Bastelbereich Finanzverwaltungsamt

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Ikelos
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Bastelbereich Finanzverwaltungsamt

Beitragvon Ikelos » Mi 30. Okt 2013, 12:38

Da ich grad nix zu tun hab bei der Arbeit, wollte ich hier damit anfangen, mein Szenario auszuschreiben.

Die Quelle des heiligen Wassers

Der dunkelgewandete Kaplan Roderick Weißenfels, Bischof der Kirche des Alphestes, sitzt in seinem Amtszimmer und sinnier tüber die vergangenen Tage. Es ist eine schwere Zeit, denn ihm steht eine unangenehme Entscheidung bevor. Kaplan Boba Itter ist versessen darauf, eine Quelle zu finden, welche Heilkräfte besitzen soll, die denen der Kleriker gleichgestellt sind. Krankheiten, schwere Wunden - all das soll der Vergangenheit angehören, sobald man einen Schluck des Quellwassers zu sich nimmt. Er wendet dafür ungeheure Mengen an Geld auf, die an anderer Stelle fehlen, doch er besteht darauf, sich dieses Geld zu nehmen - und es ist sein Recht. Doch ist das irrlichterieren wirklich irgendwann von Erfolg gekrönt? Sollt man wirklich Geld in etwas stecken, was vielleicht gar nicht existiert? Er hat einen Verweis in einem alten Werk gefunden, welcher echt ist, doch ist dieser recht vage gehalten.

Es gab Teilerfolge, das muss man Itter zugestehen. Ein Abenteurer folgte dem Pfad der Quelle. Mit einem der Küstenschiffer hat er sich aufgemacht, um die besagte Insel zu finden, welche sich 2 Sonnenaufgänge östlich unserer Kirche zu Vrysgard befinden soll. Es war eine Insel, welche erstaunlicherweise nicht kartographiert wurde, obgleich es Anzeichen für Leben gibt. Eine verlassene Hütte nutzte er als Wegmarke, um seinen Weg zu beschreiben. Es scheint eine alte Hütte eines einsamen Einsiedlers zu sein, denn mehr als diese Hütte war nicht zu sehen. Vielleicht wusste der Bewohner dieses strandigen Exils mehr über die Quelle? Er scheint jedoch längst verstorben, denn aus den Erzählungen des Abenteurers geht hervor, dass die Hütte kaum mehr als eine Ruine war, in der sich jedoch einige privaten Sachen befanden. Aus Respekt vor den privaten Dingen eines Toten hat er sie unangetastet gelassen, oder wohl mehr aus Angst davor, dass die Hütte einsturzgefährdet sein mochte.

Die weitere Reise des mutigen jungen Mannes führte ins Innere der Insel, doch dort war kaum etwas zu finden. Das Dickicht versperrte den Weg, und er orientierte sich einzig an einem Trampelpfad, welcher zwar von Ästen und Zweigen verhangen, aber zumindest grob erkennbar war. Vielleicht war dies der Weg zum Ziel, aber wer konnte das schon sagen? Das nämliche Ziel hat er nicht ausfindig machen können. Lediglich einen Stein, welcher mit Schrift aus einer alten Sprache versehen war, die er nicht mehr entziffern konnte, und sehr große Käfer, welche aggressiv Jagd auf ihn gemacht haben. Diese zwangen ihn schließlich auch zum Umkehren, denn alleine war er den kräftigen Hörnern und den undurchdringlichen Panzern nicht gewachsen. Die Beschreibung klingt ein wenig nach den Kampfkäfern, mit denen sich Itter die Zeit vertreibt, wenn er sonst nichts zu tun hat. Letztlich war auch diese Expedition wohl als Fehlschlag zu zählen.

Roderick Weißenfels zieht an seiner Pfeife, während er die Informationen zusammenstellte, die er der nächsten und wohl letzten Expedition mitgeben würde. Es wurde zu teuer. Die anderen Geschäfte der Kirche leiden unter der Obsession des Kaplans, welcher bereits das sechsfache der bewilligten Kosten in Anspruch genommen hatte. Die Begründung: der Ruhm Alphestes. Doch ist es ruhmreich, Geld zum Fenster hinauszuwerfen? Was immer er auch sagen wird, wie auch immer er protestieren wird - dies muss die letzte Expedition sein. Weißenfels ist in Gedanken bei der neuen Expedition. Sie müssen schlagkräftig sein. Und sie werden einen der neuen Schüler mitbekommen, die sich mit alten Sprachen auskennen. Vielleicht werden sie dann vorankommen und etwas herausfinden können - oder gar die Quelle finden! Das wäre ein Wunder nach den bisherigen Entwicklungen.

Er denkt an die Zweifel, die er bereits an der Sache hatte. An seine Zweifel an Itter. Sucht er wirklich nach der Quelle? Was geschieht mit all dem Geld? Doch irgendwie kommen dann doch immer die Quittungen und es ist alles rechtmäßig. Doch egal! Dies wird die letzte Expedition sein, und den Abenteurern wird eine Belohnung versprochen, wenn sie tatsächlich die Quelle finden. Die uneingeschränkte Nutzung vor Ort, und ein vielfacher, runder Segen des Alphestes.

Es ist der nächste Tag, als sich Weißenfels in Vrysgard an einen Abenteurer wendet. "Entschuldigt, aber Ihr sehr aus, als wäret Ihr der Richtige für eine kleine Aufgabe!"

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