienerscharen hat. Auch er reicht völlig aus, um ein Bild zu schaffen. Interessant wäre in dem Zusammenhang lediglich gewesen, ob sie gar doch irgendwie manipulierbar sind oder unter der Veränderung ihrer alchemischen Substanz gar ein "Eigenleben" entwickeln. Das wäre dramabasiernd spannender als rein willfährige Diener. Willfährigkeit sollte nur der Aggregatszustand bei Zimmertemperatur sein. ;)
  7. Den freudschen Apparat in dem Wesen vereinigt zu sehen, finde ich sehr witzig. Mehr ist dazu fast nicht zu sagen, außer dass mich interessiert hätte, wie sich das auf die Alchemie auswirkt. Wir denken an Dr. Jeckyll und Mr. Hyde bspw. Oder ob das Vieh Sedative gegen Köpfe von sich einsetzt oder weiß der Geier was. Aber das wären maximal Funfacts gewesen. Finde den Aspekt sehr gut.
  8. Die Flammen der Erde passen freilich zur Mythologie, aber hier bin ich auch mit den Gaben/Talenten einverstanden, weil sie ergänzen oder neues bringen und nicht nur wiederholen. Gibt nichts auszusetzen.

Kommentar: Dieser Drache ist für mich in der Qualität der beste Drache. Er vereint mehr Aspekte als die anderen Drachen und gleichzeitig sind die Aspekte untereinander besser verbunden. Er schafft es am besten, meine Kreativität anzuregen mit dem magischen Wald und der möglichen, alchemischen Wunderwelt dort. Er beschreibt einen Modus operandi im Kampf gegen die Götter statt nur den Kampf selbst zu beschreiben, und er obwohl er sich an vielen Punkten vom Drachen, wie man ihn durch D&D gewohnt ist, unterscheidet, wirkt er im ganzen doch mehr wie ein richtiger Drache. Deswegen bekommt er meine Stimme für den besten Drachen.

Bewertung - Drache "Shora" (Woche Nr. 7)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Die geographische Beschreibung finde ich gut, da sie auch ein eigenes Schicksal offenbart, nämlich dauernd für andere die Zukunft vorherzusagen und ihnen Größe oder Untergang zu predigen und selbst gar nicht davon betroffen zu sein, sich also ausgeschlossen zu fühlen.
  2. Die Wahrsagerschiene finde ich sehr gut. Drachenwahrsager kenne ich tatsächlich wenige und es bietet sich an. Es hätte dem Aspekt noch gut getan, wenn er irgendwie restriktiver wäre. Also bspw. deutlich zu sagen, dass er so manchen König auch ausbeutet, um seinen Hort zu vermehren oder ähnliches. (Ich weiß, dass du es auf diese Art mit einem späteren Aspekt ausschließt, aber das kann ja auch Informationstechnisch gemeint sein.)
  3. Dass er sich in Details ergeht, finde ich sehr gut, da dies auch eine spannende Restriktion ist und auch die Spieler, die mit ihm umgehen, dazu anhält, ihre Zukunft selbst mit auszulegen. Das ist also auch mechanisch eine sehr gute Lösung.
  4. Die Determinante des Todes finde ich als Aspektnamen klasse. Den dafür gewählten Inhalt finde ich gut, aber ein bisschen einseitig. Hier hätte ich vielleicht eingebaut, dass das einzige, von seiner Zukunft weiß, die Art seines Todes ist, und er die daraus entstehende Angst eben auch nutzt, um seine Feinde durch diese Ankündigung in die Knie zu zwingen. So wäre das auch restriktiv nutzbar, weil Dinge ihn an seinen Tod erinnern (und das macht zugleich bedeutender, dass er nicht weiß, welche Rolle er zu spielen hat).
  5. Dass er sehr viel mit sich beschäftigt ist, empfinde ich ebenfalls als guten Aufhänger, um 1. eine Übernutzung zu verhindern, 2. aber auch storytechnische Ansätze zu finden, ihn aus seinem Opiumrausch zu befreien, damit er einem die Zukunft sinnig vorhersagt. Das heißt, nicht nur Gold und Reichtum lässt ihn aufhorchen (nur weil er keinen Hort hat, heißt es ja nicht, dass er kein Interesse hat, um Infos bspw. selbst zu kaufen), sondern man muss auch an ihm rankommen und selbst eine Geschichte mitbringen, in der er diese Hoffnung sieht (da er ansonsten in der Auswahl der Gäste möglicherweise zufällig ist). Bei diesem Aspekt könnte er der Punkt mit dem eigenen Tod als einzige Gewissheit eine spannende Rolle spielen.
  6. Diesen Aspekt finde fast etwas doppelt-gemoppelt, da seine Grundzüge und seine Nutzung bereits im Opiat der Selbsterkenntnis dargestellt sind und der Reiseabsatz auch dort hätte untergebracht werden können. Zumal du das eigentlich auch in der geographischen Beschreibung eingesetzt hast. Die Information der Hortlosigkeit hätte auch in Aspekt 1 gepasst. Sodass ich denke, dass dieser Aspekt mehr eine Dopplung ist des Opiates ist.
  7. Der Verhaltensaspekt formuliert wieder dieselbe Schiene wie die beiden Aspekte davor. Dieser ist aber besser als der Aspekt davor, und macht den davor erst recht obsolet. Vielleicht hätte hier noch stärker betont werden sollen, dass es nicht zu einer Apatheia wird, sondern der Drache vielleicht sogar wahnsinnig wird, weil er seinen Tod immer eher kommen sieht und noch immer keine Lösung gefunden hat und dass dieses ihn ebenso zunehmend unberechenbar, gehetzt und noch nomadischer und vagabundierender werden lässt. Das kombiniert mit den vielen Zukunftssträngen wäre wahrscheinlich greifbarer und würde für mehr Drama sorgen und es auch sinnig machen, den Drachen den SCs aufzuzwingen. ;)
  8. Bei den Gaben/Talenten denke ich wieder, dass das dritte Auge eigentlich in Aspekt 1 schon beinhaltet ist und der Aspekt wieder stärker wiegt als die Gabe. Das zweite Talent finde ich klasse.

Kommentar: Ein sehr interessanter Drache mit vielerlei Verwendungsmöglichkeiten in diversen Kampagnen und leicht zum Selbstzweck nutzbar. Das gefällt mir, und deswegen gebe ich trotz eines redundanten Aspektes und einer redundanten Gabe den Qualitätspunkt, weil die Idee mir gut gefällt, aus demselben Grund konnte der Drache jedoch auch nicht den Primus inter pares stellen.

Bewertung - Drache "Atir, das Väterchen" (Woche Nr. 8)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Wahrscheinlich ist Unsterblichkeit neben Krankheit und Krieg das häufigste Hauptthema in unseren Kampagnen und so habe ich mit einem Schmunzeln registriert, dass irgendwann der Unsterblichkeitsspender kommen musste.
  2. Der erste Aspekt ist gut. Er gefällt mir, weil er so eine Art Sehnsuchtsobjekt der Elben sein kann und ich kann mir gut vorstellen, dass sich hier viele Arten des Herangehens unterbringen lassen. Elben, die sich beschenken lassen wollen, Elben, welche die Unsterblichkeit aus ihm herausprügeln wollen usw. Guter Aspekt.
  3. Das mit dem Schattenkabinett finde ich gut. Hätte aber gerne die Frage der Beleuchtung geklärt gehabt in diesen Tiefen, in denen wahrscheinlich kein Licht scheint, und nicht jeder Abenteurer bringt eine Fackel mit. Dementsprechend: ist es ein Feuerdrache?
  4. Den Aspekt mit dem er Selbstmörder am Leben hält, finde ich schön perfide. Er gefällt mir als Einzelaspekt von allen Drachenaspekte am besten, da er am gründlichsten perfide Tyrannei ausübt und so auf mich einigen Eindruck macht. Es wäre dennoch schön zu wissen gewesen, warum er ausgerechnet Alben und nicht Elben nimmt. Klar sind Alben und Elben besonders geeignet, weil sie Unsterblichkeit einst innehatten, aber es hätte vielleicht auch Sinn gemacht, kurzlebige Völker zu nehmen, um die Alben und Elben gar noch zu provozieren. ;)
  5. Den Planetenaspekt finde ich gut, hätte ihn mir aber etwas restriktiver gewünscht. Gerade da Planeten ja auch nicht so einfach so auszuwechseln sind, sondern ein Gesamtbild setzen, oder vielleicht ein Vergleich zu anderen Sonnen? Vielleicht wäre der Schwarm auch besser, wenn er eine Gefahr darstellte für Atir, nur eben, dass die Vorteile so überwiegen, dass er das in Kauf nimmt oder er sogar nichts davon weiß?
  6. Der Per aspera ad astra-Aspekt ist mir etwas zu oberflächlich. Was heißt stärkste Diener? Müssen sie sein Schattenkabinett überleben? Die Prüfungen des Herkules? Müssen sie Schachgroßmeister sein? Müssen sie das größte Ei westlich von Plumsklohausen legen? Hier wäre diese Herausforderung zu formulieren sinnvoll gewesen, finde ich. Ansonsten finde ich den Aspekt gut, wenn auch so etwas blutleer.
  7. Den Verhaltensaspekt finde ich gut, allerdings hättest du die Verbindung von positiver Energie (hier wirst du in D&D gedacht haben und ein bisschen Arshadalon gemimt haben) mit den Schatten hier deutlicher erklären können. Sicher deutet der Aspektname es an, aber warum er ausgerechnet mit dieser sehr positiv konnotierten Energie ausgerechnet in den Tiefen lebt, und warum er den Schatten so viel Bedeutung einräumt, bleibt offen. Schatten/Positives ist wahrscheinlich nicht der Widersatz zwischen Sterblichkeit/Unsterblichkeit. Denn es bleibt auch offen, warum er für Schatten die Tiefe nimmt, wo naturgemäß weniger Licht ist (außer er ist so tief, dass er wieder in Magmanähe oder Enwekernnähe haust). Hier lässt du also mal wieder einen Gegensatz unaufgelöst, was ich schade finde. Wenn du sie auflösen würdest, wären sie wahrscheinlich noch besser (wie schon beim ersten Drachen angedeutet im Urkommentar)
  8. Mit dem Talent Hauch der Ewigkeit habe ich wieder meine typischen Probleme, da es quasi nur spezifiziert, was hier durch zwei Aspekte festgelegt ist, und hätte im Verhaltensaspekt aufgehen können. Sicherlich kann man es hier eher stehenlassen, weil es eine bestimmende Einschränkung ist, aber ich denke, das wäre auch über den Aspekt gegangen. Schattenspiele finde ich ergänzend okay, da es Bonus-bezogen ist. Problematischer ist, wenn ich mit einem Schicksalspunkt kaufen muss, was ich auch mit derselben Währung im Aspekt kaufen kann.

Kommentar: Wieder ein interessanter Drache, wieder mit denselben kleinen, wie ich finde, Redundanzproblemchen. Sehr schade, dass du auch hier wieder die Gegensätze aufstellst, sie aber nicht befruchtend aufeinander wirken, weil du sie nicht auflöst oder erläuterst. Dadurch geht einiges verloren, weil nicht jeder deinen Gedankengang dabei nachvollziehen kann; diesen müsstest bei den Widersprüchen also bitte berücksichtigen. Leider wird sein Beiname auch nicht klar. Deswegen gibt es insgesamt den Punkt für Qualität, aber es ist nicht der beste Drache.

Bewertung - Drache "Asiko, der Suchende, der Weise vom Berg" (Woche Nr. 9)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 0/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Interessant ist, dass fast alle deine Drachen von eher schlanker Gestalt sind. Das scheint für dich irgendwie das ideale Maß zu sein; eine eher schlangenhafte, denn echsenartige Annäherung an den Drachen.
  2. Im geographischen Vorkommen sehe ich eine ur-buddhistische Herangehensweise. Netter Verweis.
  3. Aspekt 1 zeigt mir das Problem des Drachen bereits auf. Das mag an meiner philosophischen Unkenntnis liegen oder daran, dass ich nie eine Erleuchtung erfahren habe. Denn was nützt ihm dieser Aspekt? Was nutzt der Welt dieser Aspekt? Selbsterkenntnis, so sinnig sie als Ziel ist im wirklichen Leben, macht in diesem Korsett wohl nur dann einen Sinn, wenn es Möglichkeit zur Dramatik gibt. Shora hat diese Möglichkeit, Asiko meiner Meinung nach nicht. Das heißt, dies müsste man noch aufsetzen, wenn man es nutzen möchte.
  4. Das letzte Geheimnis ist wieder dasselbe. Es hat in den wenigsten Fällen eine, und schon gar keine sich aufdrängende Anspielmöglichkeit. Das letzte Geheimnis ist Aspektnamens-mäßig sehr gut, aber im Nutzen? Wie bei allen hochphilosophischen Themen hängt es sicher mit der Erkenntnisfähigkeit des Lesers zusammen, was er aus diesem Thema machen kann. Das Problem hier ist, dass es mir so vage ist, dass ich hier meine volle Kreativität einbringen muss, um diesen Aspekt zielgerichtet nutzen zu können. Sicher kann man damit apotheosische Seelenwanderungen von Macht zu Macht erklären, und insofern ist es nützlich, aber der Aspekt selbst ist sehr dramaleer. Also es ist nicht so, dass er nur so da wäre, aber eben nicht sehr malmsturmig ist. Er beinhaltet er mehr Meinungen denn Spielinhalte.
  5. Hier ist es prinzipiell dasselbe. Alles fließt, oder doch nicht? Wenn das Wesen der Welt gleich bleibt, fließt ja doch nicht alles. Oder ist der dauernde Zustand des Fließens wieder kein Fließen? Ist der dauernde Zustand des Chaos Ordnung? Philosophische Fragen, aber keine, die per se für Drama sorgen von Seiten des Drachen aus.
  6. Der Zen-Garten des Asiko ist nicht Kepos, und dass er selbst die Erkenntnis sucht, und darin ein wenig die vorherigen Aspekte zusammenfasst, ist bemerkenswert, aber auch hier sehe ich dasselbe Problem, wie bei den anderen Aspekten. Immerhin haben wir hier einen Ort, der als solcher zur Verdeutlichung des Aspektes genutzt werden könnte und somit eine Rolle nach außen spielen könnte.
  7. Dasselbe bei seinem verwirrenden Geist. Hier kann ich immerhin dem Aspektnamen so nutzen, dass ich ein Fehlinterpretationen indoktrinieren kann, auch für Asiko, und ihn dann zum falschen Handeln bringen.
  8. Der Verhaltensaspekt umfasst Austausch und ist insofern zu nutzen. Doch sehe ich auch hier nur ein begrenztes, und schon gar nicht, ein dramatisches oder weltveränderndes Potenzial. Hier finden wir den Zen-Buddhismus wieder, ohne Frage, und die berühmten Koans. Der Austausch ist das spannendste an Asiko, und kann sicher für einigen Ansatz sorgen.
  9. Die Gaben/Talente sind stilistisch wie regeltechnisch passend.

Kommentar: In diesem Drachen hast du - und das weiß ich zu schätzen - viel deiner philosophischen Ausbildung verpackt. Aber bei mir wollte der Funke in der Abstraktheit der Aspekte einfach nicht zünden. Obwohl ich die innere Motive Asikos nachvollziehen kann, wüsste ich ohne zusätzliche Aspekte, Charakteristika und Ziele (Motivationen) nicht, was ich mit diesem Drachen anfangen soll. Er gibt mir als Spielleiter keine intrinsische Motivation, ihn irgendwie zu nutzen, außer als Randfigur, die ein paar philosophische Ideen oder ein paar nicht zu beantwortende Koans platziert. Ich kann ihn einsetzen, um die Spielrunde einfach dadurch zu bereichern oder die Spielerschaft zu verwirren. Da er mir also nicht an die Hand gibt, was ich mit ihm in der Welt soll, außer dass er ein paar Weisheiten ausplaudert, kritische Fragen stellt und Selbsterkenntnis will, kann ich ihn nicht in Meta-Hinsicht als gelungen ansehen. Zwar finde ich die Auswahl an philosophischen Gedanken gut, aber das reicht nicht, um den Punkt zu rechtfertigen. Sicher könntest du rechtfertigen, dass du damit die Drachen konterkarierst oder ihr Wesen selbst in Frage stellst, aber selbst das müsste besser herausgestellt werden, sogar wenn es ein Gegenentwurf zur eigentlichen Herausforderung wäre (so eine Antwort wäre ja auch spannend). Deswegen finde ich ihn als Gedankenkonstrukt spannend, aber eben wenig nützlich in der Hinsicht, was er der Welt bringt. Deswegen gibt es nur die Fleißbepunktung.

Bewertung - Drache "Tempestos" (Woche Nr. 10)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt (overall quality): 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Ich mag die Beschreibung des Drachen. Hier hat die Veränderung, ihn eins mit seiner Umgebung werden zu lassen, sich gelohnt. Das geographische Vorkommen erweitert dieses sehr sinnvoll.
  2. Der Aspekt 1 stellt indirekt die Frage, in welcher Beziehung dieser Drache zu Thalafar stehen könnte. Nachfragen muss ich bei der Symbiose. Ist damit wirklich eine Symbiose gemeint? Ist der Sturm also eine eigenständige Entität? Ansonsten sehr solider Aspekt
  3. Die Idee mit den Statuen finde ich witzig; noch witziger wäre es gewesen, hätte man die Doppelbedeutung von Kabinett genutzt in politischer Hinsicht. Oder hätte man überhaupt ein Kabinett dafür genommen, in diesem Sinne ist ja augenscheinlich die Wunderkammer gemeint. Hier wird die ganze Eiswüste ihn zu Füßen gelegt, was ich bezweifle, dank des Letzten. Diesen Kampf kann man noch ausformulieren. Interessant wäre gewesen, welche Wesen diese Statuen darstellen, denn wir haben fast alles in die Unterwelt gezogen, weil es oberhalb zu kalt ist. Da wäre eine Darstellung also Gold wert gewesen, weil es gleich die Welt mit fortgebaut hätte.
  4. Interessant ist, dass Tempestos eigentlich darstellt, was ich einstmals mit Barafu angedeutet habe, wenn du den Exules-Beitrag noch vor Augen hast. Ich habe Barafu allerdings vor seiner Zeit umgebracht und du hast Tempestos diese Rolle wiedergegeben, wenn so man will. Genauso interessant ist, dass du Ghar Ajab jetzt doch angeschlossen hast und zwar so, wie man es aus den Alien-vs. Predator-Filmen kennt, mit Bergbauunternehmen, vielleicht kann man da mit der Randis und die Außerirdischengeschichte noch weitergehen? Sehe ich dahingehend Potenzial? ;) Auch hier wäre schön gewesen zu erfahren, was denn auf Ghar Ajab überhaupt haust. Ansonsten netter Territorialfürst, aber wenn er alles loswerden will, wovon lebt dieser Drache? Geht da was durch den Sturm?
  5. Hamageddon ist sicherlich ein Verweis auf Harmageddon von Apocalyptica. Wenn du das klassische Hamagedon aufgenommen hättest, also diese abrahamitische Unheilssache, wäre es vielleicht noch wirkungsvoller gewesen und hätte in seiner Doppeldeutigkeit noch mehr Anwendungsmöglichkeiten freigeschaltet. Ansonsten ist es mir zu wenig restriktiv, auch wenn er sich ankündigt. Stilistisch aber sehr fein.
  6. Die Anomalie des Eises ist mehr eine gut beschriebene Gabe, wie ich finde, weil sie nicht so wirklich viel Positives wie Negatives erzählt. Den Ansatz finde ich wirklich gut, aber er sagt mir noch zu wenig aus. Vielleicht ist die Eisscherbe der Grund für die Sturmsymbiose und vielleicht ist es nicht die ganze Eisscherbe, sondern eher ein Teil davon namens Blizzard oder sonstwas, und vielleicht hat es einen eigenen Geist entwickelt und rechtfertigt so die Symbiose statt das der Sturm nur ein Teil von ihm ist? Nach der Geschichte könnte er auf eine Verbindung zu Barafu/Das Letzte haben, da Barafu seine Macht zum Teil möglicherweise einbüßte, als das Land vereiste (so könnte man ohne große Schmerzen die Exulesgeschichte umformulieren). Hier wäre noch ein bisschen Feile nötig für die Details, dann wird es ein schöner Aspekt (und du hast ja auch noch fast 150 Worte dafür).
  7. Den gnadenvollen Tyrann finde ich gut. Dem könnte man vielleicht irgendwann nochmal eine Geschichte gönnen, warum er will, dass sie um Gnade bitten oder gar winseln.
  8. Das Auge und die Hand fällt wieder in die typische Kategorie, dass es nur präzisiert. Würde ich abermals über den Aspekt regeln. Ewige Ruhe im Eis, so finde ich, sollte auch über den Aspekt geregelt werden.

Kommentar: Das war der zweite, schwierige Fall neben Ostagara. Ich denke, dass die Gaben/Talente wieder etwas redundant sind und dass aus zwei Aspekten mehr rauszuholen war, aber trotz der relativen Kürze ist ein abwechslungsreicher Drache entstanden, obwohl er thematisch recht eng gefasst ist. Aufgrund der witzigen Grundidee und der Erweiterung des Drachen um die Natur selbst gebe ich den Qualitätspunkt, auch wenn er für mich in Sachen bester Drache recht weit weg von Kimairos war.

WocheDrachePunktzahl
1Covis bor M‘Kantto10
2Dissipatus10
3Ru Chou10
4Raspad9
5Ostagara, der Herr der Tiere10
6Kimairos11
7Shora10
8Atir, das Väterchen10
9Asiko, der Suchende, der Weise vom Berg9
10Tempestos10
Gesamtpunktzahl99


Herzlichen Glückwunsch zu diesem Ergebnis von wahrscheinlich 100 Punkten. Wenn das mal keine mehr als solide Leistung ist!
Zuletzt geändert von Marnarn am Fr 26. Sep 2014, 22:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollendung
"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana

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Re: Drachen-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

Beitragvon Ikelos » So 28. Sep 2014, 12:26

Bewertung - Drache "Der Imperator" (Woche Nr. 1)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Finde ich passend gewählt für einen Drachen seiner Größe, immerhin dürfte er das größte lebende Wesen auf der Enwe sein. Passt in das Bild von Drachen und macht ihn zu einem regulierenden Faktor. Die Frage dazu: Ist er eine Instanz, die für den Untergang von Weltreichen oder Hochkulturen verantwortlich ist, wenn er zu viel Ordnung darin erkennt?
  2. Aspekt 2 - Philosophisch gesehen natürlich interessant. Was ist Zeit, was ist Zeitwahrnehmung? Wie nimmt ein Wesen seiner Größe Zeit wahr und vor allem wie nimmt ein Wesen seines Alters Zeit wahr? Solch ein Aspekt ist interessant auszuspielen, aber insbesondere ist er ein schöner Aspekt, der den Drachen und speziell sein Alter stark hervorhebt.
  3. Aspekt 3 – Hierzu habe ich nicht viel zu sagen. Der Aspekt ergänzt den ersten Aspekt um eine schonungslose Gewaltsamkeit und beantwortet die dazu gestellte Frage zum Teil.
  4. Aspekt 4 – Der Aspekt ist für mich wie ein Mix aus dem Umgang mit den Alten in unserer Gesellschaft und unserem Englisch-LK. Gefällt mir ebenfalls, auch wenn die Intention vielleicht eine andere war, aber man bekommt ein rundes Bild davon, dass der Drache nicht nur in der Vergangenheit lebt, sondern sich auch ein Bild von seiner Zukunft macht. Es wirkt, als hätte er sich selbst überlebt und nutzt sich selbst als eine Notwendigkeit, die es vielleicht gar nicht mehr gibt, oder ist er die Notwendigkeit, die es mehr als je zuvor gibt, der er aber nicht mehr Herr werden kann, weil es zu viel zu tun gibt für einen einzelnen Drachen? Hat er sich selbst überlebt, oder ist dies auch nur seiner eigenen Zeitwahrnehmung geschuldet?
  5. Aspekt 5 – Butterfly Effect? Ich weiß nicht allzu viel mit dem Aspekt anzufangen, aber ich weiß, was damit gemeint ist. Er steht inmitten aller Geschicke. Er ist mit allem verbunden, auch wenn nicht alles ihn betrifft, und alles ist mit ihm verbunden, auch wenn er nicht alles betrifft. Der Aspekt ist spannend, gerade in Hinsicht auf die Seelenkugeln, die wir angedacht hatten, denn aus Sicht dieser Seelenkugeln müsste der Imperator und speziell dieser Aspekt offentreten.
  6. Verhaltensaspekt – Perfekt. Die logische Konsequenz aus den bisherigen Aspekten und auch aus meinen bisherigen Anmerkungen. Dieser Aspekt rundet das Bild des Drachen ab und macht ihn zu einem gelungenen Gesamtwerk.

Kommentar:
Für den ersten Drachen gut gelungen. Ich finde, dass man aus den Aspekten einen Drachen seines Formats gut herauslesen kann und er wohl würdig ist, sich der Imperator nennen zu dürfen. Gleichwohl darf man nicht vergessen, dass die Gaben und Talente nur ein erster Einblick sein können, denn ich denke nicht, dass ein Drache, der Äonen gesehen hat, nur 2 davon hat. Die beiden Gaben als exemplarisch darzustellen halte ich hier für gelungen, da sie einen weiteren guten Eindruck von dem Drachen machen. Kurz zusammengefasst mein Eindruck der Aspekte: Bis auf Aspekt 5 und mit Abstrichen Aspekt 3 gehen die alle eindeutig klar, wobei Aspekt 5 eben nur aus den anderen hervorsticht. Hier wäre ich gespannt darauf, seine Umsetzung zu erfahren. Aspekt 3 ist ebenfalls nicht schlecht, keine Frage. Ich finde nur, dass er zu den anderen etwas abfällt.

Bewertung - Drache "Der Spielleiter" (Woche Nr. 2)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Ich erkenne darin den Spielleiter tatsächlich wieder, in diesem Aspekt. Ein guter Auftakt zu dem Drachen, der eine schöne Persiflage mit ernstem Hintergrund darstellt. Ich selbst erkenne mich auch ein wenig in dem Aspekt eines Drachen wieder, spricht für den Drachen, der Spielleiter genannt wird!
  2. Aspekt 2 – Hier erkenne ich ganz besonders unser häufigstes Rollenspielsystem wieder, namentlich Dungeons and Dragons. Irgendwie ist es schon witzig, dass der Drache einen in Dungeons schickt. Hat was Ironisches. Schön ist hier auch der Stolz eines Spielleiters auf seine Runde und das von ihm geschaffene eingefangen. Aber um den Dreh zum Drachen zu bekommen: Ein schönes Element der Tyrannei, einfach Wesen zu fangen und zu seinem Zeitvertreib zu nutzen. Ich musste unpassenderweise erst an Saw denken, bin dann aber bei etwas anderem gelandet, was ich namentlich leider nicht mehr benennen kann. Spielleiterwillkür war es nicht, das kommt später ;)
  3. Aspekt 3 – Hat ein bisschen was von Munchkin. Ich sehe hier aber auch ein weiteres Element von Rollenspielsystemen, und ich muss sagen, dass sich das Bild des Drachen, sein Konzept, sich weiter schließt. Schätze, Erfahrung, Dungeons, Drachen… Ein Drache, der ein Rollenspielsystem ist. Auch wenn ich bisher die Idee lustig fand… aber dazu mehr im Kommentar.
  4. Aspekt 4 – Und hier ist auch die Spielleiterwillkür angekommen, gepaart mit Storyrailroading. Und langsam aber sicher erkennt man nicht nur das Rollenspiel an sich mit seinen Eigenheiten, sondern auch uns als Spielleiter mit unseren jeweiligen Schrullen wieder.
  5. Aspekt 5 – Und hier kommt der Aspekt, der mit den anderen Aspekt zwar jede Menge zu tun hat, aber gleichwohl doch anders erscheint in meinen Augen. Hier kommt jede Menge klassische Sagenkunde mit rein, denn wer kennt sie nicht, die ganzen Jungfrauen, die bestimmt jeder Held schon einmal retten musste (oder jeder Rollenspieler mit irgendeinem Charakter…). Was dahintersteckt, ist allerdings das Drama seiner Seele, und das ist meiner Meinung nach das, was die anderen Aspekte von diesem unterscheidet, ihm aber ein Motiv für Handlungen gibt und ihn von daher zu seinem Dasein berechtigt.
  6. Verhaltensaspekt – Hier ist der Effekt leider nicht so stark wie beim ersten Drachen, was aber nicht schlimm ist. Es ist auch wieder eine Zusammenfassung von allen anderen Aspekten, wenn man so will, jedoch auch gleichzeitig eine Erweiterung dessen. Was man sich am Ende fragt ist folgendes: Ist der Spielleiter wirklich noch ein Drache?

Kommentar:
Der Spielleiter ist in seiner Gesamtkonzeption gelungen. Er vereint viele Elemente, die wir aus dem Rollenspiel kennen, mit dem Verhalten von Tyrannen gepaart in einem Drachen. Anfangs fand ich die Idee amüsant, doch nun finde ich die Idee auch noch gut umgesetzt, denn es werden viele Vorurteile und auch reale Sachverhalte hier mit eingebaut, was mich immer wieder schmunzeln und nachdenken ließ. Ich sehe den Drachen nicht ganz auf einer Stufe mit dem Imperator, aber das ist auch nicht schlimm, denn der hat eine hohe Messlatte angelegt.

Bewertung - Drache "Der General" (Woche Nr. 3)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 0/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Verzweiflung als Kriegsgrund ist ein gemeines, wenngleich auch passendes Thema. Wer würde sich nicht wehren, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt? Durchtrieben ist es wohl mindestens, sich so zu verhalten. Natürlich muss man hier die Frage stellen, wie sehr der General Opfer seiner selbst ist und nicht vielleicht selbst aus Verzweiflung handelt, um einen Krieg heraufzubeschwören?
  2. Aspekt 2 – Die Strategeme sind ja nun etwas, was ich zum Teil auch schon für mich entdeckt habe. Ich sehe in den Strategemen nun natürlich die bekannten von Sun Tzu. Ein bisschen erkenne ich hier Astagan wieder, allerdings ist diese Gemeinsamkeit wohl nur zufällig entstanden und keine Intention. Diese gezielte Desinformation ist nun ein starkes Mittel und eines Drachen wohl würdig. Zumindest solange er sich selbst nicht verwirrt dabei.
  3. Aspekt 3 – Hier bin ich nicht ganz sicher, wie es gemeint ist. Soll der Feind nun möglichst kampflos besiegt oder soll er möglichst umfassend besiegt und völlig ausgelöscht werden? Das Prinzip des Aspektes scheint mir klar. Ein möglichst einfacher Weg zum totalen Sieg, um dabei seine Freuden möglichst häufig auskosten zu können und nebenbei das eigene Ego zu streicheln. Das klingt sehr drachig!
  4. Aspekt 4 – Eigentlich müsste man diesem Aspekt einen Bonuspunkt geben, weil er gegen die Elben ist ;). Ich sehe für den Drachen einen Aspekt an der Kunst, der ihm sogar in Sachen Verzweiflung behilflich sein kann. Der Werther-Effekt, der viele Leute in den Selbstmord getrieben hat. Auch hier kann ich den Sinn hinter dem Aspekt begreifen und den Gedankengang dahinter nachvollziehen.
  5. Aspekt 5 – Der Meinung nach stärkste Aspekt bei diesem Drachen, der das eigene Ego in den Vordergrund stellt. Sich selbst im Zentrum zu sehen und dabei doch nicht unbedingt sondern nur in der eigenen Vorstellung zu sein, das erscheint mir sehr passend. Dieser Aspekt hat jede Menge Hybris in sich. Ich hab gar nicht viel dazu zu sagen, nur einen Daumen zu verteilen.
  6. Verhaltensaspekt – Die Unterordnung von allem dem Konflikt gegenüber, der Drache ist ein wahrer Kriegstreiber. So ist dieser Verhaltensaspekt eine logische Konsequenz aus dem bisherigen Bild. Wie auch bei den anderen beiden Drachen passt der Verhaltensaspekt sehr gut zu den restlichen Aspekten.

Kommentar:
Bei diesem Drachen fehlt mir das gewisse etwas. Ich hab bei den Aspekten ein bisschen das Gefühl, dass sie zwar gut sind, aber nicht Heavy Metal, wobei die Messlatte schon sehr hoch liegt durch die ersten beiden hervorragenden Drachen. Der General bedient dabei zwei Aspekte des Kriegs: Die Verzweiflung und den Kriegstreiber. Der Kriegstreiber ist dabei ein bisschen besser dargestellt. In der Gabe Stimme des Zweiten scheinen beide Punkte vereint zu sein. Diese Gabe gefällt mir mit am besten an diesem Drachen, gleich neben Aspekt Nr. 5. Kein schlechter Drache, aber die ersten beiden gefallen mir besser.

Bewertung - Drache "Der Züchter" (Woche Nr. 4)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Ein Drache als ein Gott, der neue Dinge erschafft, das ist ein schöner Konflikt zwischen den Parteien. Und ein Thema, welches eines Drachen würdig ist. Dass er sich selbst dafür schwächt und aufopfert, macht den Aspekt noch stärker, denn es scheint ihm eine wahre Herzensangelegenheit, gar eine Obsession zu sein, neue Dinge zu erschaffen und sich damit die Ewigkeit zu verschönern oder zumindest zu verkurzweilen. Es beginnt vielversprechend und scheint wieder vielschichtig zu werden.
  2. Aspekt 2 – Der Kern dieses Aspekts scheint die drakonische Sache zu sein, zu deren Gunsten der Züchter die Lebewesen verändert. Ich bin nicht ganz sicher, was genau der Aspekt mir sagen will. Ich glaube jedoch zu erkennen, dass nicht nur die natürliche Entwicklung, sondern das Einwirken einer anderen Macht erst die Perfektion bei Lebewesen erreichen kann.
  3. Aspekt 3 – Ein Aspekt, welcher eine Konsequenz aus den Erkenntnissen seiner Zucht darstellt. Alles ist dem Thema Krieg unterworfen. Ich ziehe hier mal eine Parallele zur Menschheit, die kaum mal ein paar Jahre ohne Krieg auskommt. Hier bin ich noch zwiegespalten. Der Aspekt passt auch zum General, ist hier aber gut aufgehoben, weil er seine eigenen Züchtungen mit einbezieht und das Verhältnis zu anderen Wesen. Er zeigt schön auf, warum er züchtet, und warum er nicht damit aufhört. Irgendwie muss er seine Kreationen ja auch beschäftigen, wenn sie nichts mehr zu tun haben, und sei es eben durch neue Kreationen, die er kämpfen lässt.
  4. Aspekt 4 – Ich musste ein wenig nachdenken und bin schließlich dazu gekommen, dass dieser vierte Aspekt sehr gut gelungen ist. Gerade die Menschen in ihrer Anpassungsfähigkeit als Tiefpunkt der Schöpfung zu betrachten ist etwas, was mir so noch nicht eingefallen wäre. Bisher waren sie eher die Krone der Schöpfung aufgrund ihrer Vielseitigkeit, und weil andere Völker meist eher Überspitzungen von menschlichen Charakterzügen sind. Dies nun als Schwäche zu betrachten ist für mich relativ unverbraucht, und diese Formbarkeit auszunutzen scheint mir nur Konsequent, wenn man gegen die Götter vorgehen will und eh schon ein Züchter, nein, DER Züchter ist.
  5. Aspekt 5 – Wundervoller Storyaspekt. Bringt den Drachen in Kampagnen mit ein und gibt dem Spielleiter und auch dem Spieler ein Werkzeug in die Hand, mit diesem Drachen umzugehen. Der Drache als Protege, wenn man sein Schicksal akzeptiert. Das klingt beinahe wie eine Belohnung für wenn man sein Schicksal überhaupt erst einmal herausgefunden hat im Sinne von Bestimmung.
  6. Verhaltensaspekt – Hier ist ein schöner Konterpart zu den anderen Drachen entstanden, indem der Blick weg von Größe und hin zu anderer Bedeutung geführt wird. Ist der Drache dabei von der Bedeutung eines jeden noch so kleinen Wesens überzeugt? Oder versucht er nur den Blick dafür zu entwickeln, welche Rolle in der Schöpfung jedes Wesen einnehmen kann, um irgendwann selbst eine vollkommene Schöpfung zu erschaffen?

Kommentar:
Zucht anderer Wesen, um die eigene Unveränderlichkeit zu verarbeiten? Dies war die erste Frage, die mir zu diesem Drachen eingefallen ist, als ich ihn bearbeitet habe. Ich bin von diesem Drachen deutlich stärker überzeugt als von dem dritten, für mich kommt er sogar in die nähere Auswahl für einen der stärksten Drachen. Die Gaben und Talente sind für mich passend gewählt. Nichts groß Herausstechendes, aber auch nichts Schlechtes. Das Gesamtkonzept um die Züchtungen gefällt mir hier. Mit dem Blick für die kleinen und wesentlichen Dinge erinnert er mich an das Bildnis, was ich aus Philosophie kenne: Den Blick gen Himmel gerichtet und dabei am Boden über Steine gestolpert. Der Drache scheint den Blick auf beides richten zu können. Aspekt Nr. 5 ist aus irgendeinem Grund einer der bisher stärksten. Ich finde es auch gut, dass er sein Wachstum eingeschränkt und sich damit selbst gehandicapt hat im Vergleich zu anderen Drachen. Andererseits lässt er seine Schöpfungen für sich antreten, was seine körperliche Nichtgröße bedeutungslos macht.

Bewertung - Drache "Der Philosoph" (Woche Nr. 5)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 0/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Meine erste Assoziation war amüsanterweise nicht Platon, sondern Der gute Mensch von Sezuan, zumindest bei der dargestellten Suche des Drachen. Der Name des Aspekts deutet eine Formung von außen an, und diese wird im Aspekt selbst wieder aufgegriffen, indem die Seelen von anderen Leuten durch ihn wie Wasser geformt und beeinflusst werden und aus ihnen Freunde oder Feinde machen, je nachdem, wie der Philosoph es eben braucht.
  2. Aspekt 2 – Spannend, mal eine andere Seite des Seelenkonflikts zu betrachten – eine Seite, die nicht die Seelen selbst haben will, sondern sie nur verändern will, um sie empfänglich für seine Lehren zu machen. Ich glaube, dass mir diese Idee gefallen könnte und diese in einer Runde auch jede Menge Potential hätte. Meiner Meinung nach ein guter Storyhook. Ein bisschen Mephisto kann man darin auch erkennen. Er will Gutes tun, schafft dabei etwas eher was Böses. Er ist also quasi ein umgedrehter Mephisto, wenn man auf unserer moralischen Skala agiert.
  3. Aspekt 3 – Selbst wenn es aus anderer Herkunft stammt, so sehe ich hierin doch den Naturzustand von Hobbes. Draco Homini Lupus. Der Philosoph sieht die Welt als einen Raum, in dem es keine wirklich potente Durchsetzung von Gesetzen gibt. Diese will er durchsetzen, sieht sich selbst aber nicht als den Tyrannen, sondern als weisen König. Vielleicht nicht das Kreativste, aber dennoch ein gelungener Aspekt.
  4. Aspekt 4 – In diesem Punkt erkenne ich jede Menge Gehirnwäsche. Sicherlich ist es ein netter Ansatz, den Menschen Weisheit zu bringen, was ihm ein wenig eine Prometheus-Rolle zuspielt, allerdings bezweifle ich, dass die Menschen das großartig finden, sich am Meeresgrund in Kuppeln einsperren zu lassen und auf die Gnade eine Drachen hoffen zu müssen. Hier sieht man eben doch, dass er ein Drache ist, welcher tyrannisch handelt. Zumal in den meisten Fällen die Willkür mit reinspielt, dass SEINE Wahrheit eben die Wahrheit ist. Der Aspekt gefällt mir von der Aufmachung wieder sehr gut.
  5. Aspekt 5 – Dieser Aspekt gefällt mir in seiner Schlichtheit, insbesondere mit dem humoristischen Abschluss. Eine nette Verballhornung von Platons Politeia.
  6. Aspekt 6 – Kommunistische Ansätze bei Drachen? Sicherlich mal eine Überlegung wert, der Gedankengang ist allerdings ein schwieriger. Wenn man jedoch nicht den Kommunismus sondern Platon in dem Titel des Aspektes erkennt, dann fügt er sich harmonisch in das Gesamtkonzept ein und bringt etwas Abwechslung in den Drachen, welche ihn besonders macht, da ich bislang noch von keinem Drachen gehört habe, der sich Sorgen um eine Verteilungsgerechtigkeit macht.


Kommentar:
Platon als einen Drachen darzustellen finde ich eine witzige Idee und es sind auch viele gute Ansätze dabei entstanden, die ich interessant finde. Es gibt durchaus gute Punkte dabei, und auch die Talente und Gaben finde ich in Ordnung, wenngleich ich bei dem Freund der Wahrheit doch noch einmal frage, ob dies einem Erkenntnisgewinn aus Gesprächen geschuldet ist, und er so universelle Wahrheiten erkennen kann, oder ob er damit tatsächlich einfach platt Wahrheit von Lüge unterscheiden kann, wenn er mit einem einfachen Geschöpf redet. Ansonsten ist das Konzept des Unterwasserdrachens interessant mit den unterseeischen Kuppelstädten und diese bieten die Möglichkeit, als Abenteueraufhänger aus einer solchen entkommen zu wollen. Ich erinnere mich dabei an eines meiner Szenarien, bei dem man ebenfalls aus einer unterseeischen Stadt entkommen musste, das kann man vielleicht sogar verbinden.

Bewertung - Drache "Der Patron" (Woche Nr. 6)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 1/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Ich sehe immer wieder Ansätze von NPCs bei den Drachen ,die wir schon einmal hatten. Ich muss bei diesem Aspekt sofort an Khollynnus Paak denken, dem wir ebenfalls einen Gefallen schuldig waren, den er soweit ich erinnere nie eingelöst hat. Klar kann man so auch Macht anhäufen, und ich finde, dass dies sogar ein probates Mittel als Drache ist, wenn man sein Blatt denn auch gut ausspielen kann und sich dies, wirtschaftlich gesprochen, nicht als eine Gefallenblase erweist, indem die Gefallen alle fröhlich wegsterben oder ihm die Gefallen nicht tun wollen und er umsonst investiert hat. Dennoch ein guter Aspekt zum Auftakt.
  2. Aspekt 2 – Dieser Aspekt baut noch auf dem ersten Aspekt auf und schafft ein Netzwerk, welches ihm ebenfalls bei der Machtbehauptung behilflich ist. Ich bin fast soweit zu sagen, dass er sich eine Art DrachenVZ aufbaut, ein soziales Netzwerk, um seinen Besitz und Einfluss zu mehren und zu verwalten. Wie sind die Nachkommen geregelt? Sind es drachenartige vom Äußeren her oder sind es normale Humanoide, die leichte Einflüsse haben, sprich besonders kräftig sind, oder zum Teil schuppiggemusterte Haut haben? Kein negativer Punkt, nur eine Frage, die sich mir eröffnet hat dabei.
  3. Aspekt 3 – Der Aspekt scheint mir sinndienlich dafür, eine Struktur in sein Netzwerk einzubauen und andere Wesen zu belohnen, ihm geholfen zu haben. Zuckerbrot und Peitsche, das wäre wohl eine treffliche Umschreibung. Zeugt jedoch auch von einer sehr schwarzweißen Sicht auf die Dinge. Wer mir nicht hilft, der ist mein Feind. Kann man sich als Drache leisten, denke ich. Und wenn auch nicht Feind, dann zumindest Futter. Fängt auch mit F an und läuft auf das gleiche hinaus.
  4. Aspekt 4 – Starker vierter Aspekt, der das Handeln des Drachen definitiv beeinflusst. Der Drache wäre wohl ein Traum für Zaf, wenn sie Informationen will ;) Gerade die Schwüre finde ich hier schön eingebaut, denn wer von seinen Untergebenen Loyalität erwartet, sollte sich ihnen gegenüber nicht verhalten wie die Axt im Walde. Leider habe ich selbst nicht genug Ahnung von Mafiastrukturen, um mich darin ausreichend eindenken und viel erkennen zu können, aber das ändert ja nichts daran, dass ich auch als diesbezüglich Außenstehender diesen Aspekt als gelungen erachte.
  5. Aspekt 5 – Kurz ausgedrückt: Macht kann man nicht verliehen bekommen, Macht muss man sich erarbeiten. Oder um es mit Father Chains zu sagen: Größer ist die Macht, die von dir selbst ausgeht, die du dir selbst angeeignet hast, denn Macht von außen kann dir jederzeit weggenommen werden. Der arme paranoide Drache hat so in seinem Netzwerk jederzeit eigene Gefahren herangezüchtet und muss auf diese aufpassen, selbst wenn sie gar nicht vorhanden sind. Schönes zweischneidiges Schwert für den Patron.
  6. Verhaltensaspekt – Ich denke, dass dieser Drache damit einer der drachigsten aller Drachen geworden ist. Er hat sein eigenes Imperium, das er leitet und fortführt, und mit dem er Leute unter Druck setzt und diese für sich arbeiten lässt. Der Aspekt gefällt mir wieder richtig gut und passt auch hervorragend zu den anderen, sodass ich den hier noch einmal hervorheben möchte. Steigert das Mafia-Feeling nochmal, wenn man sich die Aspekte ansieht.

Kommentar:
Der Patron also, ich finde, dass das bisher der stärkste Drache ist. Ich nehme ihn sogar in die Auswahl zum Bonuspunkt für den besten Drachen auf, da er auch mit den Gaben und Talenten ein rundum gelungenes Bild abgibt, welches einem vor Augen erscheint. Den Ring finde ich schön gewählt und auch passend. Es ist bereits alles gesagt, also ab zum nächsten Drachen!

Bewertung - Drache "Der Künstler" (Woche Nr. 7)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Ich habe lange gebraucht, bis ich mich in diesen Aspekt eingefunden habe, und ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich ihn richtig durchstiegen habe. Mit den späteren Aspekten bin ich dann zu seiner Ansicht von Kunst und Künstlichkeit gekommen und nach diesem Einstieg erschließt sich mir der Aspekt deutlich besser und ich halte den Aspekt für gelungen.
  2. Aspekt 2 – Hier fiel es mir bedeutend leichter, in den Aspekt einzusteigen und ihn zu durchblicken. Der Künstler baut dabei besonders auf den inspirierenden Gedanken von Kunst auf, welche die Leute zu etwas anhalten soll, und ich denke, dass genau dies das Ziel des Künstlers ist: etwas in Bewegung zu versetzen. Das Leben voranschreiten zu lassen, indem er (und hier sehe ich eine Parallele zum Spielleiter) Dinge einfach geschehen lässt, auf die die Menschen reagieren müssen.
  3. Aspekt 3 – Ich glaube ja, dass der Künstler vom Verhalten her ein ziemlicher Kotzbrocken ist, wenn ich mir diese Wortwahl erlauben darf. Aber ein schöner Aspekt, der auch schon stark auf sein Verhalten hindeutet, aber das Äußere und viele Handlungen dieses Drachen erklärt. Er gefällt mir sogar ausgesprochen gut, da er eine kunstphilosophische Frage stellt mit dem Verhältnis zwischen Künstler und Kunst.
  4. Aspekt 4 – Hierbei musste ich an ein Youtube-Video denken, bei dem ein Fußballer ewig lang einen Ball hochhält, dann ein anderer ins Bild springt, ihn wegrammt und den Ball einfach ins Tor donnert. Nicht drumherum reden, zielgerichtet handeln! Es scheint, als sei Theorie für den Drachen nichts, und dass er es hasst, wenn die Kunst zerredet wird, spricht auch dafür, dass er eine seltsame Sprache hat und scheinbar sinnlose Sachen von sich gibt. Auch zeigt der Aspekt Vorlieben und Abneigungen, und ich als Schreiber sollte dem Drachen wohl besser nicht zu nahe kommen ;)
  5. Aspekt 5 – Den Aspekt mag ich gerne, weil er auch Spuren in der Welt hinterlässt, die für die Charaktere interessant sind, selbst wenn der Drache gerade nicht da ist. Dass Hexenmeister diese Macht missbrauchen können, finde ich ebenso spannend wie die Macht an sich und den Zweck dieser Macht. Nun ist die Frage, was genau diese Magie eigentlich ist, die in den Dingen erhalten bleibt. Ist es wirklich arkane Kraft, oder ist es ebenjene Magie, die die Menschen verzaubert, wenn sie Kunstwerke anblicken wie die Via Dolores? :D Ich sehe ein bisschen von beidem darin (zwangsweise wohl auch).
  6. Verhaltensaspekt – Gefällt mir, das gibt einem als Spielleiter viele Möglichkeiten, besondere Gegenden oder Ereignisse einzuführen. Ich mag das Wesen des Drachen, welcher durch seine Taten auf Dinge aufmerksam macht und damit das zu schaffen scheint, was viele Künstler nicht hinbekommen. Denn was ist der Sinn von Kunst? Sicherlich nicht, einfach aus Spaß die zwanzigste Venus von sowieso zu erschaffen, das wäre wohl mehr die Aufgabe eines Handwerkers.

Kommentar:
Wo beginnt Kunst, wo endet sie, und was sind die Grenzen zu Wahnsinn und zu normalem Handwerk? Der Künstler ist von seiner Art her ein wundervoller Drache, der auch die Macht hat, um seinen scheinbaren Irrsinn auszuleben, hinter dem jedoch eine einfache Botschaft steckt: Das Leben muss vorangehen, es müssen Reize gesetzt werden, damit kein Stillstand entsteht! Auch diesen Drachen möchte ich hervorheben, da er mir sehr gefallen hat, auch wenn mir der Einstieg in ihn schwergefallen ist.

Bewertung - Drache "Der Vulkan" (Woche Nr. 8)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Der Vulkan scheint mir eine lebende Falle zu sein, wie aus diesem Aspekt hervorgeht, sowohl für andere Wesen als auch für sich selbst. Wenn er lange Jahre in einem Berg verbringt, um auf einen geeigneten Zeitpunkt zu warten, könnte er jenen verpassen und sich selbst am meisten darüber ärgern. Der Name des Aspekts ist natürlich der Hammer und zeigt ziemlich gut, was mit dem Aspekt gemeint ist.
  2. Aspekt 2 – Interessanter lebensbestimmender Aspekt. Klingt natürlich nach einer Herausforderung für wagemutige Abenteurer, die angenommen werden soll ;) Nein im Ernst, der Vulkan als Wächter der Enwe ist eine Möglichkeit, die man durchaus machen kann und es ist auch nicht abwegig, gerade einem Drachen diese Rolle zukommen zu lassen. Hieraus stellt sich jetzt bloß noch die Frage: Was ist die Enwe?
  3. Aspekt 3 – Ein sehr mächtiger Aspekt, der den Drachen mit der Götterwelt verbindet und Grenzen verschwimmen lässt. Dass er überall auftauchen kann, beantwortet die insgeheim gestellte Frage, wie er der Wächter der Enwe sein kann, wenn er doch räumlich an einen Ort durch seine Präsenz gebunden ist.
  4. Aspekt 4 – Scheint auf den ersten Blick nur wenig mit dem Vulkan zu tun zu haben, auf den zweiten Blick sagt der Aspekt allerdings: Die Sprache des Vulkans ist die Zerstörung. Was ja nicht bedeuten muss, dass die Sprache nur darauf ausgelegt ist. Eine interessante Auslegung der Sprache von Drachen, sie auf die Elemente zu beziehen. In der Form ist mir das so noch nicht bekannt und hier ist es besonders passend, eben weil der Vulkan so sehr mit den Elementen verbunden ist.
  5. Aspekt 5 – Ein richtig guter Aspekt, wie ich finde. Mir gefällt die Idee, überall kleine Pompejis zu erhalten, die von Abenteurern erkundet und vielleicht geplündert werden können, stets auf der Hut seiend, dass der Vulkan in der Nähe jederzeit wieder ausbrechen kann. Gerade der egoistische Gedanke dahinter gefällt mir, denn wenn er etwas schätzt, will er es für sich behalten, ohne jedoch einen Gedanken daran zu verschwenden, dass er es dabei zerstört, zumindest das Leben heraussaugt und es damit von seiner Seele befreit. Es entsteht also ein hübsches kleines Museum für den Vulkan, in dem er in den Erinnerungen an schönere Tage lebt.
  6. Verhaltensaspekt – Das klingt ja beinahe sensibel, was dieser Drache ist ;) Nein, den Verhaltensaspekt finde ich auch wieder gut, da er die Eigenschaften eines Vulkans in das Verhalten des Vulkans mit einbezieht. Er erhält die Aufgabe, das Leben in einem ewigen Zyklus neu entstehen zu lassen, zumindest am Hang von Bergen. Als Gleichnis dafür kann man auch einen Waldbrand nehmen, in dessen fruchtbarer Asche der Wald neu entstehen kann, oder auch ein Phönix, der erst vergehen muss, ehe er neu entstehen kann. Das ist für die Menschen nicht immer schön, aber die sind jeweils für sich genommen ja eh nur kurzfristige Randerscheinungen im Leben des Drachen, und von daher keine Reue wert.

Kommentar:
Der Vulkan hat einige schöne Ideen, sticht für mich allerdings nicht in die Spitze der Drachen hervor. Der fünfte Aspekt ist für mich ganz stark, und auch der Verhaltensaspekt überzeugt mich ziemlich. Schmunzeln musste ich beim Bild des Drachen, jedoch hab ich dann daran gedacht, dass so ein Viech unterhalb meiner Füße lauern würde und hab das Schmunzeln erstmal wieder aufgegeben. Die Gabe des Vulkans erscheint mir logisch, und das Talent finde ich wiederum sehr schön gewählt. Die spontane Eruption ist natürlich etwas, was der Vulkan können muss – siehe Japan mit der unerwarteten Aschewolke – aber für einen Drachen ist es schon sehr mächtig und auch im Vergleich mit einem normalen Odem eher ungewöhnlich, doch keinesfalls schlecht. Bei näherem Nachdenken könnte man hier über drei Ecken einen Verwandten der Tarraske sehen. Er lauert über Jahre in der Erde, um dann irgendwann für kurze Zeit zuzuschlagen und dann wieder zu verschwinden.

Bewertung - Drache "Der Priester/Verräter" (Woche Nr. 9)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 0/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Gelungener erster Aspekt, sogar einer der stärkeren. Er erzählt die Geschichte des Priesters, er erzählt etwas über sein Wesen und sein Verhältnis zu anderen Drachen, UND er gibt einen kleinen Ausblick auf das was kommen kann. Natürlich erkennt man in diesem Aspekt auch wieder unsere Spielrunden. Verrat ist nur eine Frage des Datums, ja klar, oder der erreichten Spielstufe, wenn man mal zurückblickt und sieht, dass mir eine Weile nachgesagt wurde, dass meine Charaktere auf Stufe 4 die Spielgruppe verraten (was ich für 2 Charaktere zumindest nicht mit aller Vehemenz bestreiten will) würden. Auch sehe ich hier eine kleine Anspielung auf die große Loyalitätsmaschine, das würde den Rahmen aber sprengen.
  2. Aspekt 2 – Ein christlicher Aspekt, der auf die Wunder der heiligen Kirche anspielt? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Zumindest scheint dieser Aspekt den Namen des Priesters zu erklären, denn er erklärt die Mehrung und Ausweitung des Glaubens von Vecor. Man muss sich nur fragen, wem gegenüber er die Loyalität der kleinen Schäfchen erkauft. Sind die Menschen im Zweifelsfall auf Vecors Seite, oder ist jener der besagte Hirte, dem sie zur Seite stehen, wenn er sich irgendwann gegen Vecor wendet?
  3. Aspekt 3 – Erneut ein kleiner Verweis auf das Christentum. Die Dogmen, die von oben an die Menschen weitergegeben wurden. Das klingt nach sowas wie den zehn Geboten, nach denen die Leute handeln sollen, nur eben in anderer Ausführung und mit Arbeitserleichterung, damit sich die Führungsetage des Glaubens zurückziehen kann. Aber führt dieses Zurückziehen nicht irgendwann auch zu Zweifeln gegenüber Vecor und seines Drachen? Fehlt die Präsenz, wird irgendwann auch der nicht mit Herz und Seele glaubende zweifeln. Ein zweischneidiges Schwert.
  4. Aspekt 4 – Eindeutig ein weiterer Hinweis auf den kommenden Verrat. Ich bin mir sicher, dass der Priester nichts dagegen unternehmen wird, wenn die Menschen ihn für einen Gott halten, und nicht mehr den dahinterstehenden Vecor. Das Verwischen der Grenzen zwischen Gott und Drache gefällt mir erneut und man könnte vermuten, dass den Göttern eine Dämmerung bevorsteht, wenn die Drachen diese Position irgendwann einmal ausnutzen. Es bleibt nur die Hoffnung, dass der Drache sich nicht selbst damit täuscht und sich nicht selbst für Vecor hält, wenn er zu lang im Glanze der Menschen gebadet hat. Wobei das auch witzig wäre…
  5. Aspekt 5 – Spannender Aspekt, der sowohl auf den Drachen, als auch auf den Glauben zu Vecor schließen lässt. Hier sind natürlich eigene Erfahrungen der Drachen mit eingebunden und, wie sollte es anders sein, kann man in dem Aspekt erkennen, dass er durch die Knechtschaft nicht gerade schwächer geworden ist, wie man auch schon durch die Konfrontation mit dem Imperator gesehen hat, welche er beinahe schadlos überstanden hat.
  6. Verhaltensaspekt – Mit dem Verhaltensaspekt habe ich ein wenig Bauchschmerzen, denn er steht schon ein bisschen gegen den Eindruck, den ich bisher hatte. Bislang hat sich mir ein wenig der Eindruck aufgedrängt, dass der Verrat nur eine Frage der Zeit ist, und dass er schon dahingehend am Vorbereiten ist. Hier jedoch kommt nun die Frage, ob der Eindruck so richtig ist, denn er wird als ein loyaler Diener dargestellt, der die ganze Welt Vecor unterwerfen will. Vermutlich ist dies auch noch sein Hauptzweck und sein vorwiegendes Ziel, und meine bisherigen Eindrücke waren zu stark, aber die Frage bleibt bestehen, ob ich zu sehr auf die Andeutungen eingestiegen bin, oder ob die Andeutungen zu stark waren.
Kommentar:
An sich gefällt mir der Drache hervorragend, bis zum Verhaltensaspekt, bei dem ich eben leichte Probleme hatte. Für sich ist letzterer auch nicht problematisch, jedoch wie gesagt in Kombination mit den Andeutungen des Verrats ist hier wieder das brave Schoßhündchen zu erkennen. Ansonsten, wie gesagt, ein gelungener Drache, der auch passende Gaben besitzt, die zwar etwas bieder wirken, aber doch dem Drachen angemessen sind und zu ihm passen, weshalb das kein Kritikpunkt sein kann. Nicht jeder Drache muss eine spontane Eruption herbeiführen können ;)

Bewertung - Drache "Das Letzte" (Woche Nr. 10)

Punktevergabe

Abgegebener Drache: 1/1

Erstellte Aspekte: 6/6

Erstellte Gaben und Talent: 2/2

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Drache): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 – Der erste Aspekt ist direkt ein Paukenschlag und macht schon viel Spaß zu lesen. Der letzte Satz klingt ein bisschen nach Baumbart (Niemand aus auf meiner Seite, also bin ich auch auf niemandes Seite), der Rest nach einem Versuch, die höchsten Wesen der Enwe auszulöschen, was es ja letzten Endes auch ist. Es kommt nur die Frage, was passiert, wenn die Seelen nicht von den Körpern fortgehen. Entsteht eine Untotenplage, gibt es eine Überbevölkerung? Alles rein hypothetisch, denn eine solche Maschine wird wohl noch lange brauchen, bis sie kommt.
  2. Aspekt 2 – Anfangs war ich nicht ganz sicher, was der Aspekt mir sagen will, ich bin dann zu dem Schluss gekommen, dass eine Doktrin für ihn schädlich ist und er sich mehr auf die natürlichen Ordnungen besinnt, die keine künstlichen Konstrukte sind, geschaffen von Sterblichem oder Unsterblichem. Vielleicht auch deshalb, weil die Unsterblichen sich damit ihre Macht erhalten können? Positiv angemerkt soll hier sein, dass er aus dem normalen Denkmuster von Dämonen herausbricht und als Dämon auch mit Sterblichen zusammenleben kann.
  3. Aspekt 3 – Der Golem als ein Drachenkonstrukt. Spannende Idee, und auch hier kommt die Antwort auf eine zuvor gestellte Frage. Dass die Lebewesen alle in ein Konstrukt gewandelt werden, sobald sie sterben, wird über kurz oder lang dafür sorgen, dass nicht nur die Unsterblichen durch das Fehlen der Seelenenergie eingehen, sondern auch die Sterblichen, da sie sich in Maschinenform nicht mehr fortpflanzen können und es irgendwann dann keine Seelen mehr gibt, die in die Körper einziehen können. Lehre ist Leere, so führt seine eigene Lehre ihn irgendwann in die tatsächliche Leere, wie mir scheint. Der Drache wird wohl wirklich irgendwann das Letzte sein.
  4. Aspekt 4 – Ich musste ein wenig lachen. Natürlich gilt die Geschichte des Letzten als eine Warnung, wie die Götter sagen, denn er will ihnen ja an den Kragen und kann das vielleicht sogar schaffen mit seiner Idee. Dann würde ich als Gott auch sagen, dass solch ein Wesen böse ist und niemand dem nachstreben soll. Ich mag diesen teils geschichtlichen Aspekt von Barafu, wie ich ihn einfach mal nenne.
  5. Aspekt 5 – Ich finde hier den Gegensatz schön, dass Barafu eigentlich die natürlichen Ordnungen mag, aber seine eigene Ordnung enführen will. Ich nenne es mal natürliche Ordnungen, weil sie nicht von Göttern geschaffen sind oder diesen nicht dienen. Der Hass wurde ja bereits angedeutet, und so ist dieser Aspekt eine logische Folge, ein Ausbau dessen.
  6. Verhaltensaspekt – Mir kamen beinahe die Tränen bei diesem Aspekt. Da es sich das jedoch selbst zuzuschreiben hat, ist das Letzte hier jedoch weiterhin ohne mein Mitleid ;) Ich denke einfach mal, dass gerade diese Einsamkeit auch zu bereits erwähntem Hass geführt haben wird, da er keinen Platz in der Welt hat (außer unterirdisch bei seltsamen Geschöpfen, die für sich auch schon eine Anomalie sind ^^).

Kommentar:
Nochmal ein sehr starker Quasidrache zum Abschluss, der mir sehr gefällt. Auch wenn es ein uneigentlicher Drache ist, würde ich ihn mit in die Kandidatenliste derer setzen, die für den besten Drachen in Frage kommen. Das mag jetzt vielleicht daran liegen, dass er einen Zustand herbeiführen will, den man mit Endzeit vergleichen kann und den ich auch schätze ^^ Aber mir gefällt auch so das ganze Konzept des Drachen. Ein würdiger Abschluss für diesen Wettbewerb, in dem die Mächtigsten unter den auf der Enwe wandelnden behandelt wurden.





WocheDrachePunktzahl
1Der Imperator10
2Der Spielleiter10
3Der General9
4Der Züchter10
5Der Philosoph9
6Der Patron11
7Der Künstler10
8Der Vulkan10
9der Priester9
10Das Letzte10
Gesamtpunktzahl98




Die Bonuspunkte.
Wer bekommt von mir einen Bonuspunkt für die Qualität? Mit der Frage hab ich mich schwer getan, wie so oft, weil es eben alles schöne Drachen geworden sind, die mir auch zu gefallen wissen, aber einige von denen fallen im Vergleich zu den anderen doch deutlich ab. Ich habe mir bei den Bonuspunkten Gedanken dazu gemacht, welche Drachen als beste Drachen in Frage kommen. Das waren auf Anhieb der Patron, der Künstler, der Vulkan und auch das Letzte. Jene Drachen stechen für mich deutlich hervor und bekommen damit auf jeden Fall den Bonuspunkt für die Qualität der Arbeit.
Weniger gefallen und fernab der Auswahl stehen der Priester und der General, was nicht bedeutet, dass sie schlecht sind, sondern sie von der Qualität der anderen Drachen abgefallen sind und an diese nicht herankommen, was für die Qualität von Marnarn bei den obigen vier Drachen spricht. Es sind, wie gesagt, dennoch gute Drachen, die jedoch mit kleinen Mäkeln versehen sind. Der Priester hatte wie schon im Text erwähnt aus meiner Sicht eine für mich sichtbare Schwäche zum Verhaltensaspekt hin. Der General hat seine Schwäche ebenfalls in den Aspekten, die mich nicht vollends überzeugen konnten.
Es bleiben noch vier Drachen, deren Einordnung mir nicht so leicht fiel wie bei den anderen Drachen. Ich differenziere hier noch einmal untereinander und sehe, dass der Philosoph, der Züchter, der Spielleiter und der Imperator übrig bleiben. Für den Imperator hatte ich anfangs direkt schon ein Herz und er ist definitiv von höherer Qualität und passt sich mehr den vier besten Drachen an. Hier kann ich ohne Bauchschmerzen einen weiteren Bonuspunkt vergeben. Auch der Züchter bekommt ohne Probleme den Bonuspunkt, da ich sein Konzept und seine Umsetzung als sehr gut gelungen betrachte und mich unwohl dabei fühlen würde, ihm keinen Punkt zu geben. Der Philosoph hingegen ist ein schwieriges Terrain. Die Umsetzung ist gut gelungen, aber ich finde, dass er doch ein bisschen abfällt. Hier hätte ich ein wenig Schmerzen, ihn auf eine Stufe mit dem Züchter und den Imperator zu stellen, weshalb ich ihm hier keinen Bonuspunkt gebe. Zuletzt bleibt der Spielleiter, der bei mir eine Sonderrolle einnimmt in der Bewertung. Der Grundgedanke hat bei mir zuerst Zweifel ausgelöst, dachte ich doch zu sehr in normalen Rollenspielbahnen. Aber je weiter ich ihn behandelt habe, desto besser fand ich die Umsetzung, und der hier entstandene Bonuspunkt liegt an der Idee und der grandiosen Umsetzung.
So kommen also sieben Bonuspunkte zustande.
Bei dem besten Drachen lasse ich mich nun komplett von meinem Gefühl leiten, da es hier nicht um zu kreierende Punkte geht, sondern um lediglich einen zu verteilenden Punkt, und ich mir deshalb etwas Subjektivität erlauben darf. Aus den vier Favoriten für den besten Drachen hab ich mich schließlich für den Patron entschieden. Das Letzte war sein härtester Konkurrent, aber ich sehe schon ganz gerne einen eigentlichen Drachen an der Spitze, weshalb der Patron, dessen Gesamtkonzept mir am besten gefällt, diesen Wettbewerb aus meiner Sicht gewonnen hat. Platz drei nimmt der Künstler ein, dicht gefolgt vom Vulkan. Platz 5 der Spielleiter, Platz 6 teilen sich der Züchter und der Imperator und unter dem Strich ist der Priester auf Platz 8. Der Philosoph und der General teilen sich den 9. Platz in meiner Bewertung.

Wenn ich das richtig sehe, entsteht nun also eine Gesamtpunktzahl von 98 Punkten von meiner Seite aus, was ich als sehr sehr schönes Ergebnis sehe. Ich freue mich, dass ich so viele Punkte vergeben durfte, da es mir auch viel Spaß bereitet hat, die Drachen zu bewerten. Ich hoffe, ich konnte meine Eindrücke zu den Drachen gut vermitteln. Sollten Fragen offen geblieben sein, stehe ich für Antworten natürlich zur Verfügung!


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