Zu den Seelen

Hier geht es um die Mechanismen der Welt, wie Jahreszählung, Jahreszeiten und weitere grundlegende Dinge über die Enwe.
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Ikelos
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Zu den Seelen

Beitragvon Ikelos » Fr 1. Mär 2013, 21:20

Als ich eben gerade auf Klo saß und so über das Dasein nachdachte, kam mir ein Gedanke, der erst wie eine lästige Fliege nicht von mir weichen wollte, sich dann auch noc festsetzte und schließlich doch eher wie ein Schmetterling wirkte, der mir eine Erleuchtung herbeibrachte. Sollte das Thema hier schon irgendwo untergebracht sein - gut, dann ist der Rest von diesem Post hinfällig. Ansonsten könnte es nun interessant weitergehen. Ich habe gerade nicht den perfekten Überblick, deshalb kann es sein, dass ich einiges durcheinanderbringe, aber ich denke im Großen und Ganzen dürfte ich keine festgesetzten Dinge durcheinanderwirbeln.

Kurz: Es geht mir um die Seelen. Ich kam auf diesen Gedanken, weil ich eh über die Magie nachdachte und ich im Protokoll eben an der Stelle war, dass alle höheren Instanzen ein Interesse an der Magie haben. Das ist richtig. Und dann schloss sich mir schnell die Brücke, dass ebenfalls von allen höheren Instanzen einige Parteien darauf aus sind, Seelen zu sammeln. In der Konsequenz ergaben sich mir zwei Fragen:

Was wollen die Götter/Teufel/Dämonen/Engel/Arschmaden mit den Seelen? Was können sie damit anfangen?
Wenn Seelen ein Funke Magie sind, und Magie in Scherben zerbrochen ist, welche Konsequenz hat das für die Seelen?

Das kann nach meinen Gedanken eigentlich nur eine Antwort haben:

Seelen sind die Bruchstücke einer Magiescherbe. Und welche Magiescherbe könnte das eher sein, als die Scherbe der Seelenmagie? Also die Seelenmagiescherbe. Man kann das so erklären, dass in jeder Seele ein kleines Machtpotential verborgen ist, welches von der Seelenmagiescherbe verliehen wurde, als das Magiegefäß noch komplett war. Ich finde es logisch, dass diese Scherbe unbewusst mit allen Seelen verbunden war. Warum? Darauf gibt es bestimmt eine Antwort, aber nach deren Logik müsste die Feuerscherbe auch mit allem Feuer verbunden sein. Oh, könnte sie auch sein, das merken wir als Lebewesen nur nicht so wie bei der Seelenscherbe. Inspiration für den Gedanken war natürlich unter anderem auch Largarth, wo wir die Seelenmagie kennengelernt haben, und auch die Gildenrunde, wo wir durch unsere Seelen Kräfte bekommen haben. Ich denke, dass auch Seelen auf der Enwe solche Fähigkeiten haben könnten. Nur eben in geringerem Maße, da die Splitter der Seelenmagiescherbe winzigst klein sind und eben in millionenfacher Zahl vorhanden sind. Vielleicht begrenzt man es auch nur auf die Fähigkeit, dass die verliehene Kraft durch die Scherbe der eigene Verstand ist, oder das Potential der Seele, Dinge zu schaffen, an die man sich erinnern wird. Irgendwie sowas. Wie misst man die Größe einer Seele? Daran streiten sich die Philosophen und Denker seit Jahrhunderten. Es muss also gar nicht sein, dass man durch diese Splitter Stürme herbeizaubern oder Blitze aus dem Arsch verschießen kann, sondern dass man vielleicht die Fähigkeit zu Denken besitzt.

Und was interessiert das nun Barafeia oder Dagur? Warum wollen die Seelendiebe nun also die Seelen sammeln? Wenn das eh nur so kleine Macht ist? Bestimmt nicht, um sich die schönen Seelen (Klassiker) (doppelter Wortwitz ;) ) im Regal angucken zu können. Nein, je mehr Seelen man sammelt, desto mehr Splitter der Seelenmagie sammlt man natürlich auch, und damit auch (vielleicht?) mehr Macht, die man damit nutzen kann. Barafeia nutzt diese Macht vielleicht, um seine Halbebene am Laufen zu halten, Dagur sammelt die Seelen, um seine Scherben mit Kraft zu versorgen, Marnarn sammelt sie, um sie zu schützen und wieder in den "Pool" zurückkehren zu lassen. Und wenn ein Drache sie sammelt, dann vielleicht, um die Enwe mit Kraft zu versorgen (ja, hart geklaut von Warcraft 3, wo die Waldwichtel den großen Baum am Ende mit ihrer Seelenmacht versorgen um ihn zu stärken, egal ^^). Aber damit wäre vielleicht ein Anstoß gegeben, was Seelen nun wirklich sind und was ihr Wert für die Jäger und Diebe ist.

So far, das als Grundgedanken dazu. Vorschläge, Kritik? Ich bin bereit, es zu verteidigen ;)

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Re: Zu den Seelen

Beitragvon Marnarn » Fr 1. Mär 2013, 22:01

Deine Idee entspricht im weitesten Sinne unserer bisherigen Regelung, welche wir als Seelenjagd bezeichnet haben. Deine Idee verbindet es bereits fester mit unserem neuen Magiekonzept. Das ist sehr erfreulich, weil es auch genau in die Richtung geht, die wir zum einen am 17.02.2013 festgelegt haben und auch bereits im Magiethread angedeutet wurde, sowohl von mir als auch von dir. Wir haben das im Gespräch zweigeteilt betrachtet. Wahrscheinlich ist es hier auch dasselbe, nur vielleicht unterschiedlich akzentuiert. Dagur hätten dann eben die Doppelrolle als Manipulator des Lebens. Das muss man im Detail noch festlegen.

Grundsätzlich haben wir beschlossen, dass die Magie ein Abfallprodukt der Schöpfung ist und durch den Missbrauch durch die "Weltlichen" zersplittert ist. Da die Seelen von uns seit jeher als Äther bezeichnet wurden und die Magie inzwischen auch so bezeichnet wird und wir dadurch auch das Erwachen der Enwe begründet haben, ist es unumgänglich die Scherben/Splitter in allen Lebewesen zu vermuten. In der Diskussion haben wir das in die Richtung herausgearbeitet (Ich kann die Stelle im Speziellen nochmal raussuchen, wenn nötig.). Ebenso, dass Leben davon abhängig ist, ohne dass eine solche Scherbe zwangsläufig bedeuten muss, dass man wie William Wallace Blitze zwischen den Afterballen hervorschleudert.

Insofern habe ich dagagen nichts einzuwenden, weil es durch andere Denkprozesse letztendlich wieder zu dem System gekommen ist, welches wir uns auch ohne die Magieregelung überlegt hatten. Ich denke, dass dies ein gutes Zeichen ist und das starke Fundament unseres Konstruktes unterstreicht.
In einer Sache jedoch habe ich eine gewisse Kritik. Ich würde nicht sagen, dass es Splitter der Seelenmagie sind, sondern Splitter der Magie an sich; also ein Wesen entweder eher einen feuermagischen Splitter oder einen sonnenmagischen Splitter besitzen kann (wir haben sogar erwogen, es mit der Evolution zu verbinden, also bzw. werden die Kinder zweier Feuermagier feuermagieaffin sein). Denn Magie ist immer mit dem Komplex der Seelen und des Lebens für unsere Welt verbunden. Jede Magie ist also insgesamt Seelenmagie und Seelenmagie ist, wenn wieder "scharf" gemacht, Schöpfungsmagie.

Was das Potenzial allgemein angeht, würde ich das auch im Dunkeln lassen und da unserer sonstigen Auslegung folgen, dass die Größe eines Splitters nicht für dessen Macht steht, sondern nur den Grad von Vielfalt vs. Freiheit. Die Machtentfaltung sollte beim Nutzer und im Speziellen dann beim Spieler stehen. Sonst endet es nur darin, dass am Ende das Seelenpotenzial wie ein Attributswert ausgewürfelt wird. Und das wäre sicher ein unschöner Vergleichswert und eine unnötige Simplifizierung, sowie eine schreckliche Selbsteinschränkung.

Die Frage, was die Wesen nachher mit Seelen anstellen (oder was sogar Lebewesen anstellen, die gewisse Mächte darüber entwickeln), sollten wir auch individuell für die Wesen beantworten. Das ist eine sehr interessante Lösung und auch die Beste. Für viele Götter, Dämonen und Teufel haben wir bereits versucht dies zu beantworten. Diesen Weg sollten wir weiter verfolgen.

Freut mich, dass dein Beitrag unsere Idee unterfüttert und nochmal spiegelt.
"Charakter ist ein Fels, an welchem gestrandete Schiffer landen und anstürmende scheitern." - Jean Paul, Levana


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