Zombie-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

“Brains, Brains, Brains, Brains, Brains.
Brains, Brains, Brains, Brains, Brains, Brains, Brains.
Brains, Brains, Brains, Brains, Brains.” - Zombie-Haiku
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Der Imperator
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Zombie-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

Beitragvon Der Imperator » So 6. Apr 2014, 11:53

Diesmal ohne viel Geschwurbel. Hier meine Variante der Bewertungsmaske (ist eine Abwandlung der letzten, muss aber nicht genutzt werden).

Code: Alles auswählen

[u][size=150]Bewertung - Aspekte (Woche Nr. X)[/size][/u]

[u]Punktevergabe[/u]

[i]Erstellte Aspekte:[/i] x/7

[i]Zusatzpunkt ([i]overall quality[/i]):[/i] x/1

[i]Zusatzpunkt (Bester Aspekt):[/i] x/1

[i]Kritikpunkte:[/i]
[list=1][*]
[*]
[*][/list]

[i]Kommentar:[/i]


Wie beim letztem Mal gilt, dass es Sinn macht, die Kritikpunkte kurz und präzise aufzuschreiben. Das ist auch diesmal eine Selbstermahnung, die Kritik (positiv wie negativ) nicht in langen Texten zu verschwurbeln. Ausführlicher kann es im Kommentar beschrieben werden. Wenn man einen Zusatzpunkt für overall quality gibt, kann es Sinn machen, zu erklären, was man besonders an dieser Aspektwoche schätzt. Der Zusatzpunkt bester Aspekt kann natürlich nur einmal vergeben werden. Dieser sollte aber auch erklärt werden, so möglich.

Für weitere Bedingungen und Vorankündigungen, siehe den ursprünglichen Herausforderungsthread.

Abgabe für die Bewertung ist am Sonntag, den 06.04.2014 um 20:00 Uhr.

Viel Erfolg!
"Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely. Great men are almost always bad men, even when they exercise influence and not authority: still more when you superadd the tendency or the certainty of corruption by authority. There is no worse heresy than that the office sanctifies the holder of it." - Lord Acton

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Der Imperator
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Re: Zombie-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

Beitragvon Der Imperator » So 6. Apr 2014, 16:49

Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 1)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Das Grauen hat einen Namen: Den Aspekt finde ich sehr gut. Zwar sollte die Sprachfähigkeiten und das Erinnerungsvermögen nicht vollends intakt sein, sondern eben in eine Art anthropophagen Instinkt verwandelt werden, meiner Meinung nach, aber das schließt dein Aspekt ja nicht aus. Ich hätte das vielleicht noch präzisiert, da ansonsten sicher das auch anders ausgelegt wird und manche Zombie ihre Familie etc. gar verschonen könnten.
  2. Der Tod kommt langsam, aber er kommt: Nichts außergewöhnliches, aber eben etwas, was festgelegt werden muss. Insofern gut. Es ist wichtig, die Basics festzulegen.
  3. I want you for zombie army!: Sowas ist Geschmackssache. Ich bin von der Krankheitssache persönlich nicht überzeugt und halte zumindest eine Diversifizierung für geboten. Das liegt daran, dass eine Zombiekrankheit oder ein Zombieparasitismus sehr häufig ist. Und wir uns insofern nicht abheben mit unseren Zombies. Wenn man allein dabei bliebe, müsste man vielleicht dann spezifischer werden, nicht dass alle an eine magisch-inspirierte Umbrella-Company denken. Als Ansatz trotzdem zu gebrauchen und etwas, was festgelegt werden muss. Aber apropos Tröpfcheninfektion: Niesen Zombies? ;)
  4. What is this I look upon
    Should be dead and gone
    How can I believe my eyes?
    Is it a lie?: Ich hätte dies auch zuerst so angepackt, denke aber beim zweiten Nachdenken, dass es effektvoller gewesen wäre, wenn man das Pferd andersherum gezäumt hätte. Und zwar in der Art, dass man mit Aberglauben und kleinen Mythen arbeitet. Und dieser Widerspruch zwischen möglicher Fiktion und möglicher Wahrhaftigkeit für die Spielwelt hätte gerade durch die Existenz von Magie ein mögliches Prickeln starten können und hätte meiner Meinung nach noch besser zum Aspektnamen gepasst.
  5. Der Exorzismus von Emily Zombie: Du schreibst: "Das eigene Gehirn übt bloß noch einige wenige rudimentäre Funktionen aus. Darauf kann sich der von Zombies geplagte Held verlassen." Diesem Aspekt widersprichst du bereits in dieser Aspektwoche und noch bewusster in einer nächsten Aspektwoche "Nachhall des Lebens". Für den Aspekt selbst wäre ein Satz interessant gewesen, warum Dämonen Zombies nehmen. Einfachheit der Besessenheit? Im Regelsystem D&D funktioniert sowas beispielsweise nur, wenn ein Wesen eine Intelligenz von 3 hat. Wenn nur Reste vorhanden sind, wie kann der Zombie im Geiste besessen sein? Also ist es möglicherweise keine klassische Besessenheit oder wie weit geht der Grundintellekt des Zombies? Ansonsten ein netter Ansatz.
  6. Endlich, Wasser!: Finde ich sehr gut.
  7. Der unsichtbare Tod: Schöner Aspekt. Hätte ihn noch schöner gefunden, wenn man noch mehr mit Geräuschen arbeitet. Das Summen blutdürstender Mücken ist ja recht bekannt und hätte in dem Zusammenhang noch sehr effektvoll sein können.

Kommentar: Ein sehr schöner Beginn für die Aspekte, die sich vor allem um das Wesen der Zombies drehen und ein Stück weit um ihre Ausbreitung und Rezeption. Du hast vor allem klassische Themen, wie die Geschwindigkeit und die Art der Epidemie ausgesucht. Das ist sehr sinnvoll, gerade um den Stein des Anstoßes zu geben. Meinen Geschmack trifft die klassische Pest-Zombie-Epidemie nicht ganz, aber ich kann selbstverständlich damit leben. Vielleicht können wir aber noch spezifischer in ihrer Auswirkung und ihren Gründen werden an anderer Stelle.
Schade finde ich, dass du manchmal an Qualitätsmanagement sparst und die Aspekte vielleicht nicht noch ein zweites Mal sichtest. Das wird besonders deutlich im Exorzismus von Emily Zombie. Da könnte man einen zweifachen Widerspruch finden. Zum einen, dass du den Zombies zum einen Geist gibst (Aspekt 1 und Aspekt 2 Woche 2) und ihnen dann wieder nimmst und dem Spieler die Gewissheit über eine Gleichheit gibst, die gar nicht vorhanden ist. Zum anderen dass ein geistloses Wesen, wenn es denn nur ein Rudiment ist, besessen sein kann. Dieses Argument kann einerseits aus einer Regelthematik bezogen werden, andererseits kann man sicher trefflich über diesen Punkt streiten, müsste dann aber definieren, was Besessenheit überhaupt ist. Ich sehe sie im Sinne der Geistesfähigkeit und mit seinen psychologischen Merkmalen, in deinem Fall scheint damit aber eher eine (schwarzmagische?) Übernahme des Körpers verstanden zu sein. Insofern wäre hier ein Satz der Aufklärung sinnvoll gewesen, um diesen möglichen Widerspruch im Keim zu ersticken. Insofern tu ich mir trotz der großen Ansätze schwer, einen Punkt für overall quality zu vergeben. Da aller Anfang jedoch schwer ist, gebe ich den Punkt.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 2)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Du riechst so gut!: Die Zombies erfahren also eine Erweiterung ihres Sein, dadurch, dass die Krankheit die Geruchssinne schärft. Interessanter Punkt. Guter Aspekt.
  2. Nachhall des Lebens: Bis auf den Kritikpunkt in Hinsicht auf deine Aussagen zum State of Brain der Zombies (siehe Aspektwoche 1) finde ich diesen Aspekt wirklich gelungen, gerade weil er Diversifizierungen zulässt und eben auch kleine Spielereien. Eine Begrenzung finde ich sehr sinnvoll. Der Aspekt verhält sich ein bisschen wie eine Spezifikation des Aspektes "Das Grauen hat einen Namen", insofern ist er trotz gleicher Stoßrichtung unterschiedlich genug.
  3. Des Leierschwanzes Rufes: Nette Idee. Hier finden wir also wieder eine Erweiterung des Zombietums. Wissenswert wäre hier, um das sich nur um Menschen dreht, denn der Aspekt impliziert es, oder ob es auch für andere zombifizierte Wesen gilt.
  4. Blutrote Nächte: Hier haben wir wieder den Widerspruch zwischen geistlos und restliche Geistigkeit. In deinen Gedanken bekämpfen sich die zombieschen Stereotypen mit deinen erdachten Veränderungen. Ihre Reaktion scheint hier also wieder ein geistloser Instinkt zu sein und keine bewusste Reaktion, damit kann ich durchaus leben. Ich finde es aber ein wenig verwirrend, dass sie jetzt manchmal nachhallend geistig sind und dann im anderen Sinne wieder geistlos.
  5. Die Hard! - stirb langsam - Ein Grundsatzaspekt, von daher gut. Die Dopplung bezüglich dieses Aspektes könnten wir im Vorfeld bereits ausräumen. Nett auch, dass erste Wege zum Besiegen aufgezeichnet werden.
  6. Die Nachtkrähen der Rabenfeste: Dein erster Aspekt, der Fakten für das Tal schafft. Ich finde ihn jedoch relativ 08/15. Ich hätte gerne gewusst, warum es ausgerechnet Orks sind oder ob das an sich eine Rolle spielt (oder geht es nur um die Stärke?).
  7. Frauen und Kinder zuerst: Finde ich gut.

Kommentar: Du beschäftigst dich vor allem mit dem Wesen der Zombies. Etwas, wovor ich mich gedrückt habe in vielen Fällen. Das ehrt dich. Problematisch finde ich, dass du dir selbst unsicher scheinst, wo du die Grenze zwischen geistvoll, geistlos ziehst, und wo du manche Verhaltensweisen als bewusst angibst oder sie im Sinne vom grundsätzlicher Geistlosigkeit (in Form menschlichen Intellektes) als Instinkte verkaufst. Ich finde die Aspekte dazu grundsätzlich gelungen, aber da muss meiner Ansicht nach die Feile nochmal ran, um sie etwas runder zu machen und diesen möglichen Widerspruch glattzufeilen. Also beispielsweise diese geistigen Dinge alle als veränderte Instinkte zu verkaufen (so hast du es vielleicht auch gemeint), und dann bei den Dämonen festzulegen, dass sie den Körper übernehmen und nicht einen besessenen Geist provozieren.
Gut, finde ich die Individualisierungen und auch, dass du den Zombie zu einer Art Jagdgeschöpf werden lässt durch die Veränderungen. Das deutet daraufhin, dass das Zombiemutagen, wenn man so möchte, sich in deinem Geiste von einer eigentlichen Pest eher zu einer Art Tollwut entwickelt hat, die sich dennoch auch pestartig ausbreiten kann. Die Frage, die offen sein wird, auch im Vergleich zu meinen Aspekten, wird sein, wie weit die Zombies mit dem Menschenfressen gehen. Also ob sie nur einen kleinen Biss nehmen, um das Wesen zu verwandeln? Ob sie es teils auch auffressen? Und wie ist das mit dem Fressen von Gehirnen. Dann ist der Nachhall weg. Erhebt sich dann trotzdem der Rest? Wie ist das mit dem Auferstehen der alten Toten? Behalten wir diese Fragen im Hinterkopf.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 3)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Etwas lauert in der Tiefe: Eine neue Aspektart, nämlich der Abenteueraufhänger. Ich mag es, wenn nicht alle Aspekte gleich sind, also Daumen hoch. Eine Frage jedoch: Warum wollten sie die gefangenen Zombies in den Kerkern, in denen sie die Schätze von Ikarion eingemottet haben, freisetzen? Diese Frage hätte vielleicht beantwortet werden sollen.
  2. Der ewige Hunger: Zwei Erweiterungen des Zombietums. Sie fressen sich selbst nicht. Und sie haben einen Tank. Zwei sinnvolle Erweiterungen, gerade ersteres ist etwas, was festgelegt werden muss. Das zweite sorgt für eine Lösungsmöglichkeit und lässt einen erwarten, dass die Zombieapokalypse nach der Reinigung des Tales rasch endet. Oder ist es etwa so wie unter Menschen? La Radeau de las Méduse sage ich da nur.
  3. Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!: Grundsätzlich ja, ich hätte mir aber hier eine Abstufung in Bezug auf deinen Aspekt "Frauen und Kinder zuerst" gewünscht, denn so essen die Zombies zwar alles, andererseits schätzen sie ja doch eher leichtere Beute. Hier wäre ein verbindender Satz sinnvoll gewesen.
  4. Der Stärkste geht voran: Hier sind Zombies also wieder nicht geistlos, sondern beschränkt. ;) Der Aspekt ist dennoch an sich sinnvoll. Ich hätte ihn vielleicht mit einer Art Rudelverhalten erklärt, um es noch griffiger zu gestalten und es stilistisch in deine Reihe des Jagdhalbtieres Zombie zu bringen. Aber das ist eine Marginalie. Guter Aspekt. Lässt sich gut mit den Nachkrähen verbinden. Ich sehe also erste Synergieeffekte.
  5. A Feast for Crows: Die tollwütige Pest-Krankheit breitet sich also über die Humanoiden hinaus aus. Es ist also keine klassische Krankheit, wenn sie so leicht über unterschiedliche Metabolismen hüpfen kann. Guter Aspekt. Du magst die Formulierung der unsichtbaren Gefahr. Auch hier hätte ich sehr mit den Geräuschen gespielt, gerade bei Krähen. Des Weiteren wäre auch gerade hier interessant, ob diese dann auch menschliche Hilfeschreie nachmachen können.
  6. Die Schatten sind trügerisch: Guter Aspekt. Hier erhalten die Zombies aber jetzt sogar einen simplen Verstand!
  7. You are now my geust, forever: Insofern nett, dass man sich also auch an die Zombies gewöhnt. Hier muss die Bedingung geschaffen werden, dass man wieder einen völlig geistlosen Zombie hat oder zumindest der Nachhall seines Lebens eingeschränkt ist. Ein Satz, der deiner gerne und bewusst so lax gestalteten Sprache entstammt, finde ich jedoch unpassend: "Der Zombie beschwert sich nicht, wenn er kein Futter bekommt. Gut, er beschwert sich, aber niemanden stört es." An diesem Satz darf daran gezweifelt werden, nachdem du die ganze Aspektwoche auf dem ewigen Hunger und ihre Hartnäckigkeit verweist, gerade in Hinblick auf ihre Lust auf Frischfleisch, ihren guten Geruchssinn, ihr Mimikry etc. Insgesamt bleibt fraglich, warum man bei all den Gefahren einen Zombiesklaven haben wollen würde. Da hätte ein erläuternder Satz mit einem Fallbeispiel vielleicht geholfen.

Kommentar: In der dritten Wochen merkt man noch immer das Bestreben, dass du dich fragst, was den Zombie eigentlich ausmacht. Das ist sehr erfreulich, weil es ihm ein gewisses Bild verschafft. Die Woche ist dir gut gelungen. Du deutest dabei bereits über die Zombies hinaus, also dass sie scheinbar nicht nur Selbstzweck sind. Ich werde das Gefühl jedoch nicht los, dass wir den Geist, die Geistlosigkeit, den Instinkt oder den Verstand des Zombies noch mit einem eigenen Beitrag scharf skizzieren, wenn nicht gar definieren müssen.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 4)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 0/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Those who walk amongst the Dead: Nicolaj und die Vampire. Ich finde die Vampire unpassend in diesem Szenario, gerade weil sie scheinbar vor den Zombies geschützt sind. Warum? Für mich ist das Interessanteste, dass die Toten auch aus ihren Gräbern steigern. Jetzt ist anhand des Aspektes schwer zu sagen, ob das bewusst die Vampire bezeichnet (eher nicht, sind ja nur sechs), und wenn es nicht so ist, dann steht fest, dass die Krankheit auch wiederbeunlebend wirkt, also hier eine Erweiterung der Krankheit darstellt. Hier kann ich nur aus einer Geschmackssicht urteilen, aber da es eine Zombiechallenge ist, finde ich den Verweis auf andere Untote nur bedingt reizvoll.
  2. Wie Phönix aus der Asche: Der Aspekt greift auf den ewigen Hunger zürück. Den Menschen ist also bekannt, dass die Zombies zugrunde gehen können. Das ist für die Lösung interessant. "Der Biss eines Zombies macht dich zu einem Zombie. Der Schlag eines Menschen hingegen tut einfach nur weh." Was wären Syrer oder Ägypter froh, wenn dies so wäre.
    Die Religionen fangen also an eine Rolle zu spielen. Neuer Ansatz also. Interessanter Aspekt.
  3. In den Straßen vom Mildstedt: War es eine Stadt von 2500 Einwohnern, von der nur noch 500 in der Stadtmitte leben oder leben 500 in der Stadtmitte und 2000 unglückliche in den Außenbezirken und werden gerade gejagt. Ansonsten guter Aspekt, weil er den Stereotyp für städtische Entwicklungen darstellen dürfte.
  4. Die goldene Kette nimm dir...: Hier spiegelt sich der Verfall der Sitten wieder. Insofern ein schöner Aspekt, dass manche die Not anderer ausnützen. Hilft dabei, das Gebiet gefährlicher wirken zu lassen. Die Gefahren werden so vielschichtiger.
  5. Geld wie Heu: Anzuzeigen, wie die klassische Zivilisation zusammenbricht, ist wichtig. Guter Punkt.
  6. Das Monstrum von Rumatal: Es gibt Täler im Tal sozusagen. Geographische Erkenntnisse. Ich hätte interessant gefunden, wenn du festgelegt hättest, warum er nicht Hand an sich anlegt, wenn er die Umgebung vor sich schützen will und sowieso nur warten will, bis er verendet? Warum will er die steigenden Schmerzen überdauern? Wäre hier der Exorzismus von Emily Zombie nicht passender? Wenn die Qualen die Raserei auslösen, sein Verstand also weicht, ist er dann ein normaler Zombie? Fragen über Fragen. ;)
  7. Das reinigende Feuer: Wir wussten bereits, dass Feuer hilfreich ist. Insofern wäre schön gewesen, dass es nicht einfach nur einen einzelnen Aspekt bekommt, sondern damit mehr verbunden wird. Es also über das Verbrennen der Toten hinausgeht, direkt mit einem Mangel an Brennhölzern beispielsweise und der Frage, ob man selbst lieber erfriert (das Tal ist kalt, wie wir festgelegt haben) oder man lieber die Toten unter der Erde hält. Das wäre ein schwerer Zwiespalt gewesen.

Kommentar: Ich finde, dass du in dieser Woche etwas Platzhalter gesucht hast. Die meisten Aspekte sind eher deskriptiv, denn dass sie wirklich etwas wecken, mit dem man arbeitet. Das ist nichts schlechtes, denn mit Mildstedt dürfte die typische Ortschaft entstanden sein. Das Monstrum von Rumatal finde ich jedoch trotz der interessanten Grundidee (wieso ist er nur halb zombifiziert?) etwas dröge, weil die Motivation des Monstrums fehlt. Zuletzt finde ich die Einführung der Vampire nicht wirklich passend. Nicht weil es Vampire sind, sondern weil sie einfach der Sache angehängt werden. Sie haben also keinen wirklichen Zweck. Deswegen kann ich dieser Woche, auch wenn es die Sache an sich weiterbringt, keinen Punkt für overall quality vergeben.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 5)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Eine sichere Zuflucht: Guter Startpunkt für ein Abenteuer oder eine Kampagne in dem Gebiet. Daumen hoch.
  2. Die Verlockungen der Ewigkeit: Ein Thema, dass dich sehr durch deine Kampagnen und Ideen zieht. Insofern bin ich erfreut, es auch hier anzutreffen. Hiermit greifst du etwas auf, was sehr in der Welt verwurzelt ist. Ich finde jedoch, dass hier der letzte Kick fehlt. Es hätte gerne schon einen "missglückten" Erfolg oder eine mittlere Katastrophe geben können oder einen Ansatz, wie die Welt damit konfrontiert wird.
  3. Die Schatten der Vergangenheit: Gandalf reist also in die Bibliotheken...Guter Aspekt. Ich finde, es ist ein schöner Aufhänger für ein kleines Szenario in diesem Gebiet. Eben eine Gruppe Verzweifelter, die ausgeschickt wird, Hinweise zu finden. Das könnte man sogar ein bisschen Indiana Jones-mäßig aufziehen. Aber auch hier hätte ich mir vielleicht ein oder zwei Details mehr gewünscht, vielleicht einen festen Ansatz oder ein Beispiel.
  4. Die Ruhe vor dem Sturm: Ich finde die Aspektbeschreibung hilfreich und gut, aber finde den Namen überhaupt nicht passend. Mit Ruhe werden eher positive Assoziationen verbunden. Ich hätte eher mit dem Begriff der Stille gearbeitet und dann vielleicht mit Begriffen wie unheimlich oder verstörend. Die Ruhe vor dem Sturm passt namenstechnisch eher zu der sicheren Zuflucht. Und es ist ja genau der Aspektname, der dir helfen soll. Ich finde, er führt in die Irre in diesem Fall.
  5. Den letzten fressen die Hunde: Da sind sie wieder, die qualitativen Nuancen. Den Letzten fressen die Hunde zum 1. Zum 2: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Das gilt nicht mehr." Diesen Satz schreibst du in Bezug auf die Menschlichkeit und sagt danach, dass sie stark nachgelassen hat. Selbst in Bezug auf die Zombies als auch auf die Menschen gilt der berühmte Satz Brechts doch noch mehr. An sich aber, wenn korrigiert, eine wichtige Feststellung und weiterhin Beweis für den Verfall von Sitten und Gesellschaft. Zudem meinst du Naturzustand statt Naturgesetz, oder?
  6. Heavy Metal never dies!: Im Sinne Malmsturms sicher der beste Aspektname. :) Wieso werden Zombies aber von Rauch angezogen? Gehen wir davon aus, dass sie instinktgesteuert sind und Feuer ist eine der wenigen Arten, sie wirklich zu schädigen, könnte Feuer nicht eine der wenigen Sachen sein, die sie in Schach hält bis es wirklich dazu kommt, dass der ewige Hunger sich durchsetzt, ehe sie sonst vergehen? Ansonsten ein netter Aspekt. Die Zwerge freuen sich drüber. :)
  7. Inner Sanctum: Klassische Glücksfälle. Ein Topos des Zombiegenres und als solcher fast unverzichtbar. Gut, dass du an ihn gedacht hast.

Kommentar: Die Woche fand ich wieder deutlich hilfreicher. Du hast gute Ausgangspositionen geschaffen, wenn man ein Szenario beginnen würde und fragst die langsam, wie der zerfallende Part der Gesellschaft der Menschen aussieht und wie es um Ausnahmen bestellt ist. Es scheint, als hättest du zu diesem Zeitpunkt ein für dich ausreichendes Bild der Zombies vor Augen und du kannst jetzt vom Kleinen ins Große gehen. Bis auf die kleinen qualitativen Sachen finde ich die Woche gelungen, finde jedoch, dass du in manchen Aspekten handfestere Fakten schaffen könntest.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 6)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Es lauert da draußen: Hier kommt langsam zu Stande, was ich bei Aspektwoche 1 noch bemängelt hatte. Insofern muss man die beiden miteinander vergleichen und insofern löst Aspektwoche 6 Aspektwoche 1 ab. Glauben sie nun daran oder glauben zu nun an zu viel? Das ist genau der mögliche Widerspruch. Insofern könnte einer dieser Aspekt den anderen aufheben. Ich werde dies in diesem Falle jedoch nicht so sehen. Obwohl du es nicht explizit schreibst und implizit auch nicht ausreichend andeutest, denke ich, dass hier einfach eine zeitliche Entwicklung stattfinden wird, die zwar unausgesprochen, aber konstruierbar ist. Dein erster Aspekt diesbezüglich dürfte zu einem Zeitpunkt entstehen, in dem die Zombies gerade aufkommen. Dieser Aspekt, sobald die Qual bekannt ist. Hier sehen wir, was wir versäumt haben. Wir haben keine Zeitachse festgelegt. Insofern lasse ich den Aspekt gelten.
  2. Essenszeit!: Finde ich an sich gut. Lenkt die Zombies wieder in die Jägerolle, die quasi an Wasserstellen wartet, dass die Menschenherde sich dort sammelt, um zuzuschlagen. Wie erkennen die Zombies dies jedoch? Wenn sie nicht verderblich sind (gibt es solche Nahrungsmittel, du meist wahrscheinlich eher schwer verderblich), werden sie ja nicht riechen. Und wenn sie riechen, dann meist nur dann, wenn die Kiste zerstört wird. Wenn sie jedoch regelmäßig zerstört wird (Das Kesseltal liegt ja deutlich niedriger als die umliegenden Berge), dann sind wahrscheinlich auch viele Tiere Nahrungskonkurrenten. Zudem werden die Kisten ja scheinbar eher zufällig gefunden, lohnt es sich also für Zombies, dort aktiv zu warten? Um diesem aus dem Weg zu gehen, hätte ich vielleicht beschlossen, dass sie in eine Stadt am Rande des Tales geschossen werden oder sonstwie das Gebiet streng eingegrenzt.
  3. Eine schlechte Zeit für die Liebe: "Überfluss und Luxus sorgen dafür, dass viele Kinder geboren werden, da man sich sicher fühlt und sie alle ernähren kann." An diesem Satz kann man aus der Sicht von klassischen Bevölkerungsentwicklungen zweifeln. Nicht nur in Hinblick auf die modernen Industriestaaten, sondern auch in historischer Sicht. Es ist sogar so, dass meist mehr Kinder gezeugt werden aufgrund der hohen Kindersterblichkeit, um sicher auch einen Nachfolger für Hofstelle etc. zu haben. Grundsätzlich teile ich die Ausformung des Aspektes nicht, weil warum sollten Frauen sich das nicht auch nehmen? Und warum treiben es die Menschen nicht eher wie Karnickel, wenn es eine der letzten, greifbaren, verfügbaren Freuden ist? Grundsätzlich kann ich mit dem Namen und Teilen des Aspektes gut leben, aber gerade in der Frauensache schiebst du sie zu sehr in die Opferrolle. Also ja, es ist eine schlechte Zeit für die Liebe an sich, aber daraus gleich alles in Vergewaltigungsorgien zu malen, ist vielleicht etwas weit hergeholt.
  4. Hinter den Mauern von Heros. Ich habe das Floß der Medusa bereits verlinkt. Netter Aspekt. Ich frage mich jedoch, ob es etwas damit auf sich hat, dass der harte Kern einer Siedlung bei dir gerne um die 500 Einwohner hat. Mildstedt hatte 500 Einwohner, Heros (sehr gute Namenswahl) hat 500 Einwohner und in den meisten Dörfern in deinen Kampagnen/Szenarien zuletzt, lebten auch immer um die 500 Einwohner. Scheint irgendwie eine willkommene Fixzahl für dich zu sein. :)
  5. Der Nebel des Grauens: Nette Metapher, grundsätzlich ist mir das jedoch zu ähnlich mit unserer Kontinentsidee von Yakhama, der ja von diesem Nebel beherrscht wird. Dennoch ein gelungener Aspekt in dem Zusammenhang. Insofern auch haltbar.
  6. Die wandelnden Fleischberge von Tor Dranol: Schützt es den Gnom wirklich oder nur halbwegs, stehen die Zombies doch vor allem auf Frischfleisch. Welches Fleisch nutzt er? Wie alt ist es? Ansonsten eine nette Idee für die bescheuerten Erep-Ised-Gnome.
  7. Die Sonnenspiegel Vecors: Der Untod lässt sich nicht beherrschen? Gerade da du am Anfang ja von besessenen Zombies schreibst. Da er den Untod nicht beherrscht, wäre vielleicht mein Ansatz. Davon ab sind es sehr nette Schutzgegenstände.

Kommentar: Diese Woche sind sehr nette Ideen dabei, gerade Hinter den Mauern von Heros gefällt mir ausgesprochen gut. Allerdings finde ich Eine schlechte Zeit für die Liebe aufgrund der Ausformulierung überdenkenswert. Insgesamt gesehen jedoch eine gute Woche mit netten Ideen, dennoch witzig, wie man sich langsam doch in eher magischen Richtungen bewegt, trotz des Low-Fantasy-Ansatzes. Das wird zum einen auch an der Länge des Wettbewerbs liegen. Es lässt sich auf diese Weise schneller etwas generieren. Insofern ist das in Ordnung.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 7)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 0/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Die güldene Sonne, bringt Leben und Gestank!: Guter Aspekt, schön zum Einfangen des Stiles. Hier ließe sich über eine Querverbindung noch das Land als sterbend darstellen, siehe das Ächzen der Berge beispielsweise. Der Geruch eines sterbenden Landes quasi.
  2. Tod und doch sterbend: Grundsätzlich hätte ich den Aspekt sehr willkommen heißen können, jedoch ergeben sich für mich zwei Feststellungen. Zum einen hast du das, was du hier einfach weiter ausformulierst, in seinem Kerngehalt direkt im Aspekt darüber schon festgelegt, du spezifizierst diesen Vorgang jedoch noch weiter. Das ist an sich nicht schlimm, da so viele Ideen entstanden, wie die Sache mit dem Feuer, aber auch dadurch, dass die Zombies so weiter zerfallen, wirkt es wie eine Doublette zum ewigen Hunger. Also eigentlich würde man davon ausgehen, dass das Ernähren notwendig ist, damit der Zombie nicht zerfällt. In dem Sinne ist dann allerdings auch nicht ganz klar, was für Zombies die nichtverfallenden sind. Ich bin also nicht ganz happy mit diesem Aspekt in dem Gesamtzusammenhang der bisherigen Aspekte bezüglich des Zombiewesens.
  3. Das ist nicht Fisch noch Fleisch: Sehr guter Aspekt. Aus der Not eine Tugend machen. Ich sehe es schon die Spezialisierung des Fugu...äh...Zombiekoches. :)
  4. My home is my castle: Diese Zwangsparanoia und Hillbillymentalität finde ich sehr passend, Daumen hoch.
  5. Scherben bringen Pech: An sich ein sehr interessanter Aspekt, gerade mit dem Hintergrund der Welt. Gleichwohl fragt man sich, was man mit dem Aspekt soll, wenn du ihn gleich in der Beschreibung derartig diskreditierst. Insofern ist dies einer dieser Aspekte, die einen sehr interessanten Ansatz haben, von denen man sich jedoch gewünscht hätte, dass du einen handfesteren Punkt generiert hättest, den man an die Hand bekommt, von dem man aus etwas konstruieren kann.
  6. When all chains break: "Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf und in Zeiten der Krise gelangt das wahre Gesicht der Menschen an die Tagesordnung." An die Tagesordnung gelangen. Man merkt dir deine Arbeit in den bürokratischen Mühlen dieser Welt an. :D An sich klingt der Aspekt etwas vorschnell. Gerade in Hinsicht darauf, dass diese Ausbrüche wahrscheinlich erst dann stattfinden, wenn die Gefängnisse selbst von Zombies angegriffen werden. Auch hier hätte ich gerne einen Beispielverbrecher gehabt oder eine greifbare Verwicklung. Dennoch eine nette Grundidee.
  7. Was du heute kannst besorgen...: Sinnvoller Aspekt, gerade mit Rückgriff auf die Pestzeiten und die dortigen Lebensmottos. Gerade hier könnte es jedoch auch sein, dass es eben unproduktiv wird, weil alle in den Tag reinleben oder nur noch die Genüsse des Lebens erfahren wollen (auch in Bezug auf Keine gute Zeit für die Liebe). Gerade in Mildstedt hätte man vielleicht es so chinchen können, dass jene produktiven Geister im harten Kern leben dürfen, der Rest jedoch rausgeworfen wird.

Kommentar: Woche 7 ist eine gemischte Woche. Da es einerseits sehr schöne und interessante Aspekte gibt, andererseits wieder manche Aspekte etwas allgemein gehalten sind und damit eintönig wirken könnten. Das wird jeder von uns haben, die positiven Gesamteindrücke überwiegen jedoch. Einzig schwer tu ich mich mit deinem Zombiesverwesungsaspekt wegen der oben genannten Argumente. Der hätte entweder andere Wege beschreiten sollen oder klarer, schärfer trennen müssen zum ewigen Hunger. So wirken sie doch recht ähnlich und zusammenhängend und dadurch eben einer davon fast redundant. Die schwarzmagische Variante hätte man sicher auch mit einem Satz beim ewigen Hunger unterbringen können.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 8)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 0/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Der Spiegel der Menscheit: Das Es stark in Menschen und Zombies ist. ;) Mich selbst überzeugt das Gleichnis in seiner jetzigen Lesart nicht, obwohl aus der Grundidee eine Menge zu gewinnen ist. Aber beispielsweise zu postulieren, dass die Unterschicht nicht einfach mehr wollen würde oder jede Oberschicht immer automatisch immer mehr wollen, finde ich fragwürdig. Das kann aber auch daran liegen, dass wir bis dahin kaum etwas über die grundsätzliche Gesellschaftsordnung im Kesseltal wissen und es deswegen etwas knöchern wirkt. Ich denke, das Gleichnis wäre griffiger gewesen, hätte man den Zombie hier als der Vernunft entkleideten Menschen dargestellt, in seiner jägerischen, gierigen Art. Ich denke, dass es darauf auch hinauslief., dass der Zombie also letztendlich die triebhaft-entfesselte Art des Menschen ist. Kann also sein, dass ich mich einfach mit deiner Formulierung schwer tue, mit deinem Gedanken jedoch nicht. :)
  2. Was Sakretos sagte...: Praktische Philosophie im Gewande angewandter Philosophie, so wird Sokrates in gewisser Hinsicht zu einem Konfuzius und es stellt sich die alte Frage zwischen Lebenskunst und Lebenskönnerschaft. Interessant, dass du die Philosophie in eine lebensverheerenden Zustand versetzt. Insofern erkennt man hier auch gewisse sophistische Kritik. Damit dieser Aspekt glänzt, hätten ihm noch ein, zwei philosophische Phrasen oder anderweitige Sprichwörter geholfen. Sowas wie Paracelsus berühmtes: Dosis facit venenum. Die Dosis macht das Gift. Scheinbar gibt es momentan ja noch keine notwendige Dosis an Zombievirus, um zu erkranken. Also wäre das eine gefährliche Lüge.
  3. Von Wurzeln und Kräutern: Wieder löst du eine Low-Magic-Problematik auf, in dem du die standardisierten Heilungsvorgänge auf die Heilmagie verschiebst. In dem Sinne macht der Aspekt in seiner Beschreibung einen Schritt in eine Richtung, die du eigentlich nicht wolltest. Für sich selbst gesehen ist er jedoch reizvoll, auch wenn ich es etwas kurz finde, alle wichtigen Heilkräuter in Wälder zu verlegen. Insofern hätte ich das etwas geöffnet und einfach hingesetzt, dass man das sichere Gehöft oder die Siedlung verlassen muss. Und das häufig eine Reise ohne Wiederkehr ist.
  4. Howling with the Pack: Hier kommt also doch noch die Rudelmentalität. Netter Aspekt.
  5. Das Schweigen des Waldes: Ich finde es insgesamt sinnvoll, dass überall eine gewisse Stille eintritt und durch die Geräusche der personifizierten Dahinraffens ersetzt wird. Insofern finde ich diesen Aspekt gut.
  6. Vater Nimnix Heim der Eintracht: Ein zweiter Ort, an dem man die Kampagne oder ein Szenario in diesem Gebiet schön starten lassen kann. Kann ich gut mit leben, weil hier auch ein anderer Akzent als bei einer sicheren Zuflucht getroffen ist.
  7. Wenn der Zombie zweimal klingelt: Hier wäre eine Zeitebene brauchbar gewesen. Denn auf einmal glaubt man wieder nicht an sowas, auch wenn die Stadt weitestgehend verschont wurde. Jedoch lässt sich bei deinen Aspekten eine geographische Tendenz erkennen. Und zwar, dass die Zombieapokalypse etwa im Herzen des Landes entstanden sein muss. Am Rande des Tales scheint man recht sicher.
    Hier finde ich die Akzentuierung jedoch nicht so spannend, weil sie hier deiner Insel doch sehr ähnlich ist. Die Zombiegefahr lauert schon direkt, die Leute verlieren ihre Wachsamkeit etc. Die Ausnahme ist die Andeutung auf die Hintermänner oder die Möglichkeit eines Mörders. Insofern finde ich es aber an sich nicht spannend genug, gerade weil der Aspektname andere Assoziationen weckt und dahingehend noch andere Möglichkeiten bestanden hätten. Ich kann jedoch mit ihm leben, finde ihn nur nicht besonders herausstechend.

Kommentar: Woche 8 hast du, wenn ich das vermuten darf, mit heißer Nadel gestrickt. Die Grundgedanken sind wieder sehr spannend, aber du hast dich bei manchen Dingen sehr kurz oder sperrig ausgedrückt und somit viel Potenzial verschenkt. Zudem hast du dich stilistisch manchmal gedoppelt (gleich zwei relativ sichere Orte in einer Woche). Insofern finde ich die overall quality diese Woche nicht gegeben.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 9)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 1/1

Kritikpunkte:
  1. Kamadgars Jagd: Ich mag religiöse Aspekte. Ich hätte mir hier gewünscht, dass man noch einen greifbareren Grund hätte, als dieses unbestimmte "eine bessere Welt zu hinterlassen." Gerade ein Wettkampf im Sinne - wer ist der bessere Jäger bei den jagdaffinen Zombies hätte hier ein Ansatz sein können. Also den Zombie als Herausforderung zu sehen, gerade im auch Sinne Kamadgars (im Gegensatz zu Harkesh). Trotzdem ein sehr netter Aspekt.
  2. Die Rose blüht, und mit ihr das Land: Ein kleiner Prophezeiungsaspekt, nett. Vor allem ein stilistisch sehr netter Aspekt, aus dem sich sehr viel entnehmen lässt, von einem Aufhänger bis zu vielen moralischen Entscheidungen wie beispielsweise einer klassisch utilitaristischen Entscheidung. Die Rose opfern oder Nimfurt? Nimfurt opfern für einen blöden Aberglauben? Etc. etc. Ich denke, dass dieser Aspekt aufgrund dessen, dass er Spielfakten schafft, moralische Probleme klar umreißt und gleichzeitig als Startort herhalten kann und die Gefahr der Zombies dabei noch deutlich macht, mein Lieblingsaspekt ist.
  3. Oh, ein Zweihänder: Hier greifst du einen Punkt auf, den ich im Hinterkopf behalten wollte im Laufe der Bewertung. Wieviel fressen die Zombies eigentlich? Wieviel muss übrig sein, damit die Reste sich als Zombie erheben können. Hier ist auch noch ein bisschen Arbeit mit der Feile notwendig, um dies genau festzustellen. Ich weiß nicht, ob ich teile, dass die Zombies sowas mitfressen. Bisher scheint ja doch durchzuscheinen, dass sie vor allem tierähnliche Jäger sind, im Sinne des menschlichen Tieres, und als solche könnte ich mir vorstellen, dass sie schon wirklich das Frischfleisch (und Gehirn) bspw. fressen, während sie sowas links liegen lassen. Insofern sehe ich diesen Aspekt, auch wegen seines Namens, als Tongue-in-cheek-Aspekt und als solchen finde ich ihn gelungen.
  4. Pass auf, was du dir wünscht!: Es wird deutlich, dass du am liebsten einen Ausbruch in/durch intelligente Hintermänner/Drachen/Elben/Lebendigkeiten wünscht. Das kann ich akzeptieren, wollte ich nur nochmal herausstellen. Gibt ja doch einige Aspekte, die sich für dich darum drehen.
  5. Der Marsch des Todes: Mich hätte interessiert, was die Selbstreinigung ist. So frage ich mich zwangsläufig, warum ausgerechnet die Manhêliten nichts anderes anstellen als durch das Tal zu ziehen und sich zu reinigen, was auch immer das ist. Schmeißen sie sich im Rahmen des reinigenden Feuers auf einen Scheiterhaufen? Hier hätte also das ein oder andere Details noch geholfen, einen interessanten Todesmarsch zu generieren. An sich mag ich den Aspekt jedoch.
  6. Die (qu)elende Ungewissheit: Sehr guter Aspekt, weil er eine gewisse Basis legt und das Verzweiflungspotenzial erhöht.
  7. Zwischen Himmel und Hölle: Sehr netter Aspekt, schwebt jedoch etwas zwischen unserer Ebeneneinsicht und der klassischen D&D-Ebeneneinsicht. In unserer Welt haben wir das mit den Beschwörungen noch umschifft, jedoch gesagt gehabt, dass es nicht so klassisch funktioniert, dass es beschworenes Wesen kommt und zurückkehrt oder dort dann im Eiltempo heilt. Wenn dieser Aspekt es aber wieder auf die Schiene legen möchte, können wir das natürlich so handhaben, weil wir es nicht abschließen festgelegt haben, wie sowas funktioniert. Die Beschwörungsgeschichte würde aber wohl im Rahmen einer Pokemonchallenge mehr Beachtung finden.

Kommentar: Meine favorisierte Woche. Etwas Humor, ein herausragender Aspekt in Sachen Nutzbarkeit in vielerlei Hinsicht, viele interessante Ideen und ein Schuss Verzweiflung, da sogar Engel nicht vor dem Untergang gefeit sind. Es wäre nur noch stärker gegangen, hättest du manche Dinge weniger allgemein oder unausgesprochen gelassen (Der Marsch des Todes und Kamagdars Jagd). Insofern geht hier auch der zusätzliche Punkte für den besten Aspekt hin.
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Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 10)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7

Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Etwas hat überlebt: Es ist gut, dies nochmal zu beschreiben. Insofern ist es ein sinnvoller Aspekt. Er hätte sich jedoch auch aus deinen anderen Aspekten bereits ergeben, insofern ist es nichts außergewöhnliches. Gut ist, dass der Ort ihres Überlebens dargelegt ist. Man wünscht sich jedoch abermals, dass wir eine Zeitlinie erstellt hätten, wie lange das Unglück wohl so gehen mag. Das sollten wir definitiv nochmal in Angriff nehmen.
  2. Der ferngesteuerte Zombie: Du hast im Laufe der Arbeit den Zombie zum tierischen Menschen werden lassen. Insofern kann man im Nachhinein die klassische Nutzung von Vampiren noch nachvollziehen, weil sie so zusammen passen. Der Zombie ist letztendlich die fleischfressende Variante eines griechisch-antropomorphen Wesens geworden oder eben ein anders aussehender Vampir/Werwolf, der jedoch einen Schritt weiter von seiner alten Menschlichkeit entfernt ist. Also während Vampir/Werwolf noch den Kampf zwischen Bestialität und Menschlichkeit führen, hat der Zombie ihn in seiner kränklichen Tollwut bereits verloren. In diesem Sinne ist sicher auch die Domestizierung des Zombies zu verstehen. Verbunden mit gnomischer Verrücktheit eine nette Idee, doch abermals fragt man sich, warum diese Zombies kaufen wollen würde. Also auch beim zweiten Zombiedienerkonzept lässt du diese Frage aus.
  3. Feuer mit Feuer, oder: Ist der Feind meines Feines mein Freund?: Guter Aspekt, schön nimmst du auch unsere Skordýr damit auf. Die Frage jedoch ist, wie gut die Einsicht der Elben ist. Immerhin lässt sich erwarten, dass die Skordýr auch zombifizieren, oder sind Insekten immun dagegen? Das lässt sich nicht sicher sagen, sicher sagen lässt sich anhand deiner Aspekte nur, dass die Insekten die Krankheit weitertragen werden. Da bin ich gespannt, wie sich das zusammensetzen wird. Ich habe es auf der anderen Zeit für mich entschieden, dass es da eine Möglichkeit gibt. Siehe die Maden.
  4. When the zombies are gone, the zombies are not gone: Das Problem mit absoluten Aussagen ist, dass sie sich schnell in einem scheinbaren oder wirklichen Widerspruch befinden. In Woche 5 schreibst du in den Schatten der Vergangenheit, dass die Wesen es schon einmal vergessen haben. Jetzt in Woche 10 schreibst du, dass sie es nimmermehr vergessen werden. Gleichwohl hast du mehrmals durchblicken lassen, dass die Apokalypse wiederkehrt. Andererseits arbeitest du mit dem festen Ausblicken auf Hintermänner (vielleicht kultische Gründe und damit wiederkehrende, regelmäßige oder unregelmäßige Rituale?). Deswegen halte ich diesen Aspekt nicht für sonderlich griffig, auch wenn ich seinen Sinngehalt zu schätzen weiß. Ich denke, ein Verweis auf das Vergessen seitens Menthirs oder die Unmöglichkeit des dauerhaften Erinnerns, diesem verzweifelten Versuch oder der Erkenntnis, dass Erinnern auch immer Erfinden heißt, wären hier besser aufgehoben gewesen als die Aussage, dass die Menschen und Elben auf einmal nie mehr vergessen werden. Ich hänge mich wahrscheinlich zu sehr an diesem Satz auf. Vielleicht kann man den auch einfach rausnehmen und einfacher sagen, dass die Eindrücke die Kulturen für die nächsten Jahrzehnte/Jahrhunderte (je nach Volk) stark prägen werden. :)
  5. Für ein bisschen Wärme: Ist für sich okay. Hätte man mit dem reinigenden Feuer schön verbinden können. Aber diesbezüglich habe ich dort ja bereits was dazu geschrieben. :)
  6. Der Preis des Lebens: Ein netter Personenaspekt, mit dem man auch viel anstellen kann. Vom Mythos des Samariters bis zum personifizierten Teufel kann man dort viel Propaganda spielen lassen. Gefällt mir.
  7. Metamorphose: Schade, dass du gerade ob des sprachliches Experimentes so wenig Worte dafür investiert hast. Sehr interessanter Aspekt und sehr guter Aspekt, man würde sich höchstens ein bisschen mehr Inhalt wünschen. Vielleicht eine Fressgewohnheit oder eben, dass sie in den Leichen einen Saft einflößen, der die Leiche dann verpuppt und zur Metamorphose macht. Gefällt mir jedoch sehr, sehr gut!

Kommentar: Eine sehr solide Woche mit einem sehr guten Schlussaspekt. Ich kann den Gedanken, sich mit dem Ende der Zombieapokalypse zu beschäftigen, verstehen. Ich hätte das jedoch wahrscheinlich offener gelassen. Die Ideen finde ich gut, bis auf die Resteverwertung beim ferngesteuerten Zombie und Für ein bisschen Wärme bspw. Du greifst gerne etwas auf, was du bereits erstellt hast, und versuchst es mit relativ wenig Veränderungen neu darzustellen. Einerseits ehrt dich das, weil das eine schwierige Aufgabe und man sich solchen Herausforderungen stellen sollte, andererseits bist du immer sehr nahe an der Doublette oder daran, dass man länger braucht, um sich mit dem Aspekt auseinanderzusetzen, weil man auf den ersten Blick denkt: Den kenne ich doch schon. Dennoch eine sehr gelungene Woche.

Bewertungszusammenfassung:

Aspektwoche 1: 8
Aspektwoche 2: 8
Aspektwoche 3: 8
Aspektwoche 4: 7
Aspektwoche 5: 8
Aspektwoche 6: 8
Aspektwoche 7: 7
Aspektwoche 8: 7
Aspektwoche 9: 9
Aspektwoche 10: 8

[Gesamtpunktzahl: 78 von 81 möglichen Punkten.]

Mein herzlichen Glückwünsch zu diesem sehr guten Ergebnis. Dazu kommt natürlich noch der Punkt, den du dir für deinen Lieblingsaspekt geben kannst.

Abschlusskommentar: Die Qualität hat sich verbessert, wie ich finde. Zwar könntest du hin und wieder deine Aspekte nochmal überblicken (das gilt für mich auch). Das meine ich nicht im Sinne von Rechtschreibung, sondern vor allem in der Gestaltung und möglichen Widersprüchen. Es sind nämlich meist solche Kleinigkeiten, die eine noch bessere Punktzahl verhindern. Sicher liegt unsere Last-Minute-Arbeitsweise dieser Sache zur Grunde, die auch für mich gilt.

Eine Sache will in deiner Generierung jedoch angemerkt werden. Du hast sehr viel Augenmerk auf den Zombie selbst und die Gefahren gesetzt und dann die Umgebung nur am Rande gebaut. Damit dürftest du den Gegenentwurf zu mir darstellen, der sich eher mit der Umgebung befasst hast und dann erst den Zombie in Augenschein genommen hat. Ich finde, wenn man auf diesem hohen Niveau noch jammern darf, dass du etwas Potenzial darin verschenkt hast, dass du zu sehr zu Dopplungen im Wesen des Zombies oder allgegenwärtigen Gefahren neigst oder wenn du diesen ausweichst, quasi Grundzüge dieser beide Dinge spezifizierst statt neue Dinge zu schaffen. Wenn ich mir also eines noch gewünscht hätte, dann noch etwas mehr Abwechslung in der Generierung. Das soll nicht als Vorwurf verstanden oder so, dass deine Aspekte langweilig waren. Das waren sie mitnichten! Hier genau liegt aber die Schwierigkeit des Ganzen, denn man musste alles Aspekte aus sich selbst hervorbringen und das hat einen sicher schneller verwandte Themen suchen lassen.

Aufgefallen sind mir also durchgehende Geschichten. Die Sache mit dem Geist der Zombies oder der möglichen Zeitleiste zum einen als eher negative oder zu hinterfragende Punkte, zum anderen sicherlich der Jagdtrieb der Zombies und die Nutzung des Recurring Nightmares als positive Punkte. Wenn man sich also die Mühe machte, könnte man deine Aspekte sehr schön schematisch anordnen. Das wird sehr hilfreich sein, wenn wir irgendwann dazu kommen, das Ganze aufzuarbeiten.

Was auffällt ist, dass wir beide jedoch keine vorherrschenden Gesellschaftsordnungen bestimmt haben und da zwischen Elben, Zwergen und Menschen, wie auch Gnomen, nicht wirklich diversifizieren. Da werden wir noch Nachholbedarf haben, da zu viele offene Fragen bleiben.

Insgesamt haben wir aber dank deiner Vorarbeit ein sehr rundes Bild von den Zombies und wie sie funktionieren und was sie hier ausmacht. Wir müssen eigentlich an ein paar Dingen nur noch ein bisschen feilen und dann denke ich, dass wir ein Gesamtbild der Zombies erstellen können und dann einen sehr griffigen Text daraus ableiten können. Und Zombies in dem Sinne auch etwas spannender werden!

Danke für deine Mühe und sehr guten Ergebnisse.
"Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely. Great men are almost always bad men, even when they exercise influence and not authority: still more when you superadd the tendency or the certainty of corruption by authority. There is no worse heresy than that the office sanctifies the holder of it." - Lord Acton

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Re: Zombie-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

Beitragvon Ikelos » So 6. Apr 2014, 16:54

Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 1)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
Winter is your doom, sunset comes too soon
Was steht ihr bestürzt, die ihr mich so farblos seht? Ein jeder Lebende erbleicht unter den Toten
Im Schatten des Totenfängers
Wohl dir, wenn deine Toten ruhen!
Sie waren doch einst wie wir!
Du bist nirgendwo sicher. Nirgendwo!
Das Geheimnis der Dunkelmännerbriefe


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): x/1

Kritikpunkte:
  1. schönes erstes Set, teilweise etwas vage gehalten, so wie die Düstermännerbriefe, aber genau das ist der Punkt: nichts ist gewiss außer das Ende
  2. Vielfalt ist gegeben, es dreht sich nicht alles um den gleichen Kern, der nur anders ausformuliert wurde. Ich hab für mich eine kleine Kategorisierung der Aspekte vorgenommen (Zombie, Umgebung, Stimmung, Kultur, Völker und noch 1-2 mehr) und es ist schön, dass nicht nur eine Kategorie bedient wird. Positiv ist hierbei Aspekt Nummer 4 zu erwähnen, der sich schön von den anderen abhebt.

Kommentar:
Kommentar: Ein schöner Einstieg. 5 der Aspekte erzeugen eine düstere Stimmung, die für eine Apokalypse der Toten notwendig ist. Gerade die Aspekte 1 und 3 finde ich hier gelungen, um Atmosphäre zu erzeugen. Der Totenfänger ist in diesem Set mein Favorit, da er sinnbildlich für das ganze Tal das Ende bedeutet. Man sieht ihn von fast überall, so kann ich es mir vorstellen, und wer ihn sieht, denkt daran, dass man nicht raus kann. Welch gemeiner Berg! Es bleiben die Aspekte 4 und 7. Aspekt Nummer 4 ist ein schöner Kontrastpunkt, da er einerseits auch Verfall beinhaltet, aber auch sichere Refugien, die noch Bestand haben. Aspekt 7 zuletzt ist noch ein Aspekt, der ein wenig Tiefe in die Geschichte hinter den Geschehnissen bringt. Solche Aspekte sind notwendig und machen aus dem Tal am Ende erst, was es ist. Da es das erste Set ist und hier keine unnötigen Aspekte sind, gibt es für diese Woche 7 Punkte für die Vollständigkeit und einen Extrapunkt, da das Set das Ganze voranbringt.
Favorit der Woche: Im Schatten des Totenfängers
Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 2)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
…and then an Abyss of Sorrow
Once the villages are gone, the culture is gone
What’s the point of it?
Set in stone
A disease rarely travels alone…
Der Überbau des Schreckens
Von diesem Acker können wir uns nicht mehr machen.


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): x/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 erzeugt eine schöne Landmarke, von der man auch in weiterer Entfernung noch beeinflusst wird. Die Schlucht steht wohl sinnbildlich für das Kesseltal ist gibt eine nette Metapher preis. Der Blick aus dem Tal in die Schlucht dürfte ähnlich gelagert sein wie ein Blick von außerhalb in das Tal
  2. Aspekt 2 gibt einen Ausblick auf das endzeitliche Szenario, welches mit fortschreitender Zombifizierung immer weiter eintreten wird. Ein verlassener Ort, an dem es nichts Schönes mehr gibt – nur Zombies. In diesem Fall ist es genau richtig nicht vage, sondern direkt gehalten und eine düstere Prognose wird gestellt
  3. Aspekt 3 Stellt die Hoffnungslosigkeit der Bewohner dar. Ich muss zugeben, dass mir die Hoffnungslosigkeit am Ende im gesamten zu doll wurde, aber das kann auch an meinem persönlichen Gefühl liegen und evtl. wird das alles gar nicht so sehr betont, wie ich glaube. In diesem Fall kommt die Hoffnungslosigkeit selbst aber das erste mal direkt vor und es natürlich berechtigt, ab und an darauf hinzuweisen.
  4. Aspekt 7, ich fasse mich kurz, ist schon vom Titel her gut nutzbar, und der Inhalt deutet auf kommende Mängel hin, verbunden mit Zweifeln an der Gesundheit der Nahrung. Zuletzt natürlich nur die Frage, wie die Äcker vergiftet wurden, aber da gibt A didease rarely travels alone eine mögliche Antwort

Kommentar:
Die zweite Woche ist ebenfalls wie die erste Woche gelungen. Ich vergebe den Zusatzpunkt, weil man bereits jetzt ein düsteres Gesamtbild erahnen kann, welches über ein lokales Phänomen hinausgeht. Gerade Aspekt 4 finde ich hier am besten, weil es nicht nur auf eine Gefahr hinweist, sondern auch den Zwist unter den Völkern betont, und dazu gleich noch die Gefahr für das Volk der Zwerge betont (mit den eingesargten Königen).

Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 3)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
Dagurs vergessene Kinder
Lines in the Sand
The older mind may just be a fuller mind
Brütend liegt der tod auf dumpfen lüften, häuft sich schäze in gepfropften grüften pestilenz
A pope you can eat
Kodoom, beyond the dragons
The allure of abandoned places


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): x/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 2 gehört für mich in die nähere Auswahl zu den besten Aspekten, obwohl er direkt wenig mit den Zombies zu tun hat. Dennoch entsteht hier ein größeres Konfliktpotential, als für das allgemeine Überleben gut ist. Elbische Handwerkskunst, ein möglicher Konflikt, ein toller Aspekt
  2. Mit Aspekt 3 wusste ich jetzt persönlich weniger anzufangen, was den Aspekt jedoch nicht schlecht macht. Im Grunde ist der Aspekt sogar ziemlich perfide. Denn man überlebt gewissermaßen nur, um geringere Überlebenschancen zu haben. Mit Verlaub: „Whats the Point of it?”;)

Kommentar:
In der dritten Woche wurde außerdem ein Blick auf die verborgenen Halblinge geworden, ebenso wie auf einen lauernden Drachen und die verlassenen Orte. Die guten Aspekte überwiegen wieder und es gibt bisher keine großen Überschneidungen mit vorherigen Aspekten. Ich denke, dass hier, obwohl ich Aspekt 4 wieder schwächer finde – allerdings nur in Relation zu den anderen – ebenfalls den Qualitätspunkt vergeben werde.

Set 4)
Bewertung - Aspekte (Woche Nr. X)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
Kunst ist ein Spiegel unserer Seele
Children of the Corn
Nothing says goodbye like an arrow…
The Throne of Blood
A dying soul’s last, deadly breath
Der Zauberberg
The Moaning of the Mountains


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): x/1

Kritikpunkte:
  1. Aspekt 1 dieser Woche wirkt im Vergleich zu den anderes Aspekten ein wenig trivial. Das ist allerdings den anderen Aspekten geschuldet und nicht diesem Aspekt, der in meiner eigenen Kategorisierung eine Einordnung in „Kultur“ bekommen würde. Solche Aspekte sind wichtig für ein stimmiges Gesamtbild der Region.
  2. Children of the Corn erinnert auf den ersten Blick an A disease rarely travels alone. Durch die spezielle Krankheit, die dabei entsteht, ist das aber kein Ding.
  3. Aspekt 4 muss ich vom Lob leider etwas ausschließen, den finde ich im Ganzen betrachtet etwas vage und wenig packend im Vergleich mit den anderen Aspekten. Kann aber auch sein, dass eine nähere Erläuterung des Blutthrons dem Umstand geschuldet wegfiel, dass keine Zeichen mehr vorhanden waren.
  4. Allgemein findet sich das Vorgehen wieder, erst einmal allgemeine Aspekte zu finden, und diese dann speziell zu vertiefen. Es scheint also immer schon irgendwie dagewesen zu sein, ist allerdings doch wieder anders. Auf der einen Seite ist es schwierig, sich da von den bisherigen allgemeinen so abzugrenzen, dass etwas neues entsteht, aber bisher hat das gut funktioniert und scheint doch eine gute funktionierende Arbeitsweise zu sein. Außerdem kommt so leichter zu mehr Aspekten :D

Kommentar:
Woche 4 hat mehrere Aspekte, die mich vollends überzeugen. The Throne of Blood gehört leider nicht dazu, aber dennoch überzeugen mich die meisten Aspekte. Mein Favorit in der Woche ist The Moaning of the Mountains. Selbst das Land leidet und ächzt unter der Last der Apokalypse. Ich gebe auch hier wieder den Zusatzpunkt, weil mich nur ein Aspekt nicht überzeugen konnte. Aspekt 1 hilft immerhin noch dem Gesamtbild, im Gegensatz zu Aspekt 4.

Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 5)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
When doctors need to lie
Being human seems enough
To Alcohol! The cause of… and solution to… all of life’s problems.
Die Sehnsucht nach Stille
Der Traum vom Leben über den Wolken
Das Flüstern der Sterne
Die Spürnase der Kanni


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 1/1

Kritikpunkte:
  1. Die Spürnase der Kanni gefällt mir sehr gut, da diese Hunde die Zombies noch einmal gefährlicher werden lässt und gleichzeitig auch den Menschen behilflich sein kann. Sie sind wie eine gefährliche Waffe. Perfekt in den eigenen Händen, aber wehe die Gegenseite bekommt sie in ihre Hände
  2. Schwächer finde ich in dieser Woche die beiden Aspekte Being human und Das Flüstern der Sterne. Ich kann zu beiden zwar einen gewissen Bezug aufbauen, aber nicht wirklich in Kombination mit den Zombies. Being human gefällt mir noch eine Spur besser, da man hier die Zombies als eine Metapher für die göttlichen Plagen aus der Bibel sehen kann, nur eben aus ungewisser Quelle heraus.
  3. Bester Aspekt in der Woche und einer der Aspekte für die Auswahl des insgesamt besten ist Der Traum vom Leben über den Wolken, der einer Vision folgt, und gleichzeitig die Gefahr im Tal mit einbezieht. Es ist eine Vision, kombiniert mit einem Ressourcenkonflikt. Ressource Lebewesen gegen Ressource Material. Es gilt abzuwägen, und gerade dieser Aspekt mit der Ressourcenknappheit und einem möglichen Ausweg (so unwahrscheinlich er auch sein mag), macht einen großen Aspekt des Survivalhorror aus, der hier stark bedient wird.

Kommentar:
Ich habe mit mir gerungen, ob ich in dieser Woche den Punkt für Qualität vergeben soll. Die angesprochenen Aspekte aus der Kritik sind da hauptsächlich der Grund für. Ansonsten gibt es zwei sehr starke Aspekte, die das wieder ausgleichen. Bleibt für mich abzuwägen, ob die Doktoren, die Stille und der Alkohol mir den Zusatzpunkt wert sind. Der Alkohol auf jeden Fall. Bei den Doktoren muss ich eher nein sagen. Im Endeffekt sehe ich die Sehnsucht nach Stille ebenfalls als eine Metapher an. Und aus dieser Hinsicht, dass die Sehnsucht nach Stille auch eine Sehnsucht nach dem Tod ist, und diese verständlicherweise auftaucht aus den ewigwährenden Geräuschen, die einen umgeben, finde ich diese Aspekt doch ausreichend, um auch diese Woche den Bonuspunkt zu vergeben.
Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 6)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
How can we measure the immeasurable?
Wem die letzte Stunde schlägt…
115 Brocken Glück
Sie haben mit dem Teufel geschlafen!
Da geht er hin und singt nicht mehr!
Omnia mea mecum porto
Tod, wo ist dein Stachel?


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] x/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Eine nette Idee mit der Mathematisierung. Ich musste dabei an ein Buch von Quicksilber denken, in welchem der Alltag durch Formeln dargestellt wird. Auch die 115 Brocken Glück gefallen mir ganz gut als Schutzgegenstände. Dass mir das gefällt sieht man wohl auch daran, dass ich selbst ebenfalls einen ähnlichen Aspekt zur gleichen Zeit hatte.

Kommentar:
Woche 6 finde ich bislang am schwächsten. Mir fällt zu den Aspekten wenig ein, was es zu sagen gibt. Zu den beiden bisher erwähnten finde ich zusätzlich noch den Teufelsaspekt gut gelungen, der Rest plätschert ein bisschen vor sich hin. Es gibt wenig, was positiv heraussticht, was für eine geschlossene Leistungsdichte spricht, aber einen Ausreißer nach unten. Da geht er hin und singt nicht mehr! Für eine andere Challenge wäre der Aspekt vielleicht besser geeignet, in der Zombiechallenge ist er bislang leider der schwächste Aspekt – meiner Meinung nach. Da ich mich mit dieser Woche deutlich schwerer tu als mit den anderen, werde ich hier den Zusatzpunkt dieses Mal nicht vergeben.

Bewertung - Aspekte (Woche Nr. X)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
I am the law!
Das Theater des Lebens
The savior cometh (again?)
Ein Volk opfern um viele zu retten?
Lieber einem zu viel den Kopf kürzen als einem zu wenig…
Apokalypse heißt Enthüllung, nicht Untergang!
Von den anderen


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Das Theater des Lebens ist einer der besseren Aspekte, die ich hier bisher lesen durfte. Dieser unschuldige alte Mann, der dennoch wie Gandalf Sturmkrähe Bote schlechter Nachricht ist, alleine durch seine bloße Anwesenheit. Der Aspekt scheint unspektakulär, ist dabei jedoch reichlich spektakulär in seiner unaufgeregten Art, da niemand das kommende Grauen erwartet.
  2. Aspekt 6 fällt hier etwas ab, aber das macht nichts. Ich finde ihn dennoch gelungen mit der angedeuteten Weiterentwicklung des Seins. Schade, dass der Philosoph bereits gefressen wurde! Seine Antworten auf die entstehenden Fragen hätten mich doch sehr interessiert.
  3. Bleibt noch der letzte Riese zu erwähnen, der im Gebirge sein Dasein fristet. Ich mag seine Geschichte, da sie ein toller Questhook ist, wenn man über sie stolpert. Wie erweist man sich als würdig? Sicherlich auch eine philosophische Frage, denn manche denken, sie seien würdig, obgleich sie es aus anderer Leute Sicht kaum sein können.

Kommentar:
Was mir an dieser Woche ausgesprochen gut gefällt, sind die ausgesprochen vielen hervorragenden Aspekte. Von den anderen ist rätselhaft und düster, Aspekt 5 gnadenlos und dunkel, Aspekt 3 deutet auf von den Menschen selbst geschaffene Hoffnungen hin, die wie Luftschlösser gebaut werden (und nun sehe ich den Vergleich des Luftschlosses erst zu dem Aspekt vom Leben über den Wolken, danke dafür!). Hier ist es schwer, einen besten Aspekt herauszupicken, auch wenn ich das bereits getan habe durch pure Willkür. Zusatzpunkt verdient. Punkt. Eine kleine Anmerkung vielleicht noch zu I am the law. Ich sehe hier eine schöne Anspielung auf das Naturgesetz, dass der Stärkste die Regeln macht und nach seinen eigenen Regeln spielt. Nur der Stärkste setzt seine Regeln durch, und die natürlich zum Vorteil der eigenen Fraktion, oder im Zweifelsfall zu seinem eigenen Vorteil. Wie kann man diese Verrohung nicht mögen? Zumindest als Außenstehender :D

Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 8)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
Lamaru Reborn!
Am Ende des Regenbogens
Ho-who-sees-all-and-laughs
General Wraggs Pläne
Londra – Das sterbende Herz des Tals
Das Gottkind von Ishal
Tejab Tangeme und die schwarzen Männer


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Mir gefällt die Kombination der beiden Aspekte 1 und 5. Man könnte beinahe daraus schließen, dass der Drache recht bald vor Londra gesichtet werden wird. Ein schönes Aspektpaar. Der wandelnde Zombiedrache ist natürlich ein wundervoller Aufhänger für alle Drachentöter und dazu noch eine unglaubliche Gefahr, selbst wenn der Drache nur wie ein Zombie durch das Land schlurft. Londra selbst kann man auch wieder als eine Metapher für das Land sehen, ebenso wie die Schlucht aus Woche 1. Stück für Stück fällt die Stadt, ebenso wie das Tal Stück für Stück fällt.
  2. Dazu kommt dann noch das Gottkind. Sei einmal dahingestellt, ob es wirklich ein Gottkind ist oder nicht, die Menschen klammern ihre Hoffnung hierbei an ein Kind, was eigentlich dramatisch genug ist, da es noch immer nur ein Kind ist. Und da es verschollen ist, kann wohl auch kaum jemand sagen, dass es wirklich ein Weg zur Rettung ist. Man schafft sich mit solchen ungewissen Hoffnungen keinen Vorteil, denn wenn man sich darauf verlässt, dass eh alles gut wird, nur weil ein Kind da ist, lässt man die Vernunft und das eigene Handeln zu schnell fahren.
  3. Tejab Tangeme und seine schwarzen Männer, bei denen bin ich noch nicht sicher, ob sie tragische Gestalten sind, oder nicht. Auf jeden Fall beinhalten sie genug Potenzial, um von gewissen Meuchelmördern anderer Welten getötet zu werden, da sie ja möglicherweise eine Gefahr sind. Aber andererseits könnten sie auch helfen, wenn sie die Zombies kontrollieren können. Wie schade, dass das wohl so schnell nicht rauskommen wird. Gelungener Aspekt auf jeden Fall.
  4. Am Ende des Regenbogens geht an mir wieder ein bisschen vorbei, aber ich finde es nicht schlecht, dem Regenbogen eine Symbolik zuzusprechen. Fällt im Vergleich zu den anderen Aspekten der Woche ab, ohne schlecht zu sein.
  5. Und was mir am besten diese Woche gefallen hat, was Aspekt Nummer 3 mit der Abkehr von den Göttern und denen, die die Götter verehren. Wenn man nicht einmal mehr in seiner Religion Trost finden kann, dann geht die Hoffnung für manche wohl wirklich auf das Ende zu. Nur ein Punkt mit den vogelfreien Priestern – in einer Welt, in der das Gesetz sowieso an jeder Türschwelle anders ist, ist das Attribut vogelfrei vielleicht nicht so dramatisch, wie man vielleicht annehmen könnte.

Kommentar:
Wieder eine gute Woche. Da sind Aspekte bei, die mich begeistern und die das Gesamtbild gut voranbringen und schließlich immer mehr Tiefe erzeugen. Mittlerweile dürftest du auf fast alle relevanten Völker eingegangen sein, auch das gefällt mir, dass der Blick in der Hinsicht schweift. Ohne Diskussion in dieser Woche wieder ein Bonuspunkt. Vielleicht werf ich damit zu leicht um mich, aber mir gefallen die Aspekte größtenteils eben, weswegen in Woche 8 der 7. Zusatzpunkt kommt.
Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 9)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
Tasteful Wits
Schritt 1 – Gehirne sammeln – Schritt 2… Schritt 3 – Profit machen
Go west to the promised land!
Return of the ancient Beasts
Scarred and Scared Children
The road to hell is paved with good intentions
As a dog returns to his vomit…


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] x/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Auch in diesem Block muss man die ersten beiden Aspekte wohl zusammen betrachten, da sie eine Verbindung zueinander besitzen. Zombies mit menschlichen Gehirnen zu füttern und sie damit abzuwehren, ist kein schlechtes Geschäft und zeigt mal wieder die Abgründe der menschlichen Seele. Alleine auf die Idee zu kommen, ich bitte dich ;) Der Name von Murberez ist genial gewählt, und die Geschäftsidee wohl einer apokalyptischen Welt angemessen. Mir gefallen beide Aspekte, aber in Kombination sind sie wirklich sehr gelungen.
  2. Das zweite Aspektpaar in diesem Set, welches ich zusammen betrachten würde, sind die Hunde und die good intentions. Wie schön sie auch platziert sind, dass erst der Forscher Halgran den großen Fehler macht und nun auch Pflanzen infiziert werden können (bleibt nur die Frage, wie das geschehen soll. Zombies werden kaum zu Vegetariern – einzige Frage hierzu), und schließlich Talitas einen Aspekt später die Menschheit für ebenjene Dummheit (in diesem Fall auch zurecht) ans Messer liefern will. Ich erkenne hier einen kleinen Zusammenhang. Aber gerade der letzte Aspekt ist es, der mir dabei so gut gefällt. Natürlich ist er nur eine kleine weitere Gefahr, da er scheinbar alleine ist, aber dieses denken wurde bereits eingebracht durch die fehlende Menschlichkeit der Menschen. Natürlich ist das leicht abgewandelt, vielleicht sogar etwas stärker, aber hier wird die Schuld für die Zombies bei den Menschen (etc.) gesucht, und es wird sicherlich einige weitere geben, die den Menschen dafür hassen. Vielleicht schließt er sich ja mit den Zwergen aus Aspekt-Set 1 zusammen. Man sieht auf den ersten Blick zwar eine Ähnlichkeit zwischen den Aspekten, aber bei den Zwergen ist es Hass von außerhalb, bei Talitas kommt der Hass aus den eigenen Reihen, und wenn so einer zum Beispiel in Londra lebt, dann ist er eine große Gefahr für die Stadt.
  3. Schließlich bleiben noch die Elben hier erwähnenswert. Ich denke, dass man den Elben diese Stellung zukommen lassen kann. Eine nicht zu große Armee von 1000 Elben ist für das Tal zwar schon eine Bedrohung, aber eben auch ein Lockvogel für Zombies, da dort jede Menge Frischfleisch rumläuft, und das auf einem Haufen. Sobald sie im Westen ankommen und dort die Zwerge bekämpfen, sind sie vielleicht auch der Schlüssel dazu, dass die Zombies das Tal verlassen können, da die Berge nicht mehr geschützt werden können. Immerhin sind die Zwerge dann dezimiert und die Tore nicht mehr so stark bemannt. Und wer weiß, ob da nicht schließlich noch etwas untotes durchschlüpfen kann? Schöner Aspekt, verspricht viel Drama, und Talitas würde wohl nur mit dem Kopf schütteln. Zudem der Teilaspekt des Plünderns, der andere Bewohner des Tals noch mehr schröpfen wird. Wie kann man dieses Volk nur mögen?
[*]Seltsamerweise reißen mich hier die ancient Beasts nicht so sehr. Ich denke, dass man hier eine große Ähnlichkeit zu dem untoten Drachen hat, nur dass er hier in anderer Gestalt auftritt. Dafür gibt es leichte Abzüge in der B-Note. Und auch sonst ist es einer der schwächeren Aspekte, wie ich finde. Positiv finde ich hierbei allerdings die Mammuts. Große Zombiemammuts stell ich mir irgendwie cool vor, ich weiß auch nicht warum.

Kommentar:
Gute Aspekte dabei. Noch nicht zu sprechen gekommen bin ich auf den Aspekt mit den Kindern. Auch der gefällt mir ziemlich gut, da er die Situation einmal aus unschuldigen Kindesaugen beleuchtet. Klar ist es schwierig, wenn man Kinder dabei hat, aber auch für die Kinder ist es problematisch. Immerhin gibt es für die Erwachsenen auch wichtigeres, als sich ständig um die Kinder zu kümmern. Vielleicht fühlen sie sich zum Teil wie Balast? In der Gesamtbeurteilung kommt auch diese Woche nicht um den Zusatzpunkt herum.

Bewertung - Aspekte (Woche Nr. 10)

Punktevergabe

Erstellte Aspekte: 7/7
Hallow(Zombi)een Escape Plan!
Und Kältemagie soll mich retten?
Die Leuchtfeuer von Talrand
Wenn wir nicht über den Berg kommen, warum nicht drunter durch?
Gourmandises de l’homme
Zombie-Abwehr-Käfige für alle
Maggots of Redemption


Zusatzpunkt ([i]overall quality):[/i] 1/1

Zusatzpunkt (Bester Aspekt): 0/1

Kritikpunkte:
  1. Ich mag den ersten Aspekt, auch wenn er etwas albern wirken mag. Es ist ein wirklich verzweifelter Plan, und ich hab ihn bereits mehrfach in Zombiefilmen gesehen. Dort hat er jeweils geklappt, aber wie wahrscheinlich ist es, dass die Zombienasen das überriechen, was eigentlich zu riechen sein sollte? Nicht besonders wahrscheinlich. Ein Himmelfahrtskommando, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Außer wenn du von Zombies eingekreist bist. Dann stirbst du erst nach der Hoffnung.
  2. Geschäftsmodelle können in jeder Situation neu entwickelt werden, und die Kältemagie ist ein wirklich fieses Modell, da niemand sagen kann, ob der vereiste Körper nun wirklich lebend konserviert wurde oder ob er gestorben ist. Und ohne Hoffnung klammert man sich an jeden Strohhalm, den man bekommen kann.
  3. Weiterhin erwähnenswert finde ich den Aspekt Nummer 4. Der erklärt, warum die Zwerge nicht die Biege machen oder warum sich tatsächlich niemand irgendwo hindurch gräbt. Nur warum? Was ist der Grund dafür? Zorn der Götter, Zorn des Landes? Ich erinnere mich an die stöhnenden Berge und bin geneigt, diese beiden Aspekte in Verbindung zu setzen. Dass sie nicht abhauen können, dürfte den Hass der Zwerge auf die Menschen auch noch weiter schüren. Denn von diesem Acker können die Zwerge sich auch nicht mehr machen! ;)
  4. Ein Wort verlieren möchte ich noch zu den Zombiekäfigen für alle. Ich fand den Aspekt zunächst nicht besonders toll, aber habe mich schnell mit ihm angefreundet und finde ihn mittlerweile echt gut. Die dort eingesperrten Lebewesen müssen sich fühlen, wie die Sardinen, und werden irgendwann elendig verhungern – oder von einem großen, besonders hungrigen Zombie gefressen, der die Gitterstäbe zerbricht. Auf jeden Fall dürfte es nicht besonders angenehm sein, die anderen Leute in den nahen Käfigen verhungern zu sehen

Kommentar:
Zunächst einmal gibt es bei diesen Aspekten keinen, der schlecht ist, und dafür sieben durchweg gute bis sehr gute. Die Leuchtfeuer von Talrand sind, auch wenn sie keine eigene Behandlung von mir bekommen haben, eine schöne Landmarke und ergänzen das Bild des Landes um eine weitere „Attraktion“, die ganz besonders viel Hoffnung verspricht, ebenso wie die Schlucht. Besonders schön und besonders verstörend sind auch die Zombieköche. Ich finde die Vorstellung einfach herzerfrischend, wie ein Zombie den Menschen ins Feuer wirft und noch ein paar Beeren dazugibt, um den Geschmack abzurunden. Das ist nicht einmal lächerlich, da ich nicht glaube, dass irgendeinem Zuschauer dabei zu lachen zu mute ist, wenn er diese Szenerie beobachtet. Vielmehr wird er sich Sorgen machen, woher dieses plötzliche Feingefühl kommt. Am Ende kommen die Vegetarier und Tierliebhaber und sagen, wir dürfen keine Zombies töten, die haben auch Gefühle (mal ab vom Hunger). Und zuletzt die Maden. Tja, so kann es gehen. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich zu wappnen, und der eigene Feind ist die große Unwissenheit und der große Ekel. Bestes Set dieser Herausforderung von die, es gibt einen Zusatzpunkt von mir, und damit haben wir es!

Abschluss: Der beste Aspekt ist für mich weiterhin der Traum vom Leben über den Wolken. Die Begründung steht schon dabei, aber ich erwähne gerne noch einmal, dass dieses Luftschloss viele verschiedene Teilaspekte besitzt, die jeder für sich kleine Gemeinheiten sind oder falsche Hoffnung versprechen. Für mich der stärkste Aspekt, auch wenn es andere Aspekte gibt, die das ebenfalls verdient hätten.

Punkte:
Vollständigkeit der Aspekte: 70 Punkte
Zusatzpunkte für Qualität: 9 Punkte
Zusatzpunkt für besten Aspekt: 1 Punkt

Von mir gibt es also 80 Punkte! Meinen Glückwunsch dazu, und viel wichtiger noch: saubere Arbeit, die Welt ist wieder ein Stückchen weit gewachsen.

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Re: Zombie-Herausforderung - Bewertungen und Diskussion

Beitragvon Marnarn » So 6. Apr 2014, 19:58

Diese Challenge ist damit nach Wochen der kreativen Arbeit beendet. Vielen Dank für die Teilnahme und den sehr fairen Wettbewerb und vielen Dank für die guten Bewertungen. :)

Der Endstand beträgt damit:
Der Imperator: 80 Punkte (Verzichtet auf seinen Zusatzpunkt)
Nicolaj: 78 Punkte (Zusatzpunkt noch offen)

Der Abstand ist wieder denkbar knapp. Ich denke, er liegt vor allem darin, dass ich strenger (wohl sogar zu streng) bewertet habe. Das tut mir in der Form leid, zumal du bei ähnlichen Kritikpunkten (thematische Verwandtschaft) kulanter bewertet hast. Ich hätte gedacht, dass du diesmal das Rennen machst. Es bleibt jedoch festzustellen, dass wir beide viel beigetragen haben. Du hast vor allem den Zombie geprägt, während ich vor allem das Umfeld erstellt habe, ohne dass wir davor zurückschreckten auch Zombies oder Umfeld mitzuprägen.

Die Art der Erstellung hat mir sehr gefallen, gerade auch, wenn man ein Gebiet mit zwei Mann erstellt als dass jeder sein eigenes Süppchen kocht. So muss man auch die Ideen des anderen Mitstreiters aufnehmen und sich aktiver damit beschäftigen. Auf diese Art kommen deutlich abwechslungsreichere und spannendere Gegenden zustande. Zudem man auch so langsam merkt, dass wir divergierende Lebenslinien haben und dementsprechend unterschiedlichere Denkansätze entwickeln als wir so bei noch ähnlicheren Bildungsstand vor einigen Jahren noch hatten, zudem sich auch die Geschmäcker etwas verändern.

Mir hat die Challenge dabei geholfen, mich etwas mit dem Zombie auseinanderzusetzen und ein langsames Gefühl für ihn zu entwickeln. Das liegt, wie schon einmal angemerkt, vor allem an deiner Vorarbeit beim Wesen der Zombies. Ihn im Ganzen als ein der Vernunft entkleidetes, Konsum-orientiertes Menschlein zu verstehen oder zumindest so darzustellen, fand ich sehr einprägsam und hat mich mehr für die Idee eines Zombies und den Sinn eines Zombies begeistert. Auch wenn ich deine Gleichung sprachlich nicht griffig genug fand, glaube ich zumindest das dabei im Zusammenhang mit den anderen Aspekten entdeckt zu haben. Und diese Vorstellung gefällt mir. Zombies sind kein Selbstzweck mehr und das war für mich eine zentrale Aufgaben und diese Tür hast du für mich aufgestoßen, der es selbst für sich nicht geschafft hat. Insofern vielen Dank dafür.

Jetzt wäre spannend, ob wir beide das spielleiterische Handwerkszeug mitbringen, eine solche Runde auch umzusetzen. Sollten wir einen One-Shot mal wieder am Start haben, können wir das gerne in Angriff und zwar vor allem in diesem kleinen Gebiet! Wir haben eine gute Vorarbeit gearbeitet. Wobei du mit deiner Erkenntnis, dass ich es zuerst übertrieben mit der verzweifelten Atmosphäre. Daran werde ich am Spieltisch dann noch etwas arbeiten müssen.
Auf die sonstigen Fragen werde ich gerne an späterer Stelle noch eingehen. Aber für heute ist es genug der Arbeit. :)

Da aufgrund dessen, dass 300 nur in 3D hier zu sehen ist, dieses entfällt, brauchen wir keinen Ersatz finden. :)

Mir bleibt also nur, mich zu bedanken. *verneig*
"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana


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