Darkenfalls - eine andere Genese

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Marnarn
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Darkenfalls - eine andere Genese

Beitragvon Marnarn » Fr 30. Sep 2011, 08:36

Original von Marnarn vom 13.11.2009

"Bei unserer Geburt treten wir auf den Kampfplatz und verlassen ihn bei unserem Tode." - Jean-Jacques Rousseau, Träumereien eines einsamen Spaziergängers

Nachdem Quecksilber seinen Kontinent zerstört hat, bevor er ihn erschaffen hat, werde ich mir die Freiheit nehmen, ihn neu zu gebären. Natürlich ist jede Anregung, jede Idee und jede Inspiration, als auch das direkte Mitwirken gerne willkommen. Ich betrachte die Genese von Kontinenten und dergleichen nicht als notwendigerweise egomanischen Akt.

Es muss einfach erwähnt werden, dass McDonalds-Filialen nicht nur den Körper aufgehen lassen, sondern auch ebenfalls Ideen aufgehen lassen können. Viele Ideen sind inzwischen bei McDonalds kurz angesprochen und vielleicht in rudimentärsten Ansätzen diskutiert worden. So verhält es sich auch mit meiner Idee, welche ich für Darkenfalls hatte.
Ich habe überlegt, was ich mit diesem Namen machen kann, den Quecksilber sich ja einstmals für seine Internetseite und für sein Forum und auch für seinen Kontinent ausgedacht hatte. Die Genese des Namens ist mir nicht wirklich geläufig, soll wohl aber irgendeine Form vom "darkness falls" sein. Wenn Dunkelheit niedergeht, wie kann man das verpacken? Ich habe an zwei Möglichkeiten gedacht, welche ich kurz vorstellen werde.

Quecksilber selbst hatte eine sehr grobe Idee zu diesem Kontinent. Vielleicht ist es ihm innerlich ideentechnisch anders ergangen, geäußert hat er allerdings nur, dass es um einen Wüstenkontinent gehen sollte, in dem es um kontrollierte Technologie und Magie ging, welche von einem magischen Überbau, in riesigen Obelisken wohnend, überwacht wurden. Und dann gab es noch den Gegenpart der Person Quecksilbers, welche die Rebellion gegen die Kontrolle anführte. Das Ganze unter Gesinnungsverwirrungen verpackt. Soweit so gut. Leider ist es trotz des interessanten Ausgangspunktes nie mehr geworden, nicht in Auszügen, nicht in Stichworten.
Da dieses Konzept soweit gestorben ist, werde ich es nicht zum Zentralaspekt des neu transformierten Darkenfalls machen. Vielleicht werde ich die Idee, soweit sie mir bekannt ist, trotzdem in bekannter oder leicht veränderter Form einfügen. Das wird zu sehen sein.

Erst einmal zurück zum Namen. "Darkness Falls" oder verkürzt "Darkenfalls" kann eine Menge bedeuten, meine erste Herleitung jedoch war die Idee eines schattenhaften Königreichs. Ich hatte diese Idee einstmals am Spieltisch und in MSN-Gesprächen geäußert. Letztendlich gefiel mir die Idee dann als Königreich nicht so gut, aber wenn man sich das Ganze als schattenhafte Horde vorstellt, welche über einen Ort oder eine Landschaft herfällt, im Sinne von Dschingis Khan oder nach Art der Skythen oder gar der Hunnen, dann passt es wohl, wenn man sagt, dass Dunkelheit niederkommt. Diese schattenhafte Horde ist also Idee 1 eines kontinentprägenden Überbaus.

Aber wenn man das Wort Darkenfalls genauer nimmt, kann man auch das Wort zusammensetzen aus "darkened" und "falls". Diese abgedunkelten Fälle könnten, wie man der direkten Übersetzung entnehmen kann, ein Indiz für Wasserfälle sein und zwar mit dunklem Wasser. Die naheliegende Idee wäre also eine Darstellung von einem gigantischen oder mehreren gigantischen Wasserfällen, welche irgendeine dunkle Flüssigkeit oder einfach Wasser in die Tiefe stürzen lassen.
Da wir beschlossen haben, dass die Elementarebenen quasi direkt in der Welt, also der Enwe, liegen, läge es auch nahe, die positiven und negativen Ebenen damit zu verbinden. Also ein Wasserfall negativer Energie quasi wären die Darkenfalls. Das ist Idee 2 dafür.

Es ließe sich auch sicherlich etwas aus dem Verb "(to) darken" direkt machen, also in Form der Wasserfälle, die etwas abdunkeln. Aber das wäre mir vielleicht auch bedeutungstechnisch zu beschränkt nutzbar. Nämlich die Fläche, welche dieser Wasserfall abdunklen, sodass man solch einen Ausdruck sicherlich als Metapher nutzen kann, aber nicht als Überbau für eine zentrale Idee eines Kontinents. (Außerdem möchte ich eventuelle Ausschweifungen auf Illusionsgötter etc. nicht unbedingt in jede Facette der Welt quetschen. ;) )

Nach langem Hin und Her hab ich beschlossen, dass ich beide Ideen auf diesem Kontinent verpacken werde. Also ist der nächste Schritt das Aussehen des Kontinentes. Und auch da bin ich mir ziemlich sicher, was es werden wird. Einst ein prosperierendes Stückchen Land, ist es inzwischen ein Ödland, welches nur noch in den Randgebieten des Königreiches wirklich fruchtbare Flecken aufweist. Das als ganz grobe Vorstellung. Eine Karte voller restlicher grüner Flecken, während das Gros wie ein gigantisches Krebsgeschwür der Ödnis auf einer Draufsicht wirken muss.

Dies soll als einleitende Informationen zu neuen Darkenfalls erst einmal reichen, über die Zeiten werden zusätzliche Sachen dargestellt werden, vor allem die Geschichte des Kontinents wird am Anfang eine Priorität haben. Als Ausblick mag hier der Bruderkrieg zwischen Elben und Alben dienen, welcher mir als Rückgrat für die verheerende Geschichte dieses Kontinents passend scheint.
So viel für den Moment.
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Darkenfalls - First Draft

Beitragvon Marnarn » Mi 20. Mär 2013, 18:43

Ideen für Leitmotive

  1. Eine apokalyptisch-kataklystisch verheerte Ebene, welche ein Spiegel der in der Gegenwart (19-21. Jahrhundert) geäußerten Umwelt-, Klima- und Ressourcensorgen ist.
  2. Steppenvölker beherrschen das Bild. Es ist eher im Survivalsetting angelegt mit wenigen Orten des naturgebundenen Glückes und durch die Ausbeutung dieser Orte zivilisatorischen Unglücks
  3. Kulturell entspringt der Kontinent vor allem asiatischen Einflüssen (China der Song-Dynastie und ältere Dynastie, Japan der Kamakura-Epoche und ältere Epochen und Perioden, Korea der Goryeo/Joseon-Zeit, Mongoleneinflüsse, Khmer, aber Einfluss der Turkvölker, jedoch auch wenige, zentrierte europäische Einflüsse.)
  4. Kulturübergreifend steht hier die imperielle Ausbreitung, also martialische Expansion im Fokus, und bedient sich hierbei einmal der mongolischen Inspiration, aber vermengt auch klassisch-romantische Bilder europäischer Sichtweisen passungenau miteinander, wie eine künstlich archaisierte Wild West-Kultur mit der Samuraikultur, welche auf Darkenfalls gerade erst entsteht. Kennzeichnend sind neben der ungezügelten Natur, die wenigen, aber dafür sehr großen Reiche, welche sich mehrheitlich durch ethnozentrische Ideologien auszeichnen.
  5. Dabei steht nicht nur die Expansion gegeneinander im Vordergrund, sondern auch das Ausbreiten in "uncharted frontiers". Feind sind die humanoiden Wesen nur nebensächlich, viel zentraler ist der Kampf gegen die ausgemergelte Natur.
  6. Literarische Inspirationsquellen: Ernest Gaines - A Lesson before Dying; Jared Diamond - Kollaps (weitere Inspirationsquellen sind aber der Buddhismus, Konfuzianismus, diverse Welternährungs- und Klimaberichte (sowohl kritisch wertvolle, wie maßlos übertriebene als auch wirtschaftlich konzipierte (Fear Factor-Berichte), als auch diverse Augenzeugeberichte aus Krisen- und Katastrophenregionen.))
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