Aios Tyrrhenos

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Aios Tyrrhenos

Beitragvon Marnarn » Di 4. Okt 2011, 23:00

Aios Tyrrhenos
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"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana

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Re: Aios Tyrrhenos

Beitragvon Marnarn » Sa 24. Mär 2012, 13:58

AIOS' ARBEITSPLÄNE

Liste für die zweimonatige Sprungzeit in der Kampagne. Liste vom 05.10.2011:
Haus und Hof:
Zwei Grundstücke von Almart erwerben. Eines mit 40 qm Größe, eines mit 200 qm Größe. (abgeschlossen) - Ein Grundstück befindet sich im Norden Melfurts (Berengar) und eine im Südosten (Johann).
• Zwei Häuser (Mit Bau beginnen) für die Identitäten. Beide müssen sich architektonisch unterscheiden und dürfen nicht aufeinander schließen lassen. Sie werden diametral in die Stadt gesetzt.

• Für Johann Reichhart, den Henker (50 qm) (Cottage mit 1 SS = 36qm Wohnfläche + Restfläche für Umfriedung):
o Common area, basic (500 Gold; 1 SS)
o Steinmauern (2500 Gold pro SS = 2500 Gold)
o Steintür (300 Gold)
o Steingeheimtür (600 Gold, Wahrnehmungs=SG 35)
o 2x Schloss, gute Qualität (160 Gold, SG 30)
o Eisengitter für das Fenster (60 Gold)
o = Gesamtkosten: 4120 Goldmünzen

• Für Berengar de Besalú, den Botschafter (300 qm) (Small House mit 4 SS = 144 qm Wohnfläche + Restfläche für Umfriedung und Garten):
o Study/Office (200 Gold; 0,5 SS)
o Bath, basic (400 Gold; 0,5 SS)
o Library, basic (500 Gold; 1 SS)
o Common area, basic (500 Gold; 1 SS)
o Bedroom Suite, basic (800 Gold; 1 SS)
o Steinmauern (2500 Gold pro SS = 10000 Gold [Bei Hausgrößen von 1-5 SS bestehen die Mauerkosten aus 20% Innenwänden und 80% Außenwände. In beiden Häusern gibt es nur Steinwände])
o Steintür (300 Gold)
o Steingeheimtür (600 Gold, Wahrnehmungs=SG 35)
o 6x Schloss, gute Qualität (480 Gold, SG 30)
o 4x Fensterläden, gute Qualität (60 Gold)
o = Gesamtkosten: 13480 Goldmünzen

Für die Hausverwaltung für Berengar wird Aios Ausschau halten nach einer Haushälterin. (Kosten laut Stronghold Builder's Guide: 3 Gold im Monat) (abgeschlossen) - Jelena (Dame mittleren Alters aus Wegekreuz, ehemalige Bedienstete

Aios und seine alternativen Identitäten:
Identitäten müssen glaubhaft in das Stadtleben integriert werden und dürfen nicht in Verbindung zueinander stehen. Darum wird sich Aios in den zwei Monaten bemühen. (abgeschlossen) - Aios hat sich in das allgemeine Stadtleben eingefügt. Johann wird in Ruhe gelassen, wie das für Henker typisch ist, Berengar ist als Botschafter augenscheinlich anerkannt.
• Identitäten brauchen eine glaubhafte Biographie
Nur eine Identität darf im Zentrum des öffentlichen Lebens stehen, alle anderen müssen Randfiguren sein. Aus diesem Grund steht Berenger de Besalú im Mittelpunkt des öffentlichen Lebens, während Johann Reichhart am Rand der Gesellschaft zu stehen hat (Henker). (abgeschlossen)
Um seine Identität nicht zu gefährden, wenn er außerhalb der Stadt ist, muss Johann relativ schnell einen Lehrling einstellen, der die Hinrichtungen in den Zeiten von Johanns Abwesenheit übernehmen kann. Johann hält also nach Kandidaten Ausschau und beginnt mit der Einweisung, sollte er jemanden finden. (abgeschlossen) - Hurga, eine gnomische Frau, hat sich durch mitgebrachtes Fachwissen und nüchterner Betrachtung des Berufes als Lehrling qualifiziert und wird von Johann ausgebildet. Sie stach zwei morbide Zwillingsweisen namens Jack und John aus (die unter Beobachtung stehen durch Aios).
Für die Glaubwürdigkeit der Identitäten, müssen beide offiziell in den Dienst von Almart treten. Johann als Henker und Scharfrichter, Berengar als Botschafter. Vor allem, um die möglichen Abwesenheiten zu erklären. - Berengar ist offiziell Botschafter Melfurts und Johann Scharfrichter.

Im Dienste von Lord Almart von Melfurt:
Aios will ein Postwesen aufbauen. Dazu braucht er natürlich ein Postgebäude. Über das Postwesen sollen auch die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ausspioniert werden. (teilw. abgeschlossen) - Gebäude und erste Boten sind gefunden. Die durchschnittliche Nachricht kostet je nach Gewicht zwischen 1 KM und 2 SM.
o Allerdings sind nicht wirklich viele Menschen schriftkundig. Aus diesem Grund werden Schriftkundige eingestellt, welche für Interessierte Briefe schreiben und verschicken. Auch die Boten müssen Schriftkundig sein, um die Botschaften den Empfängern vorzulesen. Über diese Schriftkundigkeitsnotwendigkeit können irgendwann in den Städten des Umkreises auch Filialen eröffnet werden und daraus ein Nachrichtennetzwerk aufgebaut werden. (abgeschlossen)
o Um das Geschäft anzukurbeln, sollte man Anreize für den Austausch von Nachrichten setzen. In Melfurt, in dem viele Zuwanderer leben werden, die z.T. Familien und Anhang zurücklassen, wird der ideale Nährboden für solch ein Unternehmen zu finden sein.

Zur Phyllocrania Paradoxa sie den dazugehörigen Beitrag.

Einwohnermeldeamt
o Um die Stadt vor Steuerdieben zu schützen und die genaue Anzahl an Zuwanderern zu überprüfen, wird Aios ein Einwohnermeldeamt einrichten. Anhand dessen kann auch später überprüft werden, aus welchen Gebieten eher Unruhestifter ankommen und dergleichen. Zugleich haben wir dadurch gleich eine Handhabe zur Volkszählung und darüber können auch die Steuerpflichten etc. ermittelt werden. Jeder Bewohner über 14 Jahren (menschlicher Maßstab) ist meldepflichtig. Andere Völker werden in Relation dazu betrachtet.
o Um die Grundlage einer eventuell tiefergehenden Überwachung zu schaffen, bekommt jeder Einwohner eine Identifikationskarte, die er per Gesetz (wenn Almart es zulässt) immer greifbar haben muss. Dieser Ausweis hält nur die wichtigsten Daten bereit. Alle Ausweise sind mit einem unsichtbaren, arkanen Siegel von Aios gesiegelt, um sie weitestgehend fälschungssicher zu machen. (abgeschlossen)
- Zwei Mitarbeiter arbeiten im Einwohnermeldeamt. Ein Schreiber (Yugo) und ein Hilfsarbeiter. Momentan wird eine umfassende Einwohnerliste erstellt. Das Büro befindet sich noch in der Kapelle, soll aber eines Tages in ein Verwaltungsgebäude umziehen.

Außerdem wird Aios die Zeit nutzen, um mit Almart Zauber auszutauschen. (abgeschlossen) - Almart und Aios kennen nun das gegenseitige Zauberpotenzial.

Im Dienste des Adeodatus:
• Da Aios Wismanns Pferd besitzt, aber diesen heldenhaften Rappen nicht beanspruchen möchte. Wird er der Kirche Adeodatus eine Pferdezucht errichten. Diese Pferdezucht zu Ehren Wismanns wird der Stadt mehrfach nützlich sein. Die Kirche kann sich brüsten, eine Pferdezucht zu haben, welche eine ganz besondere Linie hat und die Stadt bekommt Pferde für die Post und für berittene Kämpfer, was sich in einem Gebiet, welches relativ eben zu sein scheint, immer lohnt.
• Für diesen Zweck wird Aios Almart bitten, Mattis alten Gasthof um eine Pferdezucht zu erweitern. Dafür will Aios auch einen Pferdezüchter engagieren. Dieser kann mit seiner Zucht von Stadt und Kirche subventioniert werden oder wird im Zweifelsfall von Aios bezahlt. (Kosten: 18 Goldmünzen im Monat) (abgeschlossen)
- Leonhard aus Eisenwacht, ein ehemaliger Ruheständler, hat diese Aufgabe übernommen und führt die Zucht in der Taverne "Zum halben Weg". Er hat es angeblich geschafft, Pegasi zu züchten.

Das Problem mit der Inquisition:
• Aios wird den Botschafter des Nachtens, sollte er tatsächlich vor der Stadt kampieren, in Albenform besuchen und versuchen Näheres über die Gründe seines Auftauchens und der Absicht zu erfahren. Auch hier versucht er sein Albentum zu nutzen, um an zusätzliche Informationen zu kommen. Er wird sich dennoch leicht verändern, sodass er nicht wie Sinthoras oder Aios aussieht. Darüber hinausgehend muss langsam erkannt werden, wem sie genau dienen, woher sie kommen, wohin sie gehen. Das wird Aios versuchen weitestgehend zu ergründen, so es ihm möglich ist. Des Weiteren wird die Stadtwache weiter angewiesen, ihm im Auge zu behalten und stetig über seine Schritte zu berichten. (abgeschlossen)


Neue Punkte für die To-Do-Listen nach dem Spielabend vom 23.3.2012:

  • Vasetinus, der Spiegeldaimon scheint erschlagen - Ich konnte aber nichts von seiner Macht im direkten Kampf verstehen, nichts absorbieren und keine bleibenden Trophäen aus dem Kampf mitnehmen. Aios wird die Ruinen untersuchen müssen, um doch noch an Verständnis zu gelangen. Vielleicht geben die restlichen Spiegelscherben in Aios Besitz jetzt weiteren Aufschluss oder sind sie auch zerfallen?
  • Das Tunnelsystem unter dem See - Das von den Elben beschriebenen Gewölbenetzwerk unter dem See gibt es wirklich in der Größe. Die Orkkavernen im Norden Melfurts sind ein Teil davon, ebenso ist Melfurt mit mindestens einem Zugang versehen. Dieser Zugang muss gesichert werden und andere Zugänge eventuell gesichtet und dann gesichert werden. Zudem müssen geografische und bodenkundliche Untersuchungen gemacht werden. Vielleicht muss der Baumeister sich das einen Tag anschauen, um eine evtl. Versiegelung vorzuschlagen oder die Röhre nach Melfurt muss eingerissen werden. Da sie eine halbe Stunde nur geradeaus führt und nicht sehr groß ist, wird ein gezielter Einsturz wahrscheinlich keinen großen Einfluss auf Melfurt haben. Vielleicht kann Aios diese Gänge auch für Melfurt nutzen, das bleibt zu sehen. Zumal in den Orkgebieten Goldvorräte zu finden sind, kann davon ausgegangen werden, dass an anderen exponierten Stellen vielleicht auch seltene Rohstoffe zu finden sind. Das müsste ebenfalls in Melfurts Interesse geprüft werden. Deswegen schlage ich zu Beginn vor, dass wir ähnlich wie die Orks es mit der Tür als Grenze zu den Gnomen halten, auch einfache Wachmänner an dem Ausgang positionieren und direkt über dem Loch vielleicht einen geordneten Wachposten (als Gebäude jetzt) einrichten.
  • Ein ehrenhafter Tod - Wir haben Sir William, den ehemaligen Vorkämpfer des Ordens verloren. Statt über Sir William zu spotten, sollte Thal dessen Opfer für eigene Propaganda nutzen und ihm auch aus Dankbarkeit ein ordentliches Grab auf dem neuen Ehrenfriedhof bereiten. Im Kampf gegen einen Dämon zu fallen ist aller Ehren wert, aber Sir William war immer loyal zu der Gruppe. Er hat uns entgegen der skeptischen Stimmung in Melfurt in das alte Dorfleben integriert, hat uns zurück in den Orden genommen, uns alle Freiheiten gelassen und hat uns unterstützt. Er hat sich manches Mal von uns in schwierige Situation treiben lassen, wie dem Kommando über die Truppen in der Schlacht von Feldheim, damit wir dort mehr Macht akkumulieren konnten und mehr Einfluss hatten. Wir haben ihn ohne sein Wissen als Verhandlungsmasse bezüglich des Ordens missbraucht, und auch wenn er in der Erstarkung des Ordens alleine gescheitert war, haben wir ihn einfach abgesetzt. Und trotz dessen, dass wir ihn abgesetzt, sein Vertrauen missbraucht, ihn mehrfach für unsere gefährlichen Pläne missbraucht haben und seine zu beschützende Stadt oftmals in Bedrängnis gebracht hatten, obwohl ein sinniges Verhandeln vielleicht Leben gerettet hätte (ich erinnere an den Feuertod von Bruder Lukas in der Kapelle, nachdem Thal sich hat von der Inquisition schnappen lassen und wir ihn gewaltsam befreien mussten), ist er nicht von unserer Seite gewichen und hat uns immer unterstützt. Mit mehr Befugnissen, Hinweisen und Heilung. Alleine deswegen müsste Thal den loyalen William eigentlich schätzen und nicht verlachen!
  • Das Duell - In drei roten Blutmonden soll Aios gegen den Häuptling der Orks kämpfen, damit Melfurt mehr Ruhe vor den zahlreichen und immer fordernden Orks hat. Aios muss also noch Informationen über den Ork sammeln.

Ich hoffe, ich werde künftig häufiger so die Ideen festhalten, dass mir nicht mehr so viel entgleitet. :)
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Re: Aios Tyrrhenos

Beitragvon Marnarn » Do 29. Mär 2012, 20:01

Baustelle

Phyllocrania Paradoxa

Phyllocrania Paradoxa - Geistermantis

Mitgliederliste:
Einsatzteam:
  • Aios Tyrrhenos

Sonstige Mitglieder:
  • Cliff (Schurke)
    - Mensch aus dem Westen. Wurde zufälligerweise in seinem Versteck gefunden, als man es mehr aus Versehen aushob. Er war dem Hungetod nahe und gehörte einer aufgeriebenen Räuberbande an - Anwärter auf das Einsatzteam
  • Hendrik (Kämpfer)
    - Mensch aus der Nähe Melfurts. Wie Cliff war auch ehr ein Mitglied einer aufgeriebenen Räuberbande, obgleich nicht derselben. Wurde von Wismann von Waldheim verschont und sollte bekehrt und zum Ordensmitglied gemacht werden. Da Wismann zwischendrin starb, verdrängt man das Schicksal Hendriks bis Aios ihn aufnahm - Anwärter auf das Einsatzteam
  • Lara (Schurke)
    - Halbmenschlich. Es ist die Tochter von Nathan, dem ehemaligen Vogt von Melfurt. Nathan ist sich ihrer Existenz wohl nicht bewusst, wurde von ihrer Mutter als missraten bezeichnet. Fiel durch kleinere Gaunereien auf - Anwärter auf das Einsatzteam
  • Sayid (Unbekannt)
    - Ehemaliger Vecorianer, der jedoch ins Exil gegangen ist. Sein Einsatzgebiet ist die Informationsbeschaffung im "Inneren" - Anwärter auf das Einsatzteam
  • Torge (Thaumaturg)
    - Der Müller von Melfurt. Wurde von der Inquisition gejagt aufgrund seiner magischen Begabung, aber von Almart und dessen Verbündeten gerettet wurden. Wird hin und wieder als Sonderling betrachtet - Anwärter auf das Einsatzteam


Ursprünglicher Text
Phyllocrania Paradoxa: Das ist der kryptische Name für eine Spionage und Auftragseinheit für Almart, welche von Aios installiert wird.
  • Ihre Hauptaufgabe ist die Spionage nach außen. Aber auch die Spionage von Feinden im Inneren kann im Aufgabenbereich liegen. So sollen ausgewählte Mitglieder, so sie eines Tages existieren, die Spionage im Postamt übernehmen und dergleichen.
  • Irgendwann wird es ein Ausbildungsgebäude geben, doch solange dies noch nicht soweit ist, wird Aios die möglichen Rekruten an unterschiedlichen Stellen außerhalb der Stadt ausbilden.
  • Mögliche Mitglieder rekrutieren sich aus niedrigen Gesellschaftsklassen oder aus den zerstörten Leben diverser humanoider und semihumanoider Wesen. Sie werden durch die Mitgliedschaft wieder an das Leben herangeführt und schulden dadurch Lord Almart Loyalität. Diese Loyalität äußert sich dadurch, dass sie für Almart, durch Aios delegiert, die dreckige Arbeit übernehmen. Mögliche Mitglieder sind also verurteilte Verbrecher, gesellschaftlicher Versager, Opfer von Raub und Plünderung, Obdachlose, Waisenkinder, Behinderte etc. Es gilt das Prinzip der letzten Chance. Die Mitglieder müssen ihre Mitgliedschaft als letzte Chance verstehen. Sie schwören einen Eid auf Almart und die Sicherheit Melfurts. Auf Eidbruch steht der Tod.
  • Alle die oben genannten Personen werden für die Phyllocrania Paradoxa eingesetzt, ganz nach ihren Fähigkeiten. Die Organisation kümmert sich auch um Integration. Die Besten und Loyalsten erhalten jedoch eine Spezialausbildung und werde in tieferes Wissen eingewiesen und bekommen die entscheidenden Aufgaben. Das innere Einsatzteam verfügt über maximal elf Mitglieder, wovon Aios natürlich immer gesetzt ist.
  • Die Organisation ist meritokratisch aufgebaut. Das heißt, es zählt nicht Herkunft, Aussehen, finanzielle Mittel oder dergleichen, sondern alleine der Verdienst für die Pläne Lord Almarts. Es wird für die Mitglieder eine Punktliste geben. Nach jedem Auftrag erhalten sie eine Bewertung für ihren Auftrag. Jedoch kann man sich auf Verdienst nicht ausruhen, sodass die Punktelisten gestaffelt sind auf Halbjahre. Es gibt immer fünf bewertete Halbjahre. Sobald das sechste Halbjahr vollendet ist, verfällt das erste usw, sodass es immer maximal fünf Bewertungshalbjahre gibt. Daraus ergibt sich eine Gesamtpunktzahl und damit der Stand einer Person innerhalb der Organisation. Die Liste für die Organisation und das Einsatzteam werden separat geführt.
  • Als Hauptquartier könnte auch hier das alte Gasthaus von Mattis herhalten, sodass die Einheit nicht immer in Melfurt ist und die Bewohner auf sich aufmerksam macht.
  • Aios wird die restliche Zeit vor allem damit verbringen, mögliche Kandidaten rauszusuchen, wie Hendrik, der noch immer im Gefängnis sitzen dürfte, jetzt da sein Fürsprecher tot ist.
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Re: Aios Tyrrhenos

Beitragvon Marnarn » Do 29. Mär 2012, 20:53

"Ein einsames Licht ist fast wie ein Mensch, ist so verlassen wie eine zweifelnde Seele." - Gunnar Gunnarsson

Sinistre Zauber und anderes, perfides Wunderwerk:
Sinistre Zauber und anderes, perfides Wunderwerk

«Ich habe den Zauber vorbereitet. Ganz wie ihr es gewünscht habt, Euer Gnaden.» Das Flackern einer
weißen Kerze ließ sinistere Schatten über das Gesicht eines berobten Mannes huschen, der mit
einem süffisanten Lächeln nach der weißen Kerze griff und sich in einen Kreis von roten Kerzen
stellte. Er und die weiße Kerze waren nun das Zentrum dieses Kreises. Die berobte Figur blickte auf
einen kleinen Gnom mit welkem Äußeren und stumpfgrauen Haaren. «Fimos, hab Dank für deine
sorgfältige Arbeit. Geh und hol den Schattenläufer. Sag‘ ihm, dass ich ihm in einer Stunde alles
berichten kann, was in dieses Alben Leben geschehen ist.»
Fimos, der gnomische Novize, nickte knapp
und verschwand, einen letzten Blick auf seinen Meister werfend. Sein Meister hatte eine
unglaubliche Präsenz, welche man auf dem ersten Blick gar nicht erwartete, war er doch nur von
kleinem Körperbau und von schwächlichem Äußeren, aber diese tiefe, sonore Stimme, sein
flammender Blick und die Art, wie er sich in die Schatten begeben konnte, ließ sogar Paladine wieder
Furcht spüren. Der Alb, der beinahe leblos auf der Bahre lag und um sein Leben kämpfte, wusste
wahrscheinlich gar nicht, welch Ehre ihm zuteilwurde, dass der Berührer der Schatten sich seiner
annahm. Fimos war stolz, er hatte seinem Meister lediglich Zugang zum Adeodatustempel
verschaffen müssen und die dortigen Priester ablenken müssen. Aber die Schlacht, welche vor den
Toren Feldheims tobte, war Ablenkung genug und so wurde es eine von Fimos leichtesten Übungen.
Behutsam schloss er die Tür und ließ den Meister bei seinen Ritualen alleine, wie er es immer tat.


Der Berührer der Schatten blickte mit stoischem Blick auf die Bahre, die unter ihm lag. Sachte
schwebte er über einem schmalen Alben, der zusammengekauert niederlag und um sein Leben
kämpfte. Die Heiler hatten ihn vom Gröbsten heilen können und ihm sein Leben vorerst bewahrt und
doch hatten sie ihn im Delirium belassen, da sie nicht wussten, ob dieser Alb des Lebens wert war
oder nicht. Obwohl es kaum zu hören war im steinernen Inneren der kleine Kathedrale, vernahm der
Berührer die Rufe außerhalb des Gotteshauses. Wie das einfache Volk die Heilung des Alben
forderte. Niemand forderte die Heilung eines Alben leichtfertig, zumal feindliche Alben und Orks vor
der Stadt wüteten, aber dieser Alb war anders. Der Berührer wusste nicht, warum sie sein Leben
geschont haben wollten. Wollten sie ernsthaft seine Unversehrtheit oder wollten sie ihn nur selbst
lynchen? Der berobte Mann, dessen Gesichtszüge alt und faltig wirkten, machte sich nichts daraus,
dass er das Geheimnis noch nicht kannte. Er würde es jetzt lüften.

Die Flammen der Kerzen begannen alsbald einen wilden Tanz zu tanzen, welcher den Berührer nicht
zu interessieren schien, stattdessen konzentrierte er sich auf den wilden Tanz, welche die von den
Flammen geworfenen Schatten auf den Boden warfen. Mit vorsichtigen Handbewegungen begann er
die Schattenbewegungen zu kontrollieren, trennte die Schatten vorsichtig von den Flammen und
konzentrierte sie auf den Alben, welcher in ihnen versank. Und auf einmal war der Alb für den
Berührer nicht mehr und nicht weniger als ein offenes Buch. Zufrieden lächelte der Berührer und
begann zu studieren.


Erschöpft verließ der Berührer die Kammer mit dem Alben, der sich noch immer krümmte und
stöhnte. Die Schatten hatten ihn wieder freigegeben, ausgespuckt und zeigten dem Berührer jetzt
deutlich, an welchen Wunden der Alb litt. Es waren keine körperlichen Wunden, die ihm zugefügt
worden waren. Sein Geist war beinahe zersetzt worden und er hatte dadurch einen Hirnschlag
erhalten, der seinen Körper fast getötet hätte. Sein Körper war geheilt, doch sein Geist glaubte noch
immer an den Schmerz. Die Adeodatuspriester ließen ihn absichtlich in diesem Koma liegen, nur der
Schattenläufer konnte den Alben erwachen lassen, wenn ihm die Informationen, welche der
Berührer der Schatten gewonnen hatte, ausreichend und zufriedenstellend waren. Er hatte
Unglaubliches erfahren. Das Leben dieses Alben zu lesen, hatte dem Berührer viel Kraft gekostet,
alleine deswegen hoffte er irgendwie, dass der Schattenläufer dies ähnlich sah. Alles andere wäre
eine Verschwendung von Kraft und Zeit gewesen. Langsam schloss der Berührer die Tür zur Kammer,
nachdem er alle Spuren seiner Anwesenheit verwischt hatte und betrat den Beichtstuhl der
Kathedrale. Der Schattenläufer wartete bereits.

«Und? Was habt ihr über unseren Gast erfahren?» Der Schattenläufer ersparte sich wie immer die
Begrüßung, die unnötigen Höflichkeit und das sinnlose Geplänkel. Feldheim, der Stadt, der sie Hilfe
versprochen hatten, wurde belagert und jede Minute zählte und war nicht mit Weibergewäsch zu
verschwenden. Deswegen übersprang auch der Berührer jegliche Höflichkeiten und den Austausch
leerer Phrasen und begann gleich zu erzählen.
«Unser Gast heißt Aios Tyrrhenos. Er ist tatsächlich ein Alb und bereits über einhundertvierzig Jahre
alt.»
, begann der Berührer und wartete kurz, ob eine Reaktion aus der Kammer des Beichtvaters
kam. Sie blieb aus und so spürte der Berührer den Druck der Stille. Er gab dem Druck nach und setzte
seine Ausführungen fort und wagte eine Belehrung. «Die Tyrrhenos sind ein altes Albengeschlecht,
welche ihre Herkunft auf den ersten Albenfürsten zurückführen: Imbrâsîl d‘Tyrrhenos. Das
Herkunftsland der Alben ist längst vernichtet und gehört den Elben des Westens, aber der
Familienstamm, deren Ältester ein Gott der Schatten will, ist noch immer aktiv, lebendig und auch in
der Nähe von Melfurt des Öfteren gesehen wurden. Ich habe Spannendes erfahren, sie sind hier,

weil…»
Der Berührer wurde unwirsch unterbrochen, die Stimme des Schattenläufers sprach sehr
fordernd und keine Widerrede in diesem Fall duldend. «Überschlagt euch nicht mit eurem Wissen, ich
möchte die ganze Geschichte hören. Stück für Stück.»
Obwohl sie unter Zeitdruck waren, wollte der
Schattenläufer die ganze Geschichte hören? Der Berührer wagte es nicht zu widersprechen,
beschloss aber, nur die relevanten Teile der Geschichte zu erzählen, dafür aber in chronologischer
Order, sodass es dem Schattenläufer hoffentlich nicht auffiel, wenn er die langweilige Teile
verschwieg.

«Geboren im Jahr 900 in Ithil’iador an der Westküste Thairdurs, tief in den Wäldern Inithiens, war
Aios keine Einzelgeburt, sondern eine Geburt, wie sie unter den Alben vielleicht einmal pro Äone
vorkommt. Er war ein Zwilling. Er und sein Bruder Sinthoras Tyrrhenos sind die Zwillingskinder von
Otilia und Sintharos Tyrrhenos. Die Eltern waren beide bekannte Schwertkämpfer, die jedoch schon
relativ früh beim Sturm der Elben auf Ithil’iador starben, das war im Jahr 927 nach unserer
Zeitrechnung. Sinthoras, der um Minuten ältere der beiden Brüder, und Aios wurden von dem infamen
Schattenwirker Idoaka gerettet und nach den Lehren der Alben aufgezogen. Beide traten im Jahr 975,
mit ihrer Blutkommunion, der Rebellenarmee Ithil’iadors unter dem Schattenwirker Idoaka bei. Die
Blutkommunion ist ein Ritual des Erwachsenwerdens unter den Alben und verlangt von einem
männlichen Jüngling, dass er einen Elben tötet und von seinem Blut trinkt, um ein vollwertiges
Mitglied der albischen Gemeinschaft zu sein. Ein altes Symbol dafür, dass die Alben über der Elben
Leben wieder ihre Unsterblichkeit erringen können. Jeder Schluck Elbenblut ist ein Trittstein auf dem
Weg zur Unsterblichkeit, bringt den Trinker und das Volk ein Stück näher an das Ziel. Aios, der damals
schon im Schatten seines Bruders stand, brach so das erste Mal aus dem übergroßen Schatten seines
Bruders hervor. Sinthoras hatte bis dahin das Bild der Familie verteidigt und war der ganze Stolz der
Rebellenarmee. Nicht nur, dass er einer der beiden letzten lebenden Alben war, welche den Tyrrhenos
angehörten, er war ein überaus mutiger und talentierter Bogenschütze, Jäger, Zauberwirker und ein
Meister der Schatten, und das in bereits sehr jungen Jahren, während Aios nur ein mäßig begabter
Schütze und Schwertkämpfer war, für die Schattenrituale war er beinahe unempfänglich und das
gezielte Töten lag seinem Interesse fern. Was ihn interessierte war die alte Magie der Elben, was ihn
schnell zu einem Außenseiter werden ließ. Schnell wurde klar, dass Aios stets nahe des Ausschlusses
stand, während Sinthoras der Held der Truppe war. Jedoch stellte sich Sinthoras schützend vor seinen
Bruder, verbat ihm jedoch offen mit Elbenmagie zu experimentieren. Aios verlegte sich auf Zauber,
deren Effekt selten sofort erkennbar war, und entschlüsselte alte Schriftrollen über die Bannmagie
und lernte mit ihr umzugehen. Ohne, dass die meisten Alben es merkten, wurde er auf einmal ein
formidabler Kämpfer, ein guter Verteidiger. Besonders wurde dies bei seiner Blutkommunion sichtbar.
Es wurde unter den Alben als seine letzte Chance gesehen, ansonsten hatte man bereits seine
Exilierung geplant.»
Der Berührer machte eine Pause für die Dramatik und nahm einen Schluck Wein
aus seinem Wasserschlauch, um seine Kehle wieder anzufeuchten.

«Sie gingen auf die Jagd, und versuchten Elben gefangen zu nehmen und hörten von einem Angriff
auf einen Außenposten nahe der Küste. Und tatsächlich fanden sie den Außenposten und er wurde
gerade angegriffen, als sie den Außenposten erreichten. Ein kurzer, aber harter Kampf entbrannte
und fast die Hälfte aller Alben, die der Blutkommunion folgten – es waren zehn – starb bei diesem
Vorhaben. Sinthoras und Aios jedoch behaupteten sich und Aios erschlug in den Wirren des Pfeil- und
Klingenhagels sogar den Anführer der Elben. Das Opfer für die Blutkommunion war jedoch nicht
einfach ein Anführer eines Elbentrupps, es war der junge Prinz Hasilios. Die Alben feierten Aios,
während in Sinthoras, der sonst immer der Bessere der beiden gewesen war, Neid und Eifersucht
erwachte. In einem großen Fest wurde Aios zum Besten der Blutkommunion ausgerufen. Bei den
Brudermördern ist diese Auszeichnung gleichbedeutend damit, dass man dann ein Offizier in der
Armee werden kann. Während Aios gefeiert wurde, verspottete man Sinthoras deswegen, schließlich
ging jeder davon aus, dass er die Blutkommunion mit Leichtigkeit gewinnen würde.»

Der Berührer machte wieder eine Pause, um einen Schluck zu nehmen und eine Reaktion
abzuwarten. Der Schattenläufer tat ihm abermals nicht den Gefallen. Der Berührer der Schatten
konnte unmöglich deuten, ob er zu schnelle Schritte machte oder ob die Geschichte den
Schattenläufer überhaupt ernsthaft interessierte. Innerlich machte es den Berührer fuchsteufelswild,
schließlich konnte er nicht einmal die Gedanken des Schattenläufers lesen. Dessen Geist war einfach
zu stark.
«Über die Jahre wurde Aios Position immer besser, während Sinthoras immer mehr in Ungnade fiel.
Idoaka erlaubte Aios den Umgang mit elbischer Magie, nachdem Aios die Alben davon überzeugt
hatte, dass man die Magie nutzen könne, um an neue Mächte zu kommen und alte Mächte zu
erschließen. Sinthoras versagten dagegen bei einem Einsatz die Nerven und er erschlug zwei eigene
Soldaten, als sie seinem Befehl nicht gehorchen wollten. Sinthoras wurde als zu gefährlich für die
Fronteinsätze angesehen und wurde in einem Jagdtrupp gesteckt. So zog es sich über die Zeit weiter
und im Jahr 1003 schließlich, sollte Aios seine größte Sternstunde erleben. Idoaka, der inzwischen der
Anführer der Alben in Inithien war, wollte Aios mit seiner Tochter Imé verheirateten und die
Tyrrhenoslinie fortsetzen. Aios war inzwischen ein hochdekorierter Rebellenoffizier, dem es trotz
seiner mangelnden und arroganten Art gelang, eine Truppe sinnvoll durch Gefahren zu führen. Aber
Aios war auch ein wenig einfältig.»
Wieder eine dramatische Pause, diesmal schluckte er sogar ein
wenig zu laut. Doch immer noch keine Reaktion.
«Sinthoras liebte Imé, doch Imé liebte Aios, Aios lebte Imé jedoch nicht, sondern sah in ihr nur die
Chance für die Familie Tyrrhenos, die eigene Stellung zu verbessern, so wie Sinthoras und Aios es sich
immer ausgemalt hatten, daraus entstanden eine Reihe folgenschwerer Entscheidungen. Aios
schwängerte Imé im Laufe des Jahres 1004 und heiratete sie gleichzeitig, damit folgte sogar Sinthoras
Rehabilitierung innerhalb der Reihen der Alben. Dieser jedoch hatte bereits andere Pläne und
geblendet von Eifersucht nutzte er seinen neu gewonnen Einfluss, um Aios in eine Falle zu locken.
Gepeinigt von seinen Schmerzen und vom Erfolg seines Bruders, spielte er den Elben die
Aufenthaltsorte und Verteidigungspläne von Aios zu. Zu Wintereinbruch, kurz bevor die Alben sich tief
in die Wälder zurückzogen, überfielen Elben die Versorgungstransporte der Alben und stahlen die
gesamten Wintervorräte. Gepeinigt von Hunger ging es in einen besonders bitteren Winter.
Inzwischen hatte Aios eine emotionale Bindung zu Imé aufgebaut, welche vor allem auf dem
gemeinsamen Kind beruhte. Der Winter war jedoch so hart, dass Imé das Kind nicht durchbrachte.
Sinthoras versuchte dann Imé durch den Winter zu bringen, doch die Elben griffen den Rückzugsort
auch noch an und verließen sich nicht alleine auf den Hunger. Gleichzeitig hatte Sinthoras Aios
manipuliert und flüsterte ihm ein, wie sehr die Schattenmagie der Alben nachließe und dass ihre
Situation immer aussichtsloser wurde, dass Idoaka langsam wahnsinnig und paranoid wurde. Imé
starb beim Angriff der Elben und Sinthoras und Aios flohen Hals über Kopf. Sinthoras hatte einen
neuen Herren versprochen und nachdem die Alben fast ausgelöscht waren, Imé und sein ungeborenes
Kind gestorben waren und Sinthoras sein letzter, treuer Freund und Verbündeter zu sein schien, sah
Aios keinen Grund mehr für Ithil’iador zu kämpfen. Er kehrte seiner Heimat als gebrochener Mann den
Rücken und widmete sich einem neuen Herren: Barafeia.»


Wieder diese Pause und der Berührer machte das erste Mal sowas, wie eine Bewegung in der andere
Kammer aus. Eine Reaktion? So schnell, wie die Bewegung verstummte, hatte der Schattenläufer
wahrscheinlich nur seine Sitzposition verändert. Es blieb still.
«Die Verteilung war wieder wie vorher auch. Sinthoras hatte ein paar seiner befreundeten Jäger
gesammelt und mit vierzig Alben brachen sie nach Osten auf. Sinthoras hatte wieder das Sagen. Er
war der begabte Schütze, der charismatischere Alb und auch sonst schien er jederzeit überlegen. Er
hatte Aios fest in seinem Griff, denn Aios war nach dem Tod Imés, die er am Ende zu lieben gelernt
hatte, und dem Verlust seines ungeborenen Kindes nur noch ein Wrack seinerselbst. Fast mechanisch
wurde sein Leben, völlig von seinem Zwillingsbruder geleitet. Willenlos in seinem Streben, ordnete
Sinthoras an, dass Aios die Schule des dritten Mondes besuchte. Ein Kloster in den Bergen vor Melfurt,
ein Kloster, welches seit Jahrhunderten schon Barafeiajünger ausbildete in der Kampfkunst, welche sie
die Kunst des dritten Mondes nennen. Magiewirker werden dort zu fähigen Kämpfer geschult, welche
mit der Sichel kämpfen und den Opfern die Seele stehlen sollen. Angelehnt ist der Name an den
Mondmythos der Raiva und dem blutroten Mond. Der dritte Mond ist nicht am Himmel sichtbar, so
sollen es die Krieger auch sein. Ihr Auftreten gleicht nicht dem eines Kriegers. Sie sind ungerüstet,
tragen keine großen Waffen und ihnen ist es verboten, wie ein orkischer Berserker auszusehen. Sie
sollen unterschätzt werden, bis ihre Feinde tot niederlegen und deren Seelen gewonnen werden. Aios,
mit seinem unscheinbaren Körperbau, passte perfekt hinein. So wurde er in der Kampfkunst
ausgebildet. Ich werde euch beizeiten eine Zusammenfassung des Kampfstiles zukommen lassen.»


Wieder eine Pause, diesmal kam eine Reaktion. Der Schattenläufer trank scheinbar selbst einen
Schluck und gab einen leisen Rülpser von sich. Der Berührer lupfte eine Augenbraue und sprach
lieber weiter.
«Sie besitzen Waffen aus besonderem Stahl, sie nennen ihn Thinaun, was so viel wie Seelenschlucker
bedeutet. Als er diesen defensiven Kampfstil gemeistert hatte, bekam er eine Sichel aus diesem Stahl
und ging seitdem auf die Jagd. Es lässt sich kein wirkliches Muster erkennen, deshalb lasst mich kurz
zusammenfassen, was er seitdem getan hat.
 Er befreite eine Gnomensiedlung von einer Trollbedrohung. Scheinbar um die Seele des
Kristalltrolles Gapomuk zu gewinnen. Er erschlug ihn nur knapp und verlor fast sein eigenes
Leben bei diesem Kampf. In der Gnomensiedlung Tampak ist er seitdem mit einer Statue
verehrt, und man behauptet gerne, er wäre so wahnsinnig wie Erep Ised selbst, ist er doch
gegen einen mit einem Zweihänder bewaffneten Kristalltroll angetreten, lediglich bewaffnet
mit einer Sichel und etwas Hokuspokus.
  • Er brachte in Wegekreuz zwei Adeodatuspriester um, welche der Schule des dritten Mondes
    auf die Schliche gekommen sind. Ihre Seelen stahl er jedoch nicht.
  • Er hat für 500 Goldmünzen einen Steinrutsch nahe einer Bergsiedlung ausgelöst im tiefsten
    Winter und die 22 Bewohner elendig verhungern lassen. Jene, welche zu fliehen versuchten,
    brachte er um. Er sammelte alle 22 Seelen.
  • In Feldheim tötete er gezielt sieben Menschenkinder im Alter von 0-5 Jahren, um an ihre
    Seelen zu kommen.
  • Er zerstörte einen geheimen Hrâuntempel nahe Melfurt, von welchem aus die
    Magieinquisition Späher durch das Land schickte. Er tötete vier Priester und nahm ihre Seelen
    und stahl die Bibliothek.
  • Er war am Angriff auf das Kloster von Abt Johann beteiligt und hat den Angriff angeleitet bis
    zu dem Zeitpunkt, als Sinthoras ihm des Kommandos enthob. Dieser Zeitpunkt ändert alles.»


Der Berührer machte deutlich, dass er langsam zum Abschluss seines Überblickes kommen wollte
und räusperte sich nochmals.
«Ich brauche wahrscheinlich nicht zu erwähnen, dass Aios Loyalität gegenüber Sinthoras, auch wenn
er sonst wenig loyal scheint, sehr beeindruckend auf andere wirkte und zudem seine mysteriösen
Kampffähigkeiten, welche zwischen Magie und Nahkampf wechselten und beides verbanden, den
wenigsten auf Dauer verborgen blieb. Aios erwarb sich zudem einen Ruf als Botschafter. War er in
anderen Städten unterwegs, trat er fortan als der elbische Bogenschütze Zhevesh Alkir auf, während
er, wenn im Auftrag Barafeias als Botschafter unterwegs, in menschlicher Form auftrat, unter dem
Namen Berengar de Besalú auftrat. Er hatte durch seine Magiekunde gelernt, seine Gestalt seinen
Bedürfnissen, innerhalb gewisser Machtgrenzen, anzupassen. Bis 1037 war Aios sehr zurückhaltend
gewesen und hatte sich langsam vorgekämpft. Ein Vierteljahrhundert hat er alleine in dem Kloster
zugebracht, bis er der Meister des Kampfstils war, erst 1029 verließ er das Kloster und schloss sich
wieder Sinthoras bei allen Aktionen an. Diese acht Jahre reichten, um den Keim der Eifersucht und des
Neides wieder in Sinthoras blühen zu lassen. 1037 wurden innerhalb der Alben Barafeias, inzwischen
waren es fast 100, die in Sinthoras Dunstkreis lebten und die Lehren Imbrâsîls gegen jene Barafeias
eingetauscht hatten, Unmutsrufe laut, man wollte Sinthoras Herrschaft gegen Aios ausgetauscht
wissen, es spaltete die Alben fast. Als wäre es nicht Schicksal und Ironie genug, dass ausgerechnet
sich die letzten, lebenden Ahnen Imbrâsîls aus der Reihe der Tyrrhenos von ihm abgewandt hatten,
wollte Sinthoras dem Kosewort für Alb, Brudermörder, noch alle Ehre machen. Aios lehnte die
Herrschaft der Barafeia-Alben konsequent ab und dennoch fürchtete Sinthoras seinen Einfluss. Mit
spitzer Zunge schien es Sinthoras zu schaffen, Aios weiter zu manipulieren und lockte ihn in eine letzte
Falle. Beim Angriff auf das Kloster vor einigen Tagen beauftragte Sinthoras einen besonders miesen,
hinterhältigen und kräftigen Orkanführer – jener, der gestern durch die Pfeile der Alben gerichtet
wurde, als er fliehen wollte – Aios während der Schlacht zu töten. Der Plan scheiterte jedoch an Aios
und seinem Glück. Er hatte mit einem Angriff auf ihn gerechnet, denn er fand in den Wochen zuvor
mehrere Korrespondenzen von Sinthoras, welche belegten, dass er Liebesbriefe an Imé geschrieben
hatte und dieser versprochen hatte, dass er Aios beseitigen würde, wenn sie nur ihn nähme. Aus
Liebesbriefen wurden Drohbriefe und Bekundungen, dass er Aios dennoch töten würde, wenn er nicht
mehr für den Sieg der Alben von Bedeutung wäre. Insgesamt fand Aios 533 Briefe an unterschiedliche
Herrscher und Freunde, in denen er oftmals versprach, Aios als Bauernopfer zu bringen und seinen
Bruder immer wieder für Selbstmordmissionen feilbot, wie das alleinige Töten eines Kristalltrolls. Aios
war ein reiner Söldner geworden und hatte lange ignoriert, was um ihn herum vorging. Er vertraute
bis zu diesem Tag seinem Zwillingsbruder blind und musste dann bitter lernen, dass er ihn nur
loswerden wollte, aber alleine zu feige war, ihn zu stellen. Aios weiß nicht, ob er stärker ist, aber
immerhin stark genug, dass Sinthoras ihn fürchtet. Aios kam zu dem Schluss, dass er, wenn Sinthoras
höher in der Gunst von Barafeia steht, er auch nur für den Gottteufel nur ein liederliches,
bedeutungsloses Werkzeug sei. Er schwor dem Glauben ab und manipulierte den Angriff auf das
Kloster, in dem er auf den Flanken Breschen offen ließ, durch die eventuelle Fliehende ihre Chance
nutzen konnten. Zudem sorgte er immer wieder für Unruhe in den eigenen Reihen. Als er, als Feuer
durch die Reihen der Orks sprang, den Rückzug befohlen hatte, platzte Sinthoras der Kragen und er
hetzte den riesigen Ork auf Aios. Da dieser Aios deswegen nicht hinterhältig erwischen konnte, nutzte
Aios seine Chance und floh.»


Eine weitere Trinkpause folgte, es gab weiterhin keine Reaktion des Schattenläufers. Der Berührer
atmete tief durch, er hatte schon einige Worte über den Alben verloren.
«Aios kannte die Pläne von Sinthoras, um Feldheim einzunehmen. Da er aber wusste, dass sein Bruder
mit seiner Gegenwehr rechnen würde, musste er an einer empfindlichen Stelle angreifen. Und so
machte Aios das Einzige, was Sinthoras ihm nicht zutraute. Er stellte sich dem Teufel Cyriac’dos.
Barafeias Schergen hatten den Kettenteufelassassinen gesendet, weil sie glaubten, dass Wesley von
Rotkreuz in seinem Vorhaben scheitern würde. Er sollte die wichtigen Führer dieser Stadt ausschalten
und die Tore öffnen. Aios stellte ihn im Tempel des Adeodatus, als der Kettenteufel gerade versuchte,
Eberhard von Feldheim und Gundalf von Friedheim zu meucheln, während diese eine Ansprache an
das Kirchenvolk hielten. Mit aller Kraft stellte er sich dem Teufel und brachte ihn zu Fall, doch es hatte
seinen Preis. Als hätte Barafeia ihn selbst für den Verrat gestraft, bohrte sich sein eigener
Thinaunstahl in seine Lunge, nachdem er den Kettenteufel erschlagen hatte, und versuchte ihm die
Seele zu rauben. Mit letzter Kraft riss er die Sichel aus seinem Körper und brach zusammen. Seitdem
halten die Priester ihn im Koma, da er ein Alb ist und man sich noch nicht sicher ist, ob er weiter für
Schaden sorgen wird. Er hatte in aller Aufregung die Verkleidung vergessen und spätestens in dem
Moment, in dem er bewusstlos wurde, wäre sein Verkleidungszauber gelöst gewesen, und so sah
jeder, dass ein Alb Eberhard und Gundalf gerettet hatte. Seitdem fordert das Kirchenvolk, welches
diese Tat sah, dass man den Alb rette.»

Noch immer keine Reaktion, aber er wusste, dass er sich verteidigen musste und welche Fragen
kommen würden.
«Es mag sein, dass er noch mehr über die Pläne des Sinthoras weiß, aber mehr ließ sich in der Zeit
nicht entschlüsseln. Mir fehlen Passagen seines Wissens. Sein Geist wehrte sich gegen manches. Ich
weiß nicht genau, was er im Kloster erlebt hat, ich weiß nicht, wie es um seinen emotionalen Zustand
geht. Nur, dass sich seine Verehrung für seinen Bruder in Hass gewandelt hat, aber nicht, wie er mit
dem Verrat an seiner Heimat umgeht. Ich hatte nur eine Stunde Zeit, deswegen kann ich nicht sagen,
welche Dinge er jetzt noch als Schliche seines Bruders durchschaut hat. Was Sinthoras noch alles
unternommen hat, um seine Position zu sichern. Aios hat Hunderte von Söldneraufträgen
angenommen, doch auch darüber fehlt mir das Wissen. Es tut mir Leid, Schattenläufer. Das ist alles
Wichtige, was ich weiß.»
, schloss der Berührer seinen Bericht.
«Besser als Nichts…», kam die schroffe Antwort aus der anderen Kammer, dann hörte der Berührer
nur noch, wie jemand die Kammer verließ und ging. Seufzend sackte der Berührer zusammen,
wartete einen Moment und verschwand dann in den Schatten.
"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana

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Re: Aios Tyrrhenos

Beitragvon Marnarn » Mi 4. Apr 2012, 13:03

Im Dienste eines Alben

Aios' Rattenvertrauter:
Nadhor (Ich habe den Ratteneintrag aus dem SRD mit den neuen Fähigkeiten durch die Verbindung ergänzt)

Size/Type: Tiny Magical Beast
Hit Dice: ¼ d8 (28 hp)
Initiative: +2
Speed: 15 ft. (3 squares), climb 15 ft., swim 15 ft.
Armor Class: 16 (+2 size, +2 Dex, +2 Natural), touch 14, flat-footed 14
BAB/Grapple: +7/-5
Attack: Bite +11 melee (1d3-4)
Full Attack: Bite +11/+6 melee (1d3-4)
Space/Reach: 2½ ft./0 ft.
Special Attacks:
Special Qualities: Low-light vision, scent, improved evasion, share spells, empathic link
Saves: Fort +5, Ref +5, Will +9
Abilities: Str 2, Dex 15, Con 10, Int 7, Wis 12, Cha 2
Skills: Balance +15, Climb +15, Concentration +11, Jump +7, Stealth +16, Swim +10
Feats: Stealthy, Weapon Finesse (grants Alertness to his Master while in arm's reach)

Combat (Standardeintrag)

Rats usually run away. They bite only as a last resort.

Skills

Rats have a +4 racial bonus on Hide and Move Silently checks, and a +8 racial bonus on Balance, Climb, and Swim checks. A rat can always choose to take 10 on Climb checks, even if rushed or threatened. A rat uses its Dexterity modifier instead of its Strength modifier for Climb and Swim checks. A rat has a +8 racial bonus on any Swim check to perform some special action or avoid a hazard. It can always choose to take 10 on a Swim check, even if distracted or endangered. It can use the run action while swimming, provided it swims in a straight line.

Die Haushälterin:
Jelena aus Wegekreuz
weiblich, Mensch, Expertin 2
Rechtschaffen neutral, mittelgroß, Adeodatus
44 Jahre, 1,57m, 65kg; Augen: grün; Haar: schwarzgrau, lang; Haut: hell
=============================================================================
INI: -1 Sinne: +5 Wahrnehmung
Sprachen: (Lesen und Schreiben) Handelssprache, Celestisch, Ecclesial, Elbisch, Orkisch, Zwergisch; (nur gesprochen) Goblinisch
=============================================================================
TP: 11 (HD: D6) RK: 10 Grundbonus - 1 Geschicklichkeit = 9; Berührung: 9; Falscher Fuß: 9
=============================================================================
ST: 6 GE: 9 KO: 11 IN: 15 WE: 11 CH: 12
=============================================================================
Rettungswürfe: Refl: -1 (0 Grundbonus - 1 Geschicklichkeit); Zäh: +0; Will: 3 (+3 Grundbonus)
Bewegungsrate: 9m
Nahkampf: -1
Fernkampf: +0
G.-AB.: 1; Ringkampf: -1
Angriffsfläche: 1,50m; Reichweite: 1,50m
=============================================================================
Talente: (2 Stück: Mensch, Stufe 1)
Open Minded, Open Minded
Spezielle Fähigkeiten: Keine
Waffen- und Rüstungstraining: Alle einfachen Waffen und leichte Rüstungen
Fertigkeiten: ((6+In+1) x 5 = 45) +10 (Open Minded)

Klassenfertigkeiten:
  • Auftreten (Redekunst): +6 (+5 Ränge, +1 Charisma)
  • Beruf (Haushälterin): +5 (+5 Ränge)
  • Bluffen: +6 (+5 Ränge, +1 Charisma)
  • Diplomatie: +12 (+5 Ränge, +1 Charisma, +6 Synergie)
  • Information sammeln: +8 (+5 Ränge, +1 Charisma, +2 Synergie)
  • Motiv erkennen: +5 (+5 Ränge, +0 Weisheit)
  • Wahrnehmung: +5 (+5 Ränge)
  • Wissen (Adel&Königshäuser): +7 (+5 Ränge, +2 Intelligenz)
  • Wissen (Lokales: Melfurt): +7 (+5 Rang, +2 Intelligenz)
  • Sprachen sprechen (Zwergisch, Celestisch, Orkisch, Goblinisch)
  • Sprachen schreiben & lesen (Ecclesial, Handelssprache, Elbisch, Zwergisch, Celestisch, Orkisch)
Besitztümer:
  • Kleidung eines Höflings
"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana


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