Menthirs Methoden-Manifesto

Allgemeine Dinge, die über die Enwe Karadâs zu bereden sind.
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Marnarn
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Menthirs Methoden-Manifesto

Beitragvon Marnarn » So 27. Jan 2013, 01:37

Dieser Thementitel ist eine halbe Lüge. Der Name ist gewählt, weil ich die Alliteration mochte. Es ist kein Manifest, weil es noch nicht greifbar geworden ist, also meine Absichten noch nicht manifest sind. Dieses Thema möchte aber durchaus den Anspruch erheben, seinen Namen im Laufe dieses und vielleicht des nächstes Jahres zu langsam zu verdienen. Ein Manifest ist in dem Sinne nicht nur das Greifbarmachen an sich, sondern viel mehr ist ein Manifest im Speziellen eine öffentliche Erklärung von Absichten, von Zielen, von zentralen Vorhaben. Im Moment wird hier aber noch gähnende Leere herrschen, was dieses Manifest angeht. Sicher ist, dass ich hier bestimmte Methoden vorstellen möchte, die ich für die Fortentwicklung der Kampagnenwelt als geeignet ansehe oder mit denen ich mich etwas intensiver oder überhaupt beschäftigt habe.

Ursprung dieser Überlegung liegt darin, dass ich glaube, dass gewisse Strukturen und Ansätze zur Weltenerschaffung sich festgesetzt haben, der Karren sich sprichwörtlich irgendwo festgefahren hat. Ich würde das Ganze, in dem der Karren steckt, nicht abwertend als Matsch bezeichnen wollen, sondern diesen Matsch oder Schlamm sehr positiv konnotieren. Es ist ja doch fruchtbares und brauchbares Material, welches dort in einer Suspension aus den feinen Teilchen eines Feststoffes in einer geeigneten Flüssigkeit uns den Weg schwer macht. Ich erachte es also nur halb als Hindernis, da der Karren weniger auf dem Weg zu einem festen, definierten Ziel am Ende eines Pfades ist, sondern wir den Weg selbst als Ziel verstehen mögen (ich zumindest). Also wir auch Zeit haben, uns mit dem Schlamm auseinanderzusetzen.
Oder anders ausgedrückt: Die Methodensammlung verfolgt nicht die Absicht Methoden zu finden, welche die Enwe zu einem abschließbaren oder in Buchform veröffentlichenbaren Kampagnenfaden zusammengießt. Denn dies liegt mir im Moment fern. Sie verfolgt nicht die Absicht einer Fertigstellung, jedoch verfolgt sie eine Agenda der Diversifizierung. Es wäre falsch allen Beteiligten an diesem Projekt mangelnden Abwechselungsreichtum vorzuwerfen, bis auf meiner Person. Mir kann ich besten Gewissens diese relative Eintönigkeit vorwerfen und an dieser arbeiten.

Zu diesem Zweck ist es wichtig, meine eigene Methoden zu untersuchen. Das kann ich nur in einem sehr beschränkten Rahmen tun. Der Grund liegt darin, dass ich weitestgehend alleine bei der Untersuchung meiner Methoden bisher bin (und niemanden dazu verpflichten möchte, diese irgendwie zu bewerten oder zu analysieren, wenn kein Bedarf daran besteht - Mein Dank geht an Ginsengsei aus dem D&D-Gate, der sich sehr offen meine Selbstbewertung durchgelesen hat und Hilfestellung gegeben hat.) und aufgrund dessen nur eine Perspektive auf meine Methoden habe, die ich nutzen kann. Gleichzeitig kann ich auch abseits meiner Methoden zuerst nur meine Eindrücke schildern und dann langsam in andere Methodendiskussionen übergehen, was dann idealerweise zu einem wechselwirkenden Erkenntnisprozess führen mag. Ich bin hierbei vor allem in einem Bewusstmachungsprozess, der einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Meine Selbstbewertung ist nach demselben Muster gestrickt. In erster Linie geht es nicht darum, alle Probleme sofort zu lösen, sondern sich ihrer gewahr zu werden. Ob sie Lösung brauchen oder ich sie alleine oder mit Hilfe zu einer Lösung führen kann und diese dann auch umsetzen kann, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Gleichwohl bin ich für jedweden Input dankbar. Im Beitrag zur Selbstbetrachtung gebe ich bereits Einblick in ein paar meiner Methoden, die ich im Laufe der Bearbeitung gerne gesondert und unter Stichworten sammeln möchte. Ebenso werde ich gerne versuchen zu analysieren, wie wir die Welt bisher gebaut haben. Damit möchte ich bis Ende Januar auch beginnen.

In diesem Sinne möchte ich diesmal mit einem Zitat enden statt zu beginnen, welches meine Beweggründe nochmals kritisch zusammenfassen/hinterfragen soll und nochmal darstellen sollen, warum dies noch kein sofort angeworfener Lösungsmotor ist, sondern ein Bewusstmachungsprozess. Das eingeklammerte Wort gehört zum Originalzitat, ich klammere es damit quasi nur aus, um darzustellen, dass ich eher die Methodenproblematik meine und keine sozialen Fragen, auch wenn ich Hayek dabei durchaus auch recht gebe.

"The confidence in the unlimited power of science is only too often based on a false belief that the scientific method consists in the application of a ready-made technique, or in imitating the form rather than the substance of scientific procedure, as if one needed only to follow some cooking recipes to solve all [social] problems. It sometimes almost seems as if the techniques of science were more easily learnt than the thinking that shows us what the problems are and how to approach them." - Friedrich Hayek, The Pretence of Knowledge, Nobel Prize lecture (11 December 1974)
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Re: Menthirs Methoden-Manifesto

Beitragvon Marnarn » Di 29. Jan 2013, 15:09

- Zur Bedeutung des Mülls für meine methodischen Ansätze -

Es ist 13:00 Uhr MEZ, am 29.01.13. Ich sitze alleine im Laden und kämpfe dort gegen die Unordnung. Gegen eine Unordnung, in welcher die Grenze zwischen sinnhafter Aufbewahrung von Dingen und Trödel und dem gefürchteten Compulsive Hoarding bereits verschwimmt. Obzwar es im häuslichen Bereich noch nicht gänzlich kippt und somit nicht zum Diogenes-Syndrom führt, lassen Lager und der Laden gewisse Messie-Tendenzen erkennen. Dies führt zum einen vielleicht zu einem Gefühl, in dem man sich selbst Sisyphos nahe fühlt, aber dies in einer unreflektierten Art und Weise. Wir kämpfen unseren Stein den Berg herauf, er rollt wieder runter. Wir sind dazu verdammt, ihn wieder hinaufzurollen, weil ansonsten...bei einem Messie-Sisyphos die ganze Ebene am Fuß des Berges vollgemüllt sein wird und Sisyphos elendig drin vergehen würde (einfach Berg hochklettern ist nach der Krankheitsbeschreibung nicht). Das lässt uns doch, oder im Speziellen mich, doch einige Male verzagen, dementsprechend kann es aus meiner philosophischen Bildung heraus nur eine Idealvorstellung sein, sich Sisyphos gleich zu wähnen:

„Darin besteht die verborgene Freude des Sisyphos. Sein Schicksal gehört ihm. Sein Fels ist seine Sache. [...] Der absurde Mensch sagt ja, und seine Anstrengung hört nicht mehr auf. Wenn es ein persönliches Geschick gibt, dann gibt es kein übergeordnetes Schicksal oder zumindest nur eines, das er unheilvoll und verachtenswert findet. Darüber hinaus weiß er sich als Herr seiner Tage. In diesem besonderen Augenblick, in dem der Mensch sich seinem Leben zuwendet, betrachtet Sisyphos, der zu seinem Stein zurückkehrt, die Reihe unzusammenhängender Handlungen, die sein Schicksal werden, als von ihm geschaffen, vereint unter dem Blick seiner Erinnerung und bald besiegelt durch den Tod. Derart überzeugt vom ganz und gar menschlichen Ursprung alles Menschlichen, ein Blinder, der sehen möchte und weiß, daß die Nacht kein Ende hat, ist er immer unterwegs. Noch rollt der Stein. […] Dieses Universum, das nun keinen Herrn mehr kennt, kommt ihm weder unfruchtbar noch wertlos vor. Jeder Gran dieses Steins, jedes mineralische Aufblitzen in diesem in Nacht gehüllten Berg ist eine Welt für sich. Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“

– Der Mythos des Sisyphos: 6. Aufl., Reinbek, 2004. S. 159f.


Ich habe diesen Zustand, den Camus so mühevoll und glänzend beschreibt, noch nicht erreicht, also die Annahme der Absurdität, gleichwohl lebe ich auch nicht in ständiger Revolte. Ich bin noch ein Haderer. Dennoch bleibt unverkennbar, dass in dieser Geschichte ein Potenzial steckt. Wie könnte jemand vor allem sich beweisen, dass er Ordnen und in die Hand nehmen kann, wenn nicht im Kampf gegen diese doch bisweilen krankhafte Unordnung?
Es hätte einen dreifachen Zweck. Zum einen die Erhöhung der Lebensqualität in meinen eigenen vier Wänden, wahrscheinlich würde der Laden auch interessanter erscheinen und zu guter Letzt birgt diese Unordnung eine gewisse Ähnlichkeit zu unserer Enwe. Obwohl es im letzten März ein impulsiver, instinktiver Erguss war, über dessen Qualität sich sicher trefflich streiten lässt, erscheint mir der meine kurze Erklärung, welche am Ende unseres "Neubeginns" stand, nicht nur ehrlich, sondern vor allem auch nicht willkürlich oder zufällig, und nach wie vor richtig. Das bezieht sich vor allem auf den Titel des Ergusses: Wie drei Spinner Müll lasen.
Das Thema Müll, Vermüllen, geistige, wie physische Auswüchse des Diogenes-Syndroms, das Vermüllen unserer Gesellschaft durch Datenberge, das Vermüllen der Universitäten und Hochschulen durch Studentenschwämme, der so extrem produzierte Müll einer Konsumgesellschaft und vielleicht auch Diogenes mit all seinen zugeschriebenen und philosophischen Eigenschaften, all das scheint eine Art Lebensthema geworden zu sein, ohne dass ich mir diesem ehedem bewusst worden bin. Im Ernst: Selbst bei einem meiner Studienfächer geht es vor allem darum, Müll zu analysieren und nicht zuletzt um einen Sinnspruch. Archäologe - Der Einzige, der froh darüber ist, dass eine Karriere in Trümmern liegt. In der Geschichte liegt es vielleicht gar nicht so anders, wenn man bedenkt, welche Quellen denn wohl Tradition und welche durch Müll bspw. zu Überresten werden (Eines der wichtigsten, weil bestgeführtesten Geschäftsbücher der Hanse wurde in einer Kloake gefunden...;))?

Wenn ich also künftig, von einem Müllberg spreche, will ich dies nicht in einem negativen Sinne tun. Ich möchte es im Sinne der Absurdität Camus tun und ich möchte eben jener Müllabfuhr-Sisyphos im Geiste sein, der immer wieder mit allem, zusammengesammelten Dreck diesen Müllberg raufkraxelt. Nicht zuletzt ist es auch mein Müllberg. Ob es eurer Müllberg ist, bleibt abzuwarten. Bitte die vorherigen zwei Sätze nicht falsch verstehen! Zwar hat jeder Leser und jeder Mitarbeiter sein Recht an diesem Berg, aber ob er ihn als Müllberg anerkennt, das ist eine ganz andere Frage, die ich für andere nicht beantworten kann. Es ist also unser Projekt, aber im Moment vor allem mein Müllberg. Es geht also nicht um Besitzansprüche, sondern um eine Zuschreibung meinerseits an das Projekt.
Wenn ich also von diesem Müllberg rede, dann geht es auch darum, wie ich diesem Müll umgehe. Und die Art und Weise des Umganges ist die Methode. Wenn ich in der Wortbedeutung der Methodik bleibe (aus griech. méta ‚hin‘ und hodós ‚der Weg‘), dürfte klar werden, dass die Methodik also stellvertretend dafür ist, wie ich mein Bündel, meinen Stein oder was auch immer (Müll ;)) diesen Müllberg hinaufschaffe. Um diesen Vorgang irgendwie plastisch zu gestalten und nicht nur einzelne Methoden vorzustellen oder zu beschreiben, müssen diese auch noch hinterfragt werden. Dies geschieht im Rahmen der Methodologie, also in der Lehre von den hinführenden Wegen, oder der Lehre der Vorgehensweisen. Ich bin kein geübter, kein gewiefter Methodologe, aber vielleicht kann ich im Rahmen der Erstellung dieses Manifestes einer werden. Ich könnte auch wünschen, ein gewiefter Methodiker zu werden, aber das will ich an dieser Stelle nicht beschreien. Die Methodologie ist eine Metawissenschaft, versucht die Methodik in der Theorie zu hinterfragen, zu steuern, zu erklären, zu verneinen oder wie auch immer, der Methodiker im Gegenzug ist quasi der Praktiker davon, der eben Methoden gezielt nutzt. Aber wer weiß, vielleicht entscheide ich mich am Ende dieses Prozess dazu, eine die anderen Methoden verneinende, erkenntnistheoretische Anarchie walten zu lassen. Das Ergebnis dieses Prozesses ist also offen, sicher ist für mich nur geworden, dass alles im Zusammenhang mit dem stillen Lebensthema Müll stehen wird.

Mehr Zeit habe ich leider nicht und meine Mittagspause endet. Gesellschaftliche Zwänge und terminliche Notwendigkeiten führen dazu, dass ich zu arbeiten habe, um mir noch ein Studienhalbjahr leisten zu können. Im nächsten Beitrag möchte ich mich jedoch der Erklärung widmen, warum ich viel an dieser gemeinsamen Welt bisher als Müll bezeichne. Das sollte nicht verunglimpfend aufgenommen werden, aber das wird hoffentlich im nächsten Beitrag klar werden.

In diesem Sinne
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Re: Menthirs Methoden-Manifesto

Beitragvon Marnarn » Mi 30. Jan 2013, 22:56

- Wie im Darkenfalls-Reich bisher gearbeitet wird -

Angenommen wir sähen uns, nach dem im vorherigen Beitrag dargestellen Bild, alle als jene Sisyphoi, die - wenn auch nicht unbedingt einem Mistkäfer gleich - doch zumindest einen Stein den Berg hochtreiben, denn dann hätten wir schonmal eine Methode unseres Vorgehens festgenagelt. Wenn wir uns selbst so sähen, bedeutete dies lediglich eine Zuschreibung. Das muss demnach nicht bedeuten, dass wir wirklich an den Fluch des Sisyphos gebunden wären. Noch hat Zeus uns sicher auf Ewigkeit dazu verdammt einen Marmorbrocken umherzuschleppen. Gleichwohl könnte man behaupten, dass das Sisyphosschicksal selbstgewählt ist. Das möchte ich im Laufe dieses Beitrags erklären.

Ich habe das, was wir schaffen, als Mülllese oder als Müll selbst bezeichnet. Dies ist nicht und in gar keinem Fall abwertend zu verstehen. Sisyphos trägt ja auch immerhin einen Marmorblock und nicht irgendeine Art Stein. Durchaus ist aber die Methode dabei zu nennen, welche simplifiziert und überspitzt als Vermüllung bezeichnet werden kann.
Das Arbeiten an der Kampagnenwelt funktioniert nicht konzeptuell, sondern häufig konsumgeprägt. Das bedeutet, in den meisten Fällen sind Initiativen zum Weltenbau thematisch genau dann entstanden, wenn man sich mit bestimmten und interessant-empfundenen Dingen aus seinem Konsumverhalten heraus beschäftigt hat. Dabei wird das Gesehene, Gelesene oder Gehörte mehr oder weniger rezipiert. Es ist also ein konsumgesteuerter Verdauungsprozess, wenn man weiter mit "schmutzigen" Bildern arbeiten möchte. Häufig entstehen also Initiativen daraus, dass man entweder ein Buch gelesen hat, einen Film gesehen oder gar einem Hörbuch gelauscht hat.
Das ist eine mögliche Inspirationsquelle. Die Zweite liegt in einer tiefschichtigeren Verarbeitung dieser Eindrücke, welche innerhalb des Spieles stattfindet. Hier werden diese Eindrücke ins Spiel gespiegelt, bespielt und zusammen mit den Eindrücken des Spiels und der Ideen der Mitspieler nochmals rezipiert und dann in den Kanon der Welt aufgenommen.
Es gibt noch weitere Möglichkeiten, wie Spielkanon und Beschäftigung mit der Spielwelt entstehen (bspw. Bildungsansätze, Hochschulthemen, Nachrichten etc.). Aber die beiden oben genannen Varianten dürften die am häufigsten genutzten Methoden sein. An diesen ist nichts auszusetzen. Es sind gute Möglichkeiten die Kreativität zu wecken oder über Phasen mangelnder Kreativität hinwegzutäuschen. Das ist auch noch nicht an sich die Vermüllung, durch den Verdauungsprozess aber durchaus der Weg dorthin. Um es deutlicher zu machen, könnte man das Wort Müll durch Abfall ersetzen. Das, was auf der Enwe entsteht, ist also im Sinne des Kampagnensettings jenes, welches bei den Rezeptionsprozessen abfällt und im Forum oder im Wiki landet. Das ist das, was ich als Vermüllung bezeichne.

Diese Vermüllung ist und kann hinterfragt werden. Wenn ich diese Vermüllung kritisch hinterfragen möchte, will ich nicht in den Prozess der Rezeption von Themen oder das Generieren eigener Ideen hinterfragen. Ich will hinterfragen, wie sie hinterlassen werden. Dies bezeichnet die Vermüllung auch. Also nicht nur, dass es Abfall im Sinne dessen ist, dass es am Ende der Rezeption abfällt, sondern auch, dass dieser manchmal nur unzureichend deponiert ist. Und hier geht es zur Methode der Bearbeitung und in dieser kann die Vermüllung auch als negativer Begriff genutzt werden. Dazu möchte ich kurz die Art und Weise der Darstellung skizzieren (Eine längere, wenn auch nur angerissene Darstellung finde sich in der Erklärung zu meiner kreativen Pause oder in diversen Beiträgen zum Stand der Kampagnenwelt):

In der Regel entsteht ein Beitrag punktuell. Eine einzelne Idee oder ein isolierter Ideenzusammenhang wird aus einem Interessengebiet des Autors gegriffen (das gilt sogar für die wenigen, kanonstiftenden Bearbeitungen von Quecksilber), dann kurz niedergeschrieben, meist selbst sehr skizzenhaft oder nur als Erinnerung daran, dass dies noch weitere Bearbeitung braucht oder nur der Auftakt zu einem Gedankengang ist. Dann werden die Möglichkeiten eines Forums wenig genutzt und es wird weitaus weniger diskutiert als mögliche wäre (Gründe dafür sind bei A New (?) Beginning angerissen wurden, bspw. dass man sich lieber mündlich austauschen würde, ich ggf. zu determiniert in meiner Diskussionsart bin, Faulheit, andere Interessen etc. pp.) - Dadurch wächst die Welt also auch nur punktuell und ungeordnet. Die Welt kann dadurch nur schwer verzahnt werden, bietet dafür aber absolute Freiheit in der Bearbeitung. Es entsteht also ein Puzzle, welches nachträglich zusammengesetzt werden muss. Diese Freiheit wird auf unterschiedlichen Ebenen der Enwe genutzt, also Theorie, kleine Geschichten, Kampagnenspezifika, Weltspezifika und hin und wieder wird versucht, das Ganze zu ordnen. Eine Idee wird also durchdacht, ein kleiner Teil wird niedergeschrieben (jenes, was abfällt, also quasi der positiv gedachte Abfall/Müll) und der Rest gerät in subjektive Erinnerung oder Vergessenheit. Ein Konsumrest sozusagen, der (mehr oder weniger) ungeordnet im Forum deponiert wird.

Das muss kein Problem sein und doch zeigt dies, dass wir das Sisyphos-Schicksal selbst gewählt haben, also im Moment noch selbst unser Zeus sind. Da wir immer wieder diese punktuelle Forumsbeitragsvariante wählen, ist dies - wieder auf den Mythos bezogen - unser Marmorblock. Da Zeus aber nicht endgültig über uns gerichtet hat, wenden wir uns statt des bekanntesten Attribut des Sisyphos nun seiner eigentlichen mythologischen Stärke zu: seiner Schlauheit und Gerissenheit. Sisyphos war so gerissen, dass er gar Thanatos fesselte, sodass eine Zeit lang keiner sterben konnte (Memo: Erlangten die Elben so Unsterblichkeit?).

Oder anders ausgedrückt: Wer hindert uns daran, dass unser Sisyphos die Schnauze voll hat und nicht immer den Marmorblock per pedes den Berg hinaufhievt? Unser Sisyphos ist nicht gestraft durch Zeus, sein Schicksal ist noch selbstgewählt. Wer hindert ihn also daran, eine Art Flaschenzug zu bauen? Was will unser Ego-Zeus dagegen tun, dass Sisyphos Arbeiter rekrutiert oder shanghait? Dass Sisyphos den Block viertelt und jedes Viertel peu a peu hinaufbringt? Dass er so viele Steroide nimmt, wie Obelix Zaubertrank getrunken hat, dass er den Block hochwirft?
Was hindert uns daran, mit unterschiedlichen Medien zu spielen oder auch nur mit dem Medium des Forums zu spielen? Und genau hier sind wir dabei, uns mit den Methoden auseinanderzusetzen und auseinandersetzen zu müssen oder zu können. Hier stehen wir also, nachdem wir den Weg des Sisyphos schon so häufig (über 900 Mal, gemessen an den Beiträgen im Forum und im Wiki) gegangen sind und unsere Welt immer noch nicht (immer für andere, selten auch für uns) griffig ist. Hier stehen wir am Fuß des Berges Enwe und jetzt steht die Frage im Raum, ob wir einfach weiter gehen. Also wirklich das Schicksal des Sisyphos wählen oder andere Methoden überlegen oder über eventuelle Methoden zumindest sinnieren?

An diesem Wegstück, kurz vor dem Aufstieg, den Marmorblock noch geschultert, will ich einen Moment verharren und mir überlegen, wie man die Methoden verbreitern kann. Will ich alles über Forum und Wiki halten wie bisher oder will ich mehr Medien nutzen oder mehr mit den Medien spielen? Will ich das Ende der elbischen Unsterblichkeit als Theaterstück inszenieren? Will ich das Leben eines Studenten an der Giordanica in einem fiktiven Fantasietagebuch festhalten, welches das Medium des Blogs nutzt? Vielleicht ich versuchen den Nebel und Horror Yakhamas darzustellen durch ein bearbeitetes Video bei Nebel über dem Borgdorfer See oder zumindest einer Fotoserie? Möchte ich mich mit tolkienschen Gedanken impfen und anfangen eine eigene Sprache zu designen oder zumindest ein eigenes Runenalphabet erfinden und so einen anderen Ansatz zur Erschließung der Welt suchen? Will ich eine Kurzgeschichte oder einen Roman zur Kampagnenwelt erfinden? Und da gibt es literarisch genug Möglichkeiten. Hier eine reizvolle Möglichkeit: (Achtung Übertreibung) unsere Welt ist vielleicht ein bisschen an ein lateinisches Wörterbuch angelegt, die Hälfte aller Worte beschäftigt sich mit Tod, Sterben und Getötet werden bzw. Töten. (Übertreibung Ende) - Wie wäre es also, wenn eine Anthologie von Kurzgeschichten über die Facetten des Todes auf der Enwe entstünde, um ein düsteres Fluff-Bild der Enwe zu zeichnen?
All dieses sind Fragen, die mir hier, vor dem Aufstieg durch den Kopf gehen und mich die Schwere des Marmorblocks für den Moment vergessen lassen. Ich halte inne und blicke nach oben, diesmal aber nicht vor Sorge der Schwere und der Länge des Aufstiegs, sondern in Bewunderung der Möglichkeiten, die sich auftun, wenn man andere Wege ersinnt. Ich hoffe, es werden noch andere mit mir hier stehen, ihre Marmorblöcke auf dem Rücken und mit mir darüber sinnieren, gleich wohl im Konsens, dass wir alle Sisyphoi bleiben, da wir weiter den Berg Enwe erklimmen und ihm nicht den Rücken kehren werden. Doch eben auch neue Sisyphoi, die andere Wege zur Bewältigung des Berges gefunden haben.

In diesem Sinne.
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Re: Menthirs Methoden-Manifesto

Beitragvon Der Imperator » Fr 25. Okt 2013, 03:04

01:37 Uhr, 25.10.2013 - Ich habe mir einen neuen Arbeitsnamen angeeignet, um für mich selbst auch unterschiedliche Arbeitsvorgänge und Arbeitsansätze greifbar zu machen (das ist wie mit den Frauen und ihren Frisuren ;)). Wenn ich also klassisch im Forum arbeiten sollte (ich habe das Gefühl, das wird irgendwann auch wieder passieren), geschieht das über Marnarn. Alles andere geschieht über den Imperator.

"Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache." - Theodor Fontane, Der Stechlin

Inzwischen ist meine Ankündigung, dass ich die alte Bearbeitung der Welt, wie sie vorher stattfand, beende, 37 Tage her. Ich stehe zu dieser Meinung und beginne langsam meine Herangehensweise, jetzt da ich nicht mehr mit ihr verbunden bin, sinnvoller und fruchtvoller zu hinterfragen. Die Enwe ist mir nach wie vor ein bedeutendes Stück und dementsprechend dreht sich in meiner Freizeit noch immer einiges um diesen Detritus. Die zentrale Frage dabei ist sicherlich, wie neue Wege beschritten werden können. Die Möglichkeiten, so zahlreich sie sind, drängen sich mir nicht automatisch auf. Aus der potenziellen Unendlichkeit zeigt sich mir nicht die Methode oder der Kreis an Methoden, welche für dieses Projekt und auch für mich sowie für Quecksilber und Nicolaj ideal sind. Dieser Prozess wird viele Jahre dauern und viel Trial&Error beinhalten.

Dennoch bilden sich langsam die ersten Ideen oder vielmehr eine erste Idee, die ich im Folgenden kurz vorstellen möchte.

Aufbauend auf meiner Tendenz meine eigenen Ideen mit dem geordneten Zufall zu konfrontieren, also beispielsweise wild Begriffe aus diversen Wörterbüchern oder Lexika zusammenzuwürfeln, kam mir heute, während ich die sehr langen Wartezeiten eines Onlinespiels überbrücken musste, eine Idee. Auf meinem Tisch liegen, nein, lagen alle meine Magickarten fein säuberlich nach Farbe, Spruchart, Manakosten und innerhalb dieser Unterteilung dann alphabetisch geordnet. Was also kann für ein großes, Maine-Coon-artiges Katzenvieh ein verlockenderer Schlafplatz sein, als sich mitten - mit vier Meter Anlauf - in die Karten zu werfen und sich laut und zufrieden miauzend dort den Schlafplatz freizuräumen und in einem Kartenhort zu leben :?:
Nicht nur hat sie die Karten und damit vier Stunden Ordnungsarbeit (zum zweiten Mal in sechs Tagen!) mit einem beherzten Sprung zunichte gemacht, sie hat mir zudem eine :idea: geschenkt. Als also diese Karten so durcheinander lagen und in ziemlich unvermuteten Kombinationen nebeneinander lagen, kam mir schließlich der entscheidende Einfall.

Ich spiele, lese oder schaue Fernsehen in einer für mich neuen Form seit dieser Woche. Ich lese nicht mehr einfach, ich spiele nicht mehr einfach, ich schau nicht mehr einfach fern. Immer (es ist übertrieben, aber eben häufig) liegt ein Ordner mit weißem Papier vor mir, welches darauf wartet, dass ich Ideen, interessante Schnipsel und Gedanken darauf notiere. Der Grund dafür liegt darin, dass ich häufig vor modernen Medien sitze und mich darüber ärgere, dass ich nichts Kreatives oder Produktives vollbringe, aber wenn ich dann den Genuss/Verdruss der Medien einstelle und ich mich auf das Schaffen stürzen will, ende ich im Nichts(-tun). Damit habe ich für mich erst einmal eine gewisse Abwechselung schaffen können. Ich tue jetzt beides, wobei ich sicherlich härter spiele, fernsehe oder lese als ich mir Gedanken dazu notiere oder Ideen.

Während also jetzt mein weißes Blatt Papier vor mir liegt, mich mit seiner unschuldigen Unbeschriebenheit neckisch anlächeln, ja geradezu becirct und die dicke Maine-Coon in das Werk meiner letzten Stunden springt, und sieben wild gemischte Magickarten zitternd von der Tischkante tanzen und letztlich fallen, kommt mir die Idee.
Warum nicht zufällig bestimmte Inspirationspunkte sammeln (Wörterbuch, Magickarten aus einem Deck ziehen, Lexika, Zufällige Artikel bei Wikipedia, Anrufbingo bei Leuten, die man lange nicht gesprochen hat und sie nach dem ersten Begriff fragen, den ihnen einfällt, wie auch immer, etc.), und dazu dann einfach ein kurzes Szenario schreiben, welches auf eine DIN-A4 (preußisch-korrekt eben) passt.
Die sieben Karten, die ich (die Katze) gezogen habe, sind: Blinkmoth Infusion, Dakmor Scorpion, Pillory of the Sleepless, Mage Slayer, Reverent Silence, Seeds of Strength, Talon Trooper.

Eine mögliche Aufgabe könnte nun sein, diese sieben Karten zu nutzen, um aus ihrem Artwork, aus ihrem Fluff, aus ihren Regeln oder aus ihren Namen ein kurzes, enwe-spezifisches Szenario zu bauen. Die Idee dahinter wäre letztendlich eine Perspektive auf der Mikro- oder Mesoebene wahrzunehmen, und ein kleines Gebiet auf diese Art und Weise mit Quest-Aufhängern, kleinen Spielszenarios zu füllen und damit die Welt etwas zu bebauen. Dadurch, dass dort gleich Spielszenarien angebaut werden, wirkt das Ganze dann vielleicht (zumindest in meiner Vorstellung tut es dies) lebendiger, weil man nicht nur Dinge feststellt und festlegt, sondern sie in gewisser Art auch gleich in Bewegung bringt. Um das zu illustrieren, werde ich versuchen aus diesen Magickarten bis zum Ende dieser Woche ein Szenario mit diesen Rahmenbedingungen zu kreieren. Es sollte einen Einblick geben können, aber auch genug Freiheit lassen, es selbst auszugestalten. Es ist also Anregung und vermittelt ein Bild von der Welt, ohne sich in Langatmigkeit zu ersticken (was ja durchaus eine meiner Schwächen sein dürfte, die diese Forumsarbeit gelähmt haben könnte).
Es wird sich zeigen, ob es wirklich auf eine DIN-A4-Seite passen wird, oder ob man die Seitenzahl offen lässt (für graphische Spielereien) und stattdessen eine Wortbegrenzung einführt, welche vielleicht 500 oder im Maximalfall 1000 Worte Platz lässt, seine Ideen zu formulieren.

Die Inspirationen dürfen vielfältig sein, nein, sie müssen meiner Meinung nach vielfältig sein! Um sich selbst dabei nicht bescheißen zu können und am Ende doch nur Themen zu wählen, die einem liegen, könnte man dies mit einer Art Challenge verbinden. In diesem Fall heißt es also, Nicolaj, ich fordere dich zu einem Duell!

Die Aufgabe ist folgende: Startend ab dem 27. Oktober 2013 bis zum 31. Dezember gibt es eine wöchentliche Aufgabe, welche besagt, dem jeweils anderem sieben Dinge zur Verfügung zu stellen, aus denen er ein Abenteuerszenario für die Enwe schreiben muss. Die Aufgabe ist dann bestanden, wenn von den sieben Begriffen zumindest fünf in dem Szenario eine sinnige Rolle spielen und das Szenario minimal mit 250 Worten, maximal jedoch mit 750 Worten erklärt ist.

Die sieben Dinge können zufällig oder absichtlich gewählte Begriffe sein, es können aber auch Magickarten, Illustrationen, Werke klassischer Malerei oder der bildenden Künste sein usw. usf. - Es dürfen auch Musikstücke sein oder komplexere Werke, doch dabei sollte der Aufwand des Erschließens gering sein oder zumindest die Möglichkeit bestehen, etwas für dieses Werk Typisches als Statthalter für das komplette Werk zu nutzen. Also wenn du mir aufträgst, Goethes Faust einzubauen, muss ich nicht das ganze literarische Werk spiegeln, sondern könnte entweder nur Mephistopheles daraus entfernen, aber er muss schon in Goethischer Art vorkommen bspw. oder ich kann eine Szene aus Goethes Faust übernehmen etc (Auerbachs Keller z.B.).

Die neuen Begriffe werden immer an einem Sonntag Abend Online (so ab 18:00 Uhr) gestellt, und dann gibt es eine Woche Zeit, ein Szenario dazu zu entwickeln. Diese Größenordnung sollte trotz anderweitiger Verpflichtungen möglich sein. Zum Abschluss gibt es zu Silvester eine Schlussportwoche, in der nur zwei Tage wirklich zu Verfügung stehen. Das sind nach meiner Berechnung dann zehn Schritte (also "zehn" Wochen) der Challenge.

Zu Zweck der Nutzbarkeit unserer Szenarien würde ich vorschlagen, dass wir es auf einer Mikro- oder Mesoebene machen und uns in eine Umgebung bewegen, die bereits zu einem Teil ausgebaut ist. Ich biete dir an, dein Heimatterritorium, also die Gegend um Melfurt (oder eben das Königreich Melaya) zu nehmen, wenn du damit leben kannst, dass ich kurze Szenarien für die Gegend schreibe. Wir können auch gerne eine andere Gegend nehmen (Treva? Iustitia?), ich überlasse diese Wahl dir.

Die Punktwertung geht nicht oder nur zum kleinen Teil nach Qualität, sondern zuerst einmal nach Kontinuität. Ich würde sagen, dass jedes abgegebene Szenario fünf Punkte bringt. Für jeden Begriff, den man streichen muss (2 Begriffe darf man frei streichen), verliert man einen Punkt in der Bewertung. Es können jedoch Punkte hinzugewonnen werden. Wenn wir jeweils das Werk des anderen für besonders gut erachten, kann man einen zusätzlichen Punkt verteilen. Zudem darf am Ende noch jeder Spieler seinem besten Werk und dem besten "gegnerischen" Werk einen Zusatzpunkt verleihen, wenn er es für angebracht hält. In den Wochen, in denen kein Werk abgegeben wird, gibt es keine Punkte. Wenn man mit den Begriffen absolut nichts anfangen kann, ist es auch möglich, einen skizzenhaften Entwurf oder eine grobe Idee einzureichen, um zumindest einen Teil der Punkte zu erhalten. Als optionale Regel können wir sagen, dass für zwei Punkte Abzug auch ein Begriff durch einen anderen ersetzt werden darf. So verliert man ggf. zwei Punkte, aber findet vielleicht einen Begriff, der alles besser verbindet. :)
Bei einer wöchentlichen Erfüllung der Pflichtkreativität (schönes Wort) gibt es also für die 9 1/2 wöchige Challenge 50 Punkte, + 20 Punkte für Maximalausbeute + ggf. maximal 10 Punkte für herausragende Arbeit + 1 Punkt Selbstbelohnung + 1 Punkt Fremdbelohnung. Das ist ein sehr theoretischer Wert und wohl kaum zu erreichen, weil dies auch im Zweifelsfall durch Taktik und Bosheit des Gegenspielers (nicht nur das Nichtgeben von Qualitätspunkten, da wird unsere Fairness das schon verbieten, sondern vielmehr das subtilere Wählen fieser Begriffe oder Dinge :twisted:) beeinflussbar ist. Es wäre sicher ein kleines Weihnachtswunder, wenn wir am Ende dieser Zeit tatsächlich 20 Kurzabenteuer oder coole, kurze Plotaufhänger für unsere Welt haben. Aber man muss sich manchmal höhere Ziele stecken. Ich selbst denke, dass es ein gutes Ergebnis wäre, wenn wir je um die 41 (also 50% des Maximums) Punkte bekommen und um die 12-15 Kurzszenarien erschaffen.

Es ist nicht nötig sich abzumelden, wenn man für die eine Seite keine Zeit oder keine Lust findet, aber damit sowohl Niederlage als auch Sieg beiden Personen etwas bringen, kommt hier der große Preis:

Der Verlierer muss dem Sieger (oder der ganzen Spielgruppe) im Laufe des Januars oder des ersten Spielabends des Jahres 2014 ein deftiges, zünftiges Grünkohlessen kredenzen :!:

Akzeptierst du meine Herausforderung? - Achja. Du schreibst (kämpfst) wie eine Kuh! ;)

So viel zu meiner ersten Idee für eine neue Herangehensweise an die Enwe. Beizeiten kann noch erklärt werden, wie man mit den unterschiedlichen Perspektiven umgehen kann, also der Mikroebene (ein Dorf, eine Stadt), der Mesoebene (Ein Landstrich, ein Königreich) oder der Makroebene (Mehrere Reiche, Kontinente, die ganze Enwe betreffend), und man könnte testen, ob auch dort die Zusammenfassung von Aufhängern und Ideen auf einer Seite dem Ganzen einen Schub geben kann. Wahrscheinlich aber werden sich die Methoden regelmäßig verändern müssen, um das Feuer am Lodern zu halten. Interessant könnte dieser Versuch dennoch sein, alleine um wieder für die Enwe produktiv zu sein und wirklich nutzbares, also sofort am Tisch nutzbares Material zur Verfügung zu haben (man kann quasi Szenarien oder gar Kontinentsordner und Handouts daraus formen) und zur Verfügung stellen zu können. Zu diesem Zwecke will ich, wie beschrieben, aus den oben genannten Begriffen einen Prototyp eines solchen Kurzszenarios zusammenstellen und versuchen ihn bis Sonntag Abend hier ins Forum zu stellen.

Ich selbst habe für mich mein Feuer wieder etwas zum Lodern bringen können, da ich - der dicken Katze, die immer noch in den Karten schlummert, sei's gedankt - endlich einen neuen Ansatz gefunden habe, mit dem sich arbeiten lässt. :)

Ich beende den Beitrag um 03:04 Uhr. Ich hätte seit 90 Minuten im Bett liegen sollen, um den Parteitag morgen wach zu überstehen. Aber das Thema ließ mich nicht ruhen. :)
"Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely. Great men are almost always bad men, even when they exercise influence and not authority: still more when you superadd the tendency or the certainty of corruption by authority. There is no worse heresy than that the office sanctifies the holder of it." - Lord Acton


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