Gilheritat - Dienerin der Tiefe (Phrenesis)

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Gilheritat - Dienerin der Tiefe (Phrenesis)

Beitragvon Marnarn » Sa 22. Dez 2012, 22:57

"Gute Grundsätze, zum Extrem geführt, verderben alles." - Jacques Bénigne Bossuet

In diesem Beitrag möchte ich im Laufe der Zeit alle Informationen zu Gilheritat sammeln, die es bereits gibt oder noch entstehen. Im Moment werde ich jedoch davon absehen einen durchstrukturierten Beitrag mit jeder Menge Flufftext zu verfassen, sondern diese Beitrag erst einmal als Sammelbeitrag setzen. Hier wird im Laufe der Zeit eine Tabelle mit einzelnen Verlinkungen zu den Dingen geben, die es über Gilheritat zu wissen gibt und welche von den Spielern bereits freigespielt wurden. Außerdem werden hier Beiträge erscheinen, welche indirekt mit Gilheritat zu tun haben, wie magische Gegenstände, sie betreffend, oder auch bekannte Informationen über ihre Armee, Heerführer und dergleichen. Diese Beiträge werden nicht in geplanter Reihenfolge entstehen, sondern nach Notwendigkeit für die Spielrunde Storm of Vengeance.
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Re: Gilheritat - Dienerin der Tiefe (Phrenesis)

Beitragvon Marnarn » So 23. Dez 2012, 00:03

Statuette der Gilheritat

Figurines of Wondrous Power

Each of the several kinds of figurines of wondrous power appears to be a miniature statuette of a creature an inch or so high (with one exception). When the figurine is tossed down and the correct command word spoken, it becomes a living creature of normal size (except when noted otherwise below). The creature obeys and serves its owner. Unless stated otherwise, the creature understands Common but does not speak.

If a figurine of wondrous power is broken or destroyed in its statuette form, it is forever ruined. All magic is lost, its power departed. If slain in animal form, the figurine simply reverts to a statuette that can be used again at a later time.


Die Statuette der Gilheritat basiert auf den berühmten magischen Statuetten, welche den Gelehrten der Arkanik bekannt sind, oder je nach Auslegung, sind eben jene magischen Statuetten Abbilder dieser Statuetten. Die lediglich etwas mehr als ein Zoll hohe Statuette aus einem milchiggrünen Edelsteine, nämlich Jade, ist jedoch keine einfache Figur, welche den Gesetzen der sonstigen Statuetten gehorcht, obgleich sie in ihrer Funktion nicht unähnlich ist. Der Jadestein stellt einen zweiköpfigen, humanoiden Elefanten dar, dessen Köpfe jedoch voneinander abgewandt sind. In diesem handwerklichen Meisterwerk sind trotz der geringen Größe Details auszumachen, so die zum Gebet gehaltenden Hände und ein schwach leserliches Schriftzeichen, welches mehr oder weniger an ein T erinnert. Die wenigen bekannten Texte über diese sehr seltenen Statuetten sprechen davon, dass dieses T für die Tiefe stehe und damit den Bezug zur von unterirdisch lebenden Orks (auch Goroqs genannt) und nur unterirdisch lebenden Zwergen verehrten Gottheit "Die Tiefe" hergestellt wird. Andere nennen die Tiefe auch das "Große Böse". Es wird vermutet, dass erstmals die Zwerge diese Statuetten herstellten und dieses T eingravierten (das alte, zwergische Wort für Tiefe ist nach den Gelehrten Teva'ark). Die meisten Gelehrten sind sich einig darüber, dass die Tiefe als Personifikation weitestgehend dem Glauben an Phrenesis entspricht, obgleich ein paar fremde Elemente zu dieser speziellen Form der Verehrung gehören, welche wohl dem den Zwergen und Goroqs gemeinsamen Ahnenglauben entnommen sein könnte. Das hervorstechenste Elemente ist die Abkehr von der Magie und die in unterschiedlichen Stufen erfolgte Verdammung jener (die Zwerge der Unterreiche haben sich davon abgekehrt, dulden sie jedoch als inhärentes Phänomen der Enwe, die Goroqs jagen fast alle Magieanwender, außer jene, welche das Zeichen der Tiefe in sich tragen.) Kräfte.

Jene Abkehr bzw. Verdammung hat die Statuetten beliebt werden lassen, gelten sie doch als Abbilder von Gilheritat (altzwergisch für den Prozess des Unterganges). Eine gemeinsame Sage dieser unterirdisch lebenden Zwerge und der Goroqs ist das Auftauchen einer Elefantin mit zwei Köpfen auf zwei Beinen, welche jene Reiche, welche der Magie fröhnen, unter sich zermalmt. Der Sage nach erwacht Gilheritat in jenem Moment, in welchem eine mächtige, magische Macht missbraucht wird von der Hand der Lebenden. Doch Gilheritat ist lediglich ein kleines Wesen, nicht größer als die Statuette. Scheinbar keine Gefahr also, doch angeblich wächst dieses Wesen an jedem Tag, an dem diese mächtige, magische Macht, welche den Sterblichen nicht zusteht, genutzt wird, um einen Zentimeter. Und mit jedem Zentimeter wird sie grausamer und entschlossener in ihrer Queste, diese Wesen, welche diese Macht nutzen, zu zerstören. Wie unterirdische Völker dazu kommen, gerade einen Elefanten anzunehmen, ist nicht überliefert. Ebenso ist nicht überliefert, welche Macht Gilheritat auf diese Weise wohl zu schützen versucht. Daraus abgeleitet hat sich jedoch für die Goroqs der Glaube, dass jede Art der Magienutzung dazu führen würde, Gilheritat wachsen zu lassen. Gelehrte aus Chuang schätzen, dass die Goroqs einfach das Konzept der Magie aufgrund ihrer völkischen Dummheit so sehr simplifizieren müssen und deswegen keine anderen Schlüsse treffen könnte, während Zwerge dies für einen ausgeklügelten Machtmechanismus der Phrenesis-/Tiefenpriester der Goroqvolkes halten, welche ihre Stämme wie Gottkönige aufgrund ihrer auserwählten, magischen Kräfte regieren. Aber aus diesem Glauben der Goroqs hat sich auch der Aberglaube über dieses Volk hinaus entwickelt, das jede Magienutzung Gilheritat zum Wachsen bringen müsste. Diese Aberglaube kanalisiert sich in eben jenen Jadestatuetten, welche als Abbildung Gilheritats gelten. Der Sage nach sollen sie jeden Tag wachsen, an dem ein Wesen oder ihr Besitzer (die Quellen spezifizieren dort nicht), einen Zauber wirkt und zwar um genau einen Zentimeter. An jenem Tag, an dem die Statuette so groß ist, wie ein Zauberwirker, der in ihrer Nähe einen Zauber wirkt oder so groß wie ihr Besitzer geworden ist, würde ihre steinerne Schale abfallen und das Abbild der Gilheritat würde alle Zauberwirker in der Nähe auslöschen.

Mit der Wahrheit verhält es sich ein wenig anders, wenn auch nicht weit davon entfernt. Die Statuetten sind verfluchte Gegenstände, welche von den Zwergen des Stammes Trebor geschaffen wurden. Als der Kontinent Darkenfalls in der Vergangenheit durch den Kataklysmos zerstört wurde, zogen sich manche des Stammes weit in die Unterwelt zurück und gaben die Welt im Lichte auf. Sie lehrten, dass die Magie und zwar ihre Übernutzung alle Reiche zerstört hätten, allen voran ausgelöst durch die großen Kriege der Elben und ihrer Hochmagie. Da die Welt im Dunkeln jedoch ein gefährlicher Ort war und jedes Erdbeben ein Volk auszulöschen drohte, verboten die Zwerge ihren Völker Magie ohne Erlaubnis und vorsichtige Schulung zu nutzen. Die Treborzwerge wussten, dass ein falscher Zauber ein Erdbeben auszulösen vermochte. Und sie wussten auch, dass Vertrauen oder auch nur Gesetze kaum dafür sorgen würden, dass alle der Verlockung der Magie widerstanden. Für die Zwerge wurde diese Zerstörung der alten Welt im Begriff Gilheritat (Der Prozess des Unterganges) zusammengefasst und die Geschichtsschreibung daraufhin angepasst. Gilheritat war für die Zwerge der Auswurf der Tiefe, welche als stabilisierende Mitte der runden Welt gelten könne, betrachtet. Wenn die Außenwelt die Stabilität der Tiefe gefährde, so dachten die Zwerge, brachte die Tiefe Gilheritat hervor, um alles zu beruhigen und zu zerstören, was die Stabilität der Welt gefährde (hier differieren die Tiefe und der klassische Phrenesisglauben an manchen Stellen ein wenig, leider haben sich bisher kaum Gelehrten mit den Dogmen wirklich beschäftigt). Was die Welt vor allem gefährde sei der Einsatz von Magie und das Ausnutzen von Magie. Wahrscheinlich ist der Elefant in der kulturellen Überlieferung die animalische Versinnbildlichung der bebenden Erde und so kam es zu dem zweiköpfigen Elefantenweib. Über die Zweiköpfigkeit wird unter den Gelehrten noch gestritten. Auf jeden Fall erschufen die Zwerge nun diese kleine Statuetten und jeder Zwerg des zwergischen Unterreichs (es heißt Trebortan, benannt nach dem ersten Stamm Trebor) bekam diese Statuette in die Wiege gelegt. Es war die erzieherische Aufgabe eines jeden Elternpaares, ihrem Kind beizubringen, dass Magie nicht leichtfertig genutzt werden soll. Um diesem Nachdruck zu verleihen, wurden diese Statuetten genutzt. Sie reagierten auf die Nutzung von Magie und wenn ein bestimmtes Maß von Magie in ihrer Nähe genutzt wurde, zerfiel die Statue und setzte ihre Essenz frei. Diese Essenz war ein gebundenes Wesen der Tiefe, welches jenes Wesen, von dem es freigesetzt wurde, zerstörte. Was diese Essenz genau ist und wie sie tötet, das ist nicht bekannt. Die Zwerge Trebortans sind in der Mehrzahl schon lange wieder an die Oberwelt zurückgekehrt und wahrscheinlich wissen nur noch die Weisen und Gelehrten unter dem bärtigen Volk von diesen Statuetten, obwohl es heißt, dass jene, welche unter der Erde blieben, noch immer mit diesen Statuetten leben. Manche Statuetten sind durch die Wiederkehr ans Licht jedoch in den Händen anderer Völker gelandet und mit ihnen wanderten Aberglaube und Glaube. Ein findiger Gelehrter aus Chuang, namens Mag Ii versuchte in der gängigen Art seines Volkes die Funktionen dieses Gegenstandes niederzuschreiben.

This figurine functions like a Marble Elephant.

The statuette being about half the size of a dwarven little finger. Upon utterance of the command word (drums in the deep), a marble elephant grows to the size and specifications of a true elephant. The animal created from the statuette is fully obedient to the figurine’s owner, serving as a beast of burden, a mount, or a combatant. The statuette can be used four times per month for up to 24 hours at a time.

But it comes with a curse. It is very sensitive to magic. It absorbs part of the magic used by its wielder (without interfering or altering used magic). It absorbs up to 50 spell levels, before crumbling and releasing its vile spirit, which will attack and peradventure destroy its former wielder. Contrary to Goroq belief it regenerates after a downtime. If its wielder does not use magic for at least a dwarven week (ten-day), it regenerates ten spell levels for every day of downtime thereafter.

Also it does not grow, contrary to Goroq belief. It can't be destroyed by normal means nor can a magic-sensitive user discard it. A magic-user, who tries to discard the figurine, will waken the vile spirit immediately.

Moderate transmutation; CL 11th; Craft Wondrous Item, animate objects; Price 17,000 gp.


Das ist nach meinen Quellen alles, was über diese Figurinen bekannt ist.

- Ghossas Jhar, gnomischer Gelehrter der Siima, im Jahr 1007
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